Nach einem Gewaltexzess wurden vier Jugendliche verurteilt. Das von ihnen angegangene Paar wird immer an den Folgen leiden, sagt der Richter. Die Frau ist bis heute arbeitsunfähig, sie traut sich kaum noch aus dem Haus.
Kerstin Gehrke
Vorwurf Mordversuch: Zwei arabischstämmige Brüder und deren Freund stehen vor Gericht. Sie sollen ihre Schwester geschlagen und deren Freund in eine Falle gelockt haben.
Eine 20 Jahre alte Rumänin steht vor Gericht, weil sie ihr neugeborenes Kind im vergangenen Winter aus dem Fenster geworfen haben soll. Das Baby starb an Unterkühlung. Angeblich wusste niemand von der Schwangerschaft.
Nach dem tödlichen Messerangriff auf eine 30-jährige Mutter muss sich der ehemalige Lebensgefährte vor dem Landgericht verantworten. Augrund einer Zwangsstörung wurde der Täter zunächst in der Gerichtspsychiatrie untergebracht.
Trotz des Prozesses um den tödlichen Streit unter Gangs soll es zu einem Rachefeldzug gekommen sein. Dabei hatte der Ärger mit einem harmlosen Schneeball im vergangenen Dezember angefangen.
Die Angeklagten sind 16 bis 19 Jahre alt Freund der Frau vor der Tat bewusstlos geschlagen
Der Prozess um das Martyrium einer Frau hat begonnen. Die mutmaßlichen Täter sind 16 bis 19 Jahre alt und sollen die Frau in Reinickendorf aus dem Nichts heraus angegriffen, verschleppt und mehrfach vergewaltigt haben.

Die Staatsanwaltschaft erleidet eine erneute Schlappe im Prozess um brennende Autos. Die Indizien gegen Alexandra R. reichten nicht aus.

Wer betrunken auf den Gewässern unterwegs ist, muss selten mit Strafe rechnen. Zumindest schreibt die Polizei kaum Anzeigen.
Rund drei Monate werden zwischen der Anklage wegen versuchten Totschlags und dem voraussichtlichen Prozessbeginn liegen. Erst im August kommt U-Bahn-Schläger Torben P. vor Gericht.

Nach den Krawallen bei der Räumung des besetzten Hauses Liebigstraße 14 ist ein 37-jähriger Randalierer am Montag zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Die Mutter glaubte den Sohn verloren. Der Vater hatte das Kind in den Libanon geschickt. Der Prozess endete mit einer Überraschung.
Ermittler legten ein Bewegungsprofil für Nadja Auermann an. Damit soll sie der Steuerhinterziehung überführt werden.
Um Geld ging es, möglicherweise auch um die Ehre: 18 Schüsse fielen, als sich im letzten November mehrere Araber vor einem Lokal in Neukölln trafen. Sie gehören zwei Großfamilien an. Fünf mutmaßliche Täter stehen jetzt vor Gericht.

Im Prozess gegen Nadja Auermann und ihren Ex-Mann Wolfram Grandezka wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung wurden die ersten Zeugen vernommen.

Jugendgangs eröffnet
Zwanzig Jugendliche stehen wegen einer Massenschlägerei mit tödlichem Ausgang vor Gericht. Der Hauptangeklagte ist erst 15. Er soll einen 17-jährigen erstochen haben.
Der Arzt und Psychotherapeut Garri R. muss nach dem Drogentod zweier Patienten mit einer Gefängnisstrafe büßen. Das stand auch für die Richter im zweiten Prozess fest.
Aus Eifersucht soll der Spanier Teodoro M. im November 2010 den Berliner Familienvater Bernhard K. mit einem Küchenmesser erstochen haben. Am Dienstag stand er deshalb vor Gericht - und bestritt die Tat.
Das Landgericht Berlin verurteilte den Apotheker Hans-Joachim D., weil er Rezepte abgerechnet hat, ohne dass Präparate ausgegeben wurden. Er richtete einen Schaden von fast elf Millionen Euro an.

Nadja Auermann und ihr Ex-Ehemann sollen neben ihrem Wohnsitz in Monaco eine Villa in Berlin bewohnt haben, ohne hierzulande Einkommenssteuer zu zahlen. Angeblicher Steuerschaden: rund 270.000 Euro. Die 40-Jährige bestreitet die Vorwürfe.
Nach einem „Kiezspaziergang“ von etwa 80 Personen gegen steigende Mieten im Reichenberger Kiez in Kreuzberg im Oktober 2010 muss ein 36-jähriger Demonstrant 300 Euro zahlen.
Eine Ärztin wurde zu 8000 Euro Geldstrafe verurteilt. Sie hatte eine 85-jährige Frau angefahren, die nach einem Sturz verstarb. Ein solcher tragischer Unfall könne allerdings jedem Autofahrer passieren, sagte der Richter.

Nadja Auermann steht von Donnerstag an vor dem Amtsgericht Tiergarten. Die Ermittler werfen ihr vor, ihre Einnahmen nicht in Deutschland versteuert zu haben. Der angebliche Schaden soll 272.000 Euro betragen.