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Lothar Heinke

Der größte Weihnachtsmarkt dreht und bewegt sich auf dem Gelände zwischen den S-Bahnhöfen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke. Aus der Höhe des Fernsehturms sieht man einen langen Streifen voll zuckender Lichterbündel und rotierender Blitze, aus den Fenstern der vorbeifahrenden S-Bahn will das bunte Gelände rings um einen wohl proportionierten Weihnachtsbaum kein Ende nehmen, und wenn du vor dem Eingangstor stehst, überkommt dich kindliche Neugier auf das große Geheimnisvolle: Was erleben wir diesmal?

Von Lothar Heinke

1945, als sie riefen: "Gitler kaput" und als ihre beiden Rotarmisten Kantarija und Jegorow (für einen Frontfotografen) die rote Fahne auf dem Reichstag hissten, kamen sie mit Panzern, "Stalin-Orgeln" und auf kleinen, von Pferden gezogenen Panjewagen in das Land zwischen Oder und Elbe. Es war die Stunde des Triumphes der Sieger, der Trauer um gefallene Kameraden, aber auch die Zeit der Rache: Vergewaltigungen, Plünderungen, Verhaftungen und Reparationen wurden den Söhnen Stalins nie verziehen; das Bemühen der offiziell immer wieder so genannten "ruhmreichen Sowjetarmee" um "Druschba!

Von Lothar Heinke

Da sind sie also wieder, unsere Favoriten im blühenden Garten der Künste. Wohl geordnet, gut sortiert und hell belichtet, festgefügt im güldenen Rahmen der Ewigkeit und bereit, die alten und die neuen Freunde zu empfangen: Gestern konnten wir die drei Stockwerke unserer neuen Alten Nationalgalerie durchstreifen und jahrelang entbehrte Bilderkunst genießen.

Von Lothar Heinke

Eigentlich müsste ich jetzt in Moskau sein, Kaviar essen und Wodka trinken. Oder Marmelade und Sprudel-Wässerchen.

Von Lothar Heinke

Eine vorübergehende Wiederbelebung des Palastes der Republik schon im nächsten Frühjahr und Sommer - bevor die Asbest-Beseitigung beendet ist? Mit Kunstveranstaltungen in den asbestbefreiten Teilen der Baustelle, im Volkskammersaal zum Beispiel?

Von Lothar Heinke

Blendend weiße Marmortreppen und -geländer. Goldene Ornamente an den Durchgängen zu den Sälen und Kabinetten, wo edle Stoffe an den Wänden und sanftes Licht die Räume erhellen und die eigentlichen, goldgerahmten Helden bestens in Szene setzen: Knapp zwei Wochen vor der festlichen Wiedereröffnung blicken wir in die Alte Nationalgalerie.

Von Lothar Heinke

An zwei Tagen im Jahr, so hofft man, lässt die Spaßgesellschaft ihr Getöse und Getue und geht für ein paar Minuten in sich - nächste Woche am Totensonntag und heute am Volkstrauertag. Dieses Gedenken der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft ist so alt wie das Ende des Ersten Weltkriegs.

Von Lothar Heinke

In unserer Serie "pOSThum" erinnern wir an Ereignisse und an Menschen, an Häuser und Dinge aus der DDR von einst. Eine historische Revue mit Geschichten, die für viele damals der ganz normale Alltag waren.

Von Lothar Heinke

Kurz nach dem Mauerfall brachte diese unsere Zeitung ein Plakat hervor, bei dem jeder auf den ersten Blick sah, wie reich wir eigentlich sind. "BERLIN IN EINEM" stand darüber, und dann folgten zwei mal elf Fotos mit zweiundzwanzig ähnlichen Motiven.

Von Lothar Heinke

Während die Bauarbeiten für das Holocaust-Denkmal auf dem Gelände der ehemaligen Ministergärten begonnen haben, nehmen auch die Planungen für einen angrenzenden Wohnungsneubau Gestalt an. Zurzeit läuft ein Architektenwettbewerb, Ende Januar 2002 werden die Sieger ermittelt.

Von Lothar Heinke

Am Tag danach: Der Himmel heult seine Tränen in die bedrückten Seelen der Verlierer, doch allen anderen, die sich als sichere Sieger fühlen, strahlt die Sonne. Rein meteorologisch ist das Tief da draußen ziemlich grau.

Von Lothar Heinke

Lola rennt, Berlin rennt und das Ampelmännchen rennt. Seit genau 40 Jahren lotst der kleine Dicke mit dem Hut die Leute über die Kreuzungen oder versperrt mit ausgebreiteten Armen den Weg.

Von Lothar Heinke

Et es wie et es: All die großen Tiere waren schon mal da, und wenn einige (Gorbatschow, Adenauer) nicht selber kommen konnten, hängt wenigstens ihr Konterfei an der Wand. Meist haben die Präsidenten, Kanzler, Minister, Staatssekretäre, Abgeordnete, Schauspieler, Künstler auf den Bildern ein schmales Kölsch-Glas in der Hand, man hört förmlich dieses gemütliche "Prost!

Von Lothar Heinke

Wenn die Blätter fallen, setzen sich Berlins Karnevalisten die Narrenkappe auf und blicken zuversichtlich in die Zukunft. Da sehen sie einen gewaltigen Zug, wie er sich zwischen Tausenden von Zuschauern im Zickzack-Kurs durch die Innenstadt bewegt.

Von Lothar Heinke

Wir haben hin und her überlegt, wen wir zum Tag der Deutschen Einheit zum besten Wiedervereiniger in dieser Stadt erklären können - wer also legt an diesem Feiertag ganz besondere einheitsfördernde Gaben auf den Tisch der Berliner Republik? Bei wem können wir ganz spontan ausrufen: Jungs, det ist jut so?

Von Lothar Heinke

Heute beginnt eine Serie, mit der wir in loser Folge, sonntags, an Ereignisse und Begebenheiten, an Menschen, Häuser und Dinge aus der DDR erinnern möchten. Kein Blick zurück im Zorn - eher eine DDR-Revue mit Erinnerungen an Geschichten, die für viele bis zum Jahr 1990 der ganz normale Alltag waren.

Von Lothar Heinke

Fans, die sich an Unions Jahr 1968 erinnern, sind rar und haben mittlerweile graue Haare. Viel ist in den 33 Jahren nach dem historischen Pokalsieg-Sonntag am 9.

Von Lothar Heinke

Die Trauer will in uns bleiben, das Entsetzen ist so groß wie vor Tagen, und Angst geht um: Hören wir nicht plötzlich jedes Geräusch eines Flugzeugs mit anderen Ohren als vor dem Katastrophen-Tag? Kommt uns nicht dieses "Was wäre, wenn?

Von Lothar Heinke

Der Palast der Republik, eines der größten Abrüstungsobjekte dieser Republik, scheint immer mehr aus dem Bewusstsein zu entschwinden. Je ruinöser sein Zustand, desto geringer die Hoffnung auf Wiederkehr.

Von Lothar Heinke

Heute ist er wieder bereit, seine Gäste zu empfangen: Der Berliner Funkturm wurde in den vergangenen Wochen ein wenig überholt. Sein gewaltiges, 400 Tonnen schweres Stahlgerippe musste mit Hilfe eines "Nadlers", eines mechanisch betriebenen Geräts, das Vibrationen erzeugt, von Roststellen befreit werden.

Von Lothar Heinke
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