Bei den Wahlen im Libanon geht die Hisbollah überraschend nur als Zweite ins Ziel. Doch das prowestliche Lager wird es nicht leicht haben
Martin Gehlen
Champagnerkorken knallten und Feuerwerkskörper krachten: Die Wahlsieger im Libanon ließen sich ordentlich feiern. Trotz ihres Sieges sind sie aber bereit, die unterlegene Hisbollah wieder in eine Regierung der nationalen Einheit einzubinden.
Siedlungsbau, Palästinenserstaat: US-Präsident Barack Obama will von Israels Regierung endlich Taten sehen.
Ist es eine Wahl zwischen „Krieg und Frieden“, wie jüngst ein libanesischer Politiker behauptete? Oder geht es bei der künftigen Machtverteilung im Beiruter Parlament eher um einen Sieg mit symbolischer Bedeutung?
Quer durch die arabische Welt wurde die Rede von US-Präsident Barack Obama mit Zustimmung und Genugtuung aufgenommen. Die ägyptische Zeitung Almasry Alyoum kommentiert: „Der Präsident kam nach Kairo und sprach zu den Arabern, den Muslimen und natürlich auch zu der ganzen Welt.
Reaktionen der arabischen Presse auf Obamas Rede in Kairo.
Im Libanon wird am Sonntag gewählt. Ist es eine Wahl zwischen "Krieg und Frieden", wie jüngst ein libanesischer Politiker behauptete? Oder geht es bei der künftigen Machtverteilung im Beiruter Parlament eher um einen Sieg mit symbolischer Bedeutung?
Zwar lassen sich die komplexen Probleme im Verhältnis zwischen den USA und der muslimischen Welt nicht von heute auf morgen bereinigen. Aber der Auftritt von Barack Obama in Kairo hat einen wichtigen Impuls gesetzt. Abzuwarten bleibt, wie weit dieser trägt.

Vom Nil aus macht der neue Mann im Weißen Haus seine lange angekündigte große Versöhnungsofferte an die muslimische Welt - ein Vorhaben, das Ägyptens Hauptstadt für acht Stunden in einen Ausnahmezustand versetzt.
Der Nahost-Experte Paul Salem erhofft sich von Obamas Rede in Kairo Impulse für den Friedensprozess.
300.000 Schweine sollen in Ägypten getötet werden, obwohl sich das Schweinegrippenvirus von Mensch zu Mensch überträgt. Doch der Widerspruch stört die Machthaber nicht, sie haben anderes im Sinn.
Seit Dirk Nowitzkis Freundin Cristal Taylor in seiner Villa in Dallas verhaftet worden ist, hat sich das Leben für den deutschen Basketballstar schlagartig geändert.

Hisham Talaat Mostafa, ein ägyptischer Millionär und einflussreicher Politiker, ist am Donnerstag zum Tode verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er den Mord an seiner Ex-Geliebten und bekannten libanesischen Pop-Sängerin Suzanne Tamim in Auftrag gegeben hat.

Der Wahlkampf in Iran kommt in seine heiße Phase. Vier Kandidaten kämpfen am 12. Juni um das Amt des Präsidenten. Als aussichtsreichster Herausforderer Ahmadinedschads gilt der ehemalige Regierungschef Mussawi - aber eigentlich ist es ein Kampf von drei gegen einen.
Sie scheuen das Rampenlicht und agieren gerne hinter den Kulissen. Jahrzehntelang galten die arabischen Staatsfonds am Golf als geheimnisumwitterte Megakassen, die ihre Öleinnahmen am liebsten in westlichen Staatspapieren anlegten und deren Besitzer sich ansonsten der Falkenjagd und schnellen Autos widmeten. Doch die Zeiten ändern sich.

Der Papst zeigt sich beim Treffen mit anderen Religionsvertretern ungewohnt locker – und appelliert zum Abschied an Israel.
Sieben Tage ist Benedikt XVI. durch das Heilige Land gepilgert. Der deutsche Papst schleppt selbstverschuldete Bürden mit sich herum, die ihm wie ein dunkler Schatten folgen. Und er hat mit einer Nahostsituation zu tun, die nicht mehr entwirrbar scheint. Doch gemessen daran hat er das Beste daraus gemacht.

Benedikt XVI. wagte sich am Mittwoch im Nahostkonflikt ein Stück weiter vor, als am Montag bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Tel Aviv. Er forderte die Politiker auf, jede Möglichkeit zu nutzen, um eine Lösung zu finden - und befürwortet einen palästinensischen Staat.

So heilig wie heikel – in Jerusalem erreicht Papst Benedikt XVI. an seinem zweiten Besuchstag in Israel schließlich das Zentrum des Nahostkonflikts. An den heiligen Stätten der drei großen Religionen ruft er zu Dialog und Versöhnung auf.
Jerusalem - Johannes Paul II. nannte es einmal ein „schwieriges Verhältnis, welches praktisch von den ersten Tagen der Kirche bis zur Gegenwart gestört“ war.
Lange war er auf Wanderschaft, wie seine Großeltern, bevor er endgültig sesshaft wurde. Seit vier Jahren lebt und arbeitet Fouad Twal nun in Jerusalem.
Beim Besuch der Gedenkstätte in Jad Vaschem trifft der Papst auch auf Überlebende des Holocaust. Benedikt XVI. geht indirekt auch auf den Skandal um Bischof Williamson ein.
Das Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum war schon immer recht schwierig. Papst Benedikt XVI. versucht nun, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten.
Seine Vorfahren lebten als Beduinen in der jordanischen Wüste. Die Gastfreundschaft habe er sich bewahrt sagt Fouad Twal. Ein Porträt des Patriarchen von Jerusalem.