Vor dem 14. Februar 2005 – dem Bombenschlag auf seinen Vater – hatte Saad Hariri mit Politik nicht viel am Hut. Jetzt ist er selbst Regierungschef des Libanon.
Martin Gehlen
Die Festnahme von neun örtlichen Mitarbeitern der britischen Botschaft in Teheran hat am Sonntag die Spannungen zwischen dem Iran und Großbritannien weiter verschärft. Das Regime ging unterdessen weiter gegen Mitglieder der Opposition vor.
Am 30. Juni werden alle amerikanischen Truppen aus dem Stadtbild der irakischen Städte verschwunden sein. Am Abend zuvor wird in Bagdad eine Unabhängigkeits-Party steigen. Nuri al-Maliki, der schiitische Regierungschef, hat zwei Jahre auf diesen Zeitpunkt hingearbeitet.
Saad Hariri ist am Ziel. „Ich muss vier Jahre lang hart arbeiten, um die Schuhe meines Vaters wenigstens ein bisschen auszufüllen“, hatte er noch 2005 zu Beginn seiner eher zufälligen politischen Karriere gesagt. Jetzt wird er selbst Regierungschef des Libanon, ein Amt, das sein ermordeter Vater Rafik Hariri von 1992 bis 1998 und von 2000 bis 2004 innehatte.
Ein führender konservativer Kleriker im Iran hat nach den schweren Zusammenstößen der Staatsmacht mit Demonstranten die Todesstrafe für Anführer des Protests gefordert. Unterdessen geht der Streit um Nedas Tod weiter.

Um den Tod der iranischen Studentin Neda ranken sich viele Theorien. Jetzt meldet sich der Mediziner zu Wort, der die junge Frau nach den tödlichen Schüssen in Teheran retten wollte.
Die US-Truppen ziehen ab. Doch eine blutige Anschlagsserie weckt Zweifel. Wie stabil ist der Irak?
Im Konflikt um die Präsidentenwahl zeigen sich in der iranischen Führung Risse. Unterdessen reagiert US-Außenministerin Clinton prompt auf Kritik des iranischen Präsidenten an Barack Obama.
Die Herrscher schweigen, das Volk debattiert. Für die meisten arabischen Satellitenkanäle ist der Iran seit Tagen Thema Nummer eins.
Deutschland will weiter mit Iran über dessen Atomprogramm verhandeln. Weil es auch um die eigene Sicherheit gehe, so der Staatsminister des Auswärtigen Amtes. Unterdessen will Teheran sich nicht den Demonstranten beugen.
Ägyptens Präsident Mubarak verliert bislang kein Wort über die Ereignisse in Iran. Jordaniens Monarch geht in Deckung und Saudi-Arabiens Königshaus schweigt. Sie alle haben Angst, dass der demokratische Virus auch auf ihre Bevölkerung erwischen könnte.
Gab es Betrug bei den Präsidentschaftswahlen im Iran? Forscher und Reformkandidat Mussawi präsentieren immer mehr Indizien, dass es nicht mit rechten Dingen zugegangen ist.
"Sie wollte nur, dass die Stimmen korrekt ausgezählt werden." Ihr Verlobter und ihre Eltern beschworen Neda Soltani, nicht auf die Straße zu gehen. Dort wurde die Demonstrantin erschossen. Sie ist zur Ikone des iranischen Widerstands geworden.
Der Wächterrat gehört zu den mächtigsten Bastionen der konservativen religiösen Führung im Iran und unterliegt keinerlei demokratischer Kontrolle.
Sterben live: Im Internet ist der erschütternde Tod einer Frau zu sehen, aber Fernsehen und Zeitungen verbreiten diese Szenen aus Teheran zunächst nicht. Die Bilder aus dem Netz attackieren die Diktatur - und bedrängen die klassischen Medien.
Trotz massiver Drohungen des Regimes und zahlreicher Toter bei Protesten am Wochenende haben Anhänger der Reformbewegung im Iran am Montag erneut im Zentrum von Teheran demonstriert.
Die Demonstrantin stirbt durch die Kugel eines Scharfschützen, und die Bilder dazu gehen um die Welt: Das Schicksal einer jungen Frau namens Neda ist zum Sinnbild geworden einer Rebellion des Volkes gegen sein Regime.
Heftige Straßenschlachten und Tote in Teheran. Das Regime spricht von "bewaffneten Terroristen" und beschimpft Europa. US-Präsident Obama fordert ein sofortiges Ende der Gewalt.
Endlich haben Europa und die Vereinigten Staaten ihre Sprache wieder gefunden. Seit dem Auftritt des Obersten Religionsführers Chamenei beim Freitagsgebet finden die westlichen Staatschefs deutlichere Worte. Das iranische Regime antwortet direkt.
Der eine mobilisiert die Massen, der andere zieht hinter den Kulissen die Strippen. Mussawi und Rafsandschani sind die Hauptgegenspieler des Obersten Religionsführers Chamenei im Iran.
Chamenei preist den „absoluten Sieg“ von Ahmadinedschad und warnt die Opposition
UPDATE In seiner mit Spannung erwarteten Rede bekundete Irans religiöser Führer im Freitagsgebet seine Unterstützung für Präsident Ahmadineschad und schreckte auch vor unverhüllten Drohungen an die Opposition nicht zurück. Brown, Sarkozy und Merkel reagierten mit Sorge.
Irans Regime verfolgt Oppositionelle mit aller Härte / Berichte über Folter im Keller des Innenministeriums und Schlägertrupps

Mit einem Schweigemarsch haben zehntausende Anhänger von Mir Hossein Mussawi in Teheran der Menschen gedacht, die in den letzten Tagen bei Unruhen ums Leben gekommen sind. Nach offiziellen Angaben sind bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Kräften des Regimes mindestens sieben Menschen gestorben.