In der Hansestadt streitet die Politik über Forderungen des FU-Präsidenten
Tilmann Warnecke
FU-Präsident Dieter Lenzen kritisitiert die Berliner Hochschulpolitik und beklagt vor seinem möglichen Wechsel nach Hamburg die Lage der Berliner Universitäten.

Wo ist Dieter Lenzen? Wann tagen die Gremien? Wie geht es weiter? Die Berufung des Berliner Uni-Chefs nach Hamburg geriet am Freitag zum Katz-und-Maus-Spiel. Zwischendurch hieß es: Alles ist abgeblasen. Dann ein Anruf.

Seit Tagen besetzen deutschlandweit Studenten Hörsäle. Sie wollen auf schlechte Studienbedingungen aufmerksam machen aber auch auf gesellschaftliche Missstände. Gibt es eine neue Protestbewegung?

Der Präsident der Freien Universität, Dieter Lenzen, wird als neuer Chef der Universität Hamburg gehandelt. Ein Selbstläufer dürfte seine Kandidatur dort aber nicht werden.
Die TU fordert vom Senat eine Finanzierungsgarantie. Dann könnte er mit den neuen Formulierungen in den Hochschulverträgen leben, sagt TU-Präsident Kutzler.
Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner gibt aus dem Etat der Einstein-Stiftung freiwillig 33 Millionen Euro für den Ausbau der Kindertagesstätten ab.

Der Bildungsstreik vom Sommer soll ab der nächsten Woche mit Aktionen in mehreren deutschen Städten fortgesetzt werden. Das kündigten die Initiatoren der Bildungsstreik-Bündnisses am Dienstag in Berlin an.

Wissenschaftler als Mauerspechte: Auf der großen Auftaktkonferenz der Einstein-Stiftung identifizieren Forscher, in welchen Bereichen künftig Durchbrüche zu erwarten sind. Ein Beispiel: Die Impf-Forschung.
Nach zwei Jahren Gezerre nimmt die Einstein-Stiftung ihre Arbeit auf. 150 Millionen Euro stehen für Wissenschaftsförderung bereit, um die Universitäten international zu vernetzen. Die Opposition kritisiert ein intransparentes Finanzsystem.
Neue Welt-Rangliste für Universitäten aus Schanghai: Harvard liegt vorn. Die LMU München ist auf Platz 55 beste deutsche Uni. HU und FU bleiben disqualifiziert - wegen eines alten Erbstreits.
Empfehlung für die Wahl des Präsidenten: Das Kuratorium plädiert für den Mathematiker Martin Grötschel. Gegenkandidat Steinbach irritiert mit dem Bekenntnis, es sei ein schwerer Fehler gewesen, seine Söhne an der TU studieren zu lassen.
Berlin will seine Kindertagesstätten ausbauen, für 223 Millionen Euro zusätzliche Stellen schaffen. Dafür sucht der Senat jetzt nach Sparpotenzial in anderen Bereichen. In den Blick geraten sind die Hochschulen - und die Einstein-Stiftung.
Bewerber sprangen in diesem Semester massenhaft ab. Viele Nachrücker wurden offenbar erst nach dem Semesterstart zugelassen - und befürchten jetzt, ein Semester zu verlieren.

Bildungs- und Forschungspolitik schwarz-gelb: Gemischte Reaktionen auf die Koalitionsvereinbarungen. Einigen fehlt soziale Gerechtigkeit, andere bejubeln dagegen höhere Investitionen.
Der Mathematiker Martin Grötschel und der Chemiker Jörg Steinbach konkurrieren um das Amt des nächsten Präsidenten der Technischen Universität Berlin.
Kritik an Plänen von CDU/FDP zur Bildung: Mit dem neuen nationalen Stipendiensystem werde die soziale Auslese verstärkt. Sinnvoller wäre es, das Bafög zu stärken.
Die Nationale Akademie präsentiert ihre Studie zur Energieforschung – und erläutert, wie sie künftig die Politik beraten will.

Bezahlbare Medikamente für die Dritte Welt: Detlev Ganten über den Berliner Weltgesundheitsgipfel – und das Jubiläum der Charité.

700 Gäste kamen am Montagvormittag ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt, doch manchen war das Fest nicht glanzvoll genug.
Nach dem Skandal um gefälschte Forschungsanträge an der Universität Göttingen hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt Maßnahmen gegen involvierte Wissenschaftler beschlossen.

Visionäre Gründer, berühmte Forscher und schmerzliche Schnitte: Der Bildungshistoriker Heinz-Elmar Tenorth spricht über die 200-jährige Geschichte der Berliner Universität
Nach einem neuen Ranking gehört die Freie Universität Berlin erstmals zu den besten hundert Universitäten der Welt. Insgesamt schaffen es nur vier deutsche Unis in die Top 100. Sieger ist wie im Vorjahr Harvard.
Die Professoren der Berliner Charité haben zwischen 2006 und 2008 pro Jahr insgesamt gut 40 Millionen Euro über Nebentätigkeiten eingenommen. Ein Professor aus dem Bereich Pathologie und Rechtsmedizin brachte es im vergangenen Jahr allein sogar auf über 2,75 Millionen Euro.