Mit etwas Glück können Pollenallergiker in den nächsten Tagen befreit aufatmen und die Sonne genießen. Der Grund: Die Birkenblüte geht ihrem Ende zu, und die Anfang Mai fällige Gräserblüte hat noch nicht begonnen.
Amory Burchard
Sie hatten Arbeits- und Konzentrationslager und Todesmärsche überlebt. Sie kamen nach jahrelanger Isolation aus Verstecken.
Der Streit um die Kosten des Dokumentationszentrums gefährden das Projekt, zusätzlich engen technische Probleme den Zeitrahmen einAmory Burchard Die Finanzsperre für den Neubau der "Topographie des Terrors" könnte sich schlimmer auswirken als zunächst angenommen. "Das ganze Projekt droht, den Bach runterzugehen", warnt die kulturpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen, Alice Ströver.
Eine Amtsärztin hat eine Wohngemeinschaft für demenzkranke Senioren räumen lassen. Zwei von fünf altersverwirrten Frauen, die in einem Frohnauer Privathaus von einem Pflegedienst betreut wurden, waren innerhalb einer Woche gestorben.
Der Nachbau seines berühmten Hauses am Pariser Platz ist eröffnet wordenAmory Burchard Am 13. April 1932 saß Max Liebermann in seinem Haus am Pariser Platz und plauderte mit den "Jungs und Mädels" von Berlin.
Die israelischen Sicherheitskräfte, die bei der Jüdischen Gemeinde in Berlin beschäftigt werden, erhalten Gehälter etwa wie Oberregierungsräte. In der Vorlage des Senats sind für jede dieser 21 Stellen für "qualifiziertes Sicherheitspersonal aus Israel" jährlich 101 300 Mark an Personalkosten und 3000 Mark Sachkosten eingesetzt.
Eine Exhumierung der verstorbenen Bewohner der drei Altenheime wäre offenbar sinnlos. Der stellvertretende Chefpathologe der Charité, Steffen Hauptmann, erklärte gestern gegenüber dem Tagesspiegel, es könne heute nicht mehr nachgewiesen werden, ob tatsächlich eine Salmonellen-Infektion für den Tod verantwortlich war.
Den roten Teppich ins Berufsleben müssen sich Berliner Krankenpflegeschüler schon selber ausrollen. Dreihundert Jungschwestern- und Pfleger taten genau dies gestern Mittag auf dem Alexanderplatz, an der Weltzeituhr.
Der Solidaritätsappell der Industrie- und Handelskammer Berlin beginnt zu wirken: Im März sind der Stiftungsinitiative zur Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeiter 42 Neumitglieder beigetreten. Darunter sind Firmen wie der Ullstein Verlag, die Herlitz AG, die Pianofortefabrik C.
Die Proteste gegen die vom Senat geplante neue Kita-Verordnung hatten Erfolg. Die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport verspricht jetzt eine Nachbesserung, die bis zum Sommer dieses Jahres in Kraft treten soll: Auch arbeitslose Eltern sollen weiterhin einen Anspruch auf einen Kitaplatz für unter dreijährige und für einen Hortplatz für über sechsjährige Kinder haben.
Der Polizeiärztliche Dienst hat die Kritik des Behandlungszentrums für Folteropfer (BZFO) zurückgewiesen. Das Behandlungszentrum hatte in einem Gutachten belegt, dass Polizeiärzte von Abschiebung bedrohte Bürgerkriegsflüchtlinge oft auch dann für "reisefähig" erklärten, wenn ihnen zuvor von niedergelassenen Ärzten eine Traumatisierung attestiert worden war.
Die Jüdische Gemeinde hat sich von ihrem streitbaren Mitglied Julius Schoeps distanziert. "Mit Bestürzung und Befremden" nehme die Repräsentanten-Versammlung die von Schoeps öffentlich geäußerte Kritik am Sicherheitskonzept zur Kenntnis, heißt es in einer von 16 Mitgliedern einstimmig beschlossenen Resolution.
"Familie Omerovic hat sich entschieden. Wir gehen nach Amerika.
Das Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer erhebt massive Vorwürfe gegen den Berliner Polizeiärztlichen Dienst (PÄD). Die Therapieeinrichtung bezeichnete PÄD-Gutachten über traumatisierte bosnische Bürgerkriegsflüchtlinge gestern als "unprofessionell und offenbar politisch motiviert".
Berlin hat einen neuen Kita-Streit. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) wirft der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport vor, den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz antasten zu wollen.
Motzkus will Empfehlung der Finanzkommission und Senatsbeschluss nicht folgen - Auch Professoren für EntlassungenAmory Burchard Im Weddinger Verwaltungshochhaus der Charité wurde gestern um die 600 Mitarbeiterstellen gerungen, die die Uniklinik nach dem Krankenhausplan einsparen muss. Auf den ersten Blick sah es in der Finanz- und Wirtschaftskommission so aus, als ob sich der streitbare Verwaltungsleiter geschlagen geben müsste: Die Kommission empfahl der Leitung der Uniklinik, keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.
Der Personalrat der Charité hat gestern gegen die von der Klinikleitung geplanten 600 "betriebsbedingten" Kündigungen protestiert. Der Vorsitzende des Personalrats, Ingo Zeplien, wirft dem Verwaltungsleiter Missmanagement vor.
Die Mitarbeiter der Lungenklinik Heckeshorn wollen die Verlegung und Verkleinerung ihres Krankenhauses verhindern. Sie haben ein Bündnis für das "größte Zentrum für Lungenheilkunde und Lungenchirurgie" der Region gegründet.
Die Ost-Berliner Pastorin Almuth Berger berichtete 1988 einem Betriebsleiter von rassistischen Übergriffen gegen vietnamesische Vertragsarbeiter in dessen Werk. Die Theologin wollte den Leiter bitten, für die Ausländer einzutreten.
In Berlin haben seit November 1999 etwa 100 Frauen ihre Schwangerschaften mit der Abtreibungspille Mifegyne abgebrochen. Vor vier Monaten war das Medikament in Deutschland zugelassen worden.
Wenn sich am Sonnabend tausende von Berliner Eltern aufmachen, um gegen die Schulmisere zu demonstrieren, ziehen drei Frauen die Fäden. Heidemarie Eller, Birgit Goßler und Angelika Strüwing - Mütter von Kindern, die das Humboldt-Gymnasium in Reinickendorf besuchen.
Einen Monat nach der Veröffentlichung der "Berliner Liste" mit Unternehmen, die in der NS-Zeit Zwangsarbeiter beschäftigt haben, fällt die Zwischenbilanz ernüchternd aus: Erst sieben Berliner Firmen sind der Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft beigetreten. Nach den "Pionieren" der Entschädigung - dem Pharmakonzern Schering, der Berliner Bankgesellschaft und dem Stromerzeuger Bewag - stehen jetzt auch Heinkel Systemservice für Energieanlagen, Niles Werkzeugmaschinen, die Gebäudemanagementfirma Gegenbauer und die Vertriebsfirma Hopf, Ringleb & Co.
Lobby-Arbeit leicht gemacht, sagte sich der Vorsitzende der Liga der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Berlin und Brandenburg und Caritasdirektor, Axel Bünner: Weil jetzt der Bundestag in der Stadt ist, lud er zum traditionellen Jahresempfang der Liga erstmals auch Bundespolitiker ein. Als Wandelhalle zur Anbahnung öffentlich-privater Partnerschaften hatte sich die Liga den ehrwürdigen Meistersaal am Potsdamer Platz ausgeguckt - in Sichtweite des Reichstages.
Das Ende der Verhandlungen über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern sei in Sicht, hatte es noch am Donnerstag in Berlin geheißen. Als weiterhin strittige Fragen wurden die Aufteilung des Geldes unter den osteuropäischen Staaten und die Einrichtung des Zukunftsfonds genannt.