Die Tagesspiegel-Spendenaktion für das betreute Wohnprojekt geht weiterry "Hier ist man ganz auf sich allein gestellt", sagt die Julia, und sie meint es positiv. Denn die 17-Jährige lebt seit sechs Wochen gemeinsam mit einem anderen Mädchen in einer eigenen Wohnung des Mädchenprojekts "Leben Lernen e.
Amory Burchard
Julius Schoeps macht "Machtspiele und Seilschaften" für die Nichtwahl Nachamas verantwortlich. Verlässt die Berliner Gemeinde den Zentralrat?
"Keiner hat mich angesprochen und gefragt, was ist denn los?", sagt die junge, raue Stimme aus dem Off.
Malerei, sagt der in Dresden und Berlin lebende Künstler Johannes Heisig, ist eine ziemlich einsame Tätigkeit. Über Stunden und Tage sei er im Atelier mit sich selbst befasst.
Wenn sich ein Jahrhundert neigt, haben Erinnerungen Konjunktur. In der Tagesspiegel-Serie "Mein Jahrhundert" kommen Berliner und Berlinerinnen zu Wort, die aus der sonst üblichen Memoiren-Perspektive häufig nur am Rande registriert werden, in deren Erlebnissen sich aber die "große Geschichte" spiegelt.
Wenn sich ein Jahrhundert neigt, haben Erinnerungen Konjunktur. Oft berichten nur die "Profis" der Geschichte: Wissenschaftler, Künstler oder Generäle.
Geertje König hat noch Hoffnung: "Man entscheidet sich doch nicht gegen ein Benefiz-Konzert, weil einem der Anlass ein bißchen fremd ist." Die Leiterin der Kulturabteilung der Norwegischen Botschaft ringt um den Erfolg der Wohltätigkeits-Veranstaltung für Straßenkinder in den Baltischen Ländern, das sie am Sonntag in der Philharmonie organisiert hat.
Christina Rau hat in Berlin zu Spenden für UNICEF-Kinderhilfs-Projekte im Kosovo, in Kambodscha und in Sierra Leone aufgerufen. Die diesjährige Weihnachtsaktion, die die Frau des Bundespräsidenten und neue Unicef-Schirmherrin gestern startete, sei "ein Angebot an alle, die sich mit den täglichen Elendsbildern im Fernsehen nicht abfinden" wollten.
"Sich überhaupt wieder begegnen zu können" - das sei das wichtigste Anliegen der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gewesen, sagt Ella Barowsky. Die Berliner Nachkriegspolitikerin der ersten Stunde - Stadtverordnete für die LDP (später FDP) und Bezirksbürgermeisterin von Schöneberg - engagierte sich früh in dem Projekt der Wiederannäherung zwischen Juden und Nichtjuden.
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wurde 1949 auf Initiative der 1926 in den USA gebildeten International Conference of Christians and Jews (ICCJ) gegründet. Nach dem Krieg unterstützten die Westalliierten 1948 eine ICCJ-Kampagne in Deutschland.
Odessa ist überall, sagt Cora Frost: Ein Ort, den die erfunden haben, die einst dort lebten. Sie verklären die Schwarzmeerstadt in ihrer Erinnerung.
Die Jüdischen Kulturtage, die jetzt zu Ende gehen, waren ein großer Erfolg. Das diesjährige Thema - "Mythos Odessa" - weckte die Neugier auf jene Stadt am Rande Europas.
Tagesspiegel-Leser sind bestimmt keine Weihnachts-Muffel, aber das ganze Jahr möchten nur die allerwenigsten feiern. Das Pro und Contra zum Thema "Fängt Weihnachten nicht viel zu früh an?
"Es geht nicht um den Kampf gegen den Terrorismus. Es geht um Völkermord, um Mord an Kindern, Frauen und Alten.
Heute fahren sieben von der BVG gemietete Busse zwischen 12 und 21 Uhr im 15-Minuten-Takt acht Stationen ab: In Charlottenburg halten die Busse an BVG-Haltestellen an der Leibniz-/Ecke Mommsenstraße, am Savignyplatz und am Fasanenplatz. Die Tiergartener Station ist an der Potsdamer Brücke, die Kreuzberger am Chamissoplatz.
Am Freitagmittag um Punkt zwölf Uhr saßen achtzig Berliner Galeristen in ihren Geschäften und guckten in Richtung Tür. "Ja, wirklich, so sieben bis acht Leute waren schon hier", sagte Doris Leo von "Leo.
Die Ausländerbeauftragte Barbara John hat gestern drei albanischen Familien aus dem Kosovo Spenden von Berlinern übergeben. Auf einem eigens eingerichteten Konto gingen 6000 Mark ein, nachdem die Kriegsflüchtlinge in diesem Sommer aus mazedonischen Lagern in die Stadt gekommen waren.
Es waren traumhafte Bedingungen für einen Auktionator, und Peter Raue nutzte sie meisterhaft: Der prominente Berliner Anwalt konnte bei der Künstler-für-Kinder-Auktion im Jüdischen Museum nicht nur auf die hohe Qualität der zu versteigernden Kunstwerke und die großen Namen ihrer Schöpfer hinweisen, sondern auch auf den guten Zweck. Wenn ihm das Gebot zu niedrig erschien, gab sich Raue echt betroffen und erinnerte die etwa 300 Käufer und Gucker an die Unicef-Projekte, die so dringend auf Spenden warten: "Sie sollen kein Schnäppchen machen.
In der Finanzierung des Jüdischen Museums droht eine Kostenexplosion in zweistelliger Millionenhöhe. Bislang sind für den Libeskind-Neubau an der Lindenstraße in Kreuzberg 120 Millionen Mark veranschlagt.
Wenn sich ein Jahrhundert neigt, haben Erinnerungen Konjunktur. Oft berichten nur die "Profis" der Geschichte: Wissenschaftler, Künstler oder Generäle.
"Wahnsinn" - anders konnte man es kaum nennen, was vor zehn Jahren passierte. Die Menschen sagten es, als sie Günter Schabowski im Fernsehen sahen.
Vor Enttäuschungen und politischen Rückschlägen nach der Aufnahme Polens in die Europäische Union hat Helmut Schmidt gestern in Berlin gewarnt. Probleme mit der Osterweiterung könne es geben, sagte der ehemalige deutsche Bundeskanzler bei einer Veranstaltung des Deutschen Polen-Institus im Roten Rathaus, wenn sich die Polen Illusionen über die Vorteile der Teilnahme am gemeinsamen europäischen Markt machen würden und wenn die Politiker die Schwierigkeiten der wirtschaftlichen Integration verharmlosen würden.
Als kurz nach Mitternacht der Abspann eines Dokumentarfilms des Bayerischen Rundfunks über leukämiekranke Kinder in Russland über den Bildschirm lief, stockte Eberhard Radczuweit der Atem. Die Bilder der von Chemotherapie geschwächten Kinder, ihrer verzweifelten Eltern und der trotz chronischer Unterbezahlung um jedes Leben ringenden Ärzte hatten den Berliner Maler und Graphiker tief getroffen.
Eine junge, überaus begabte und hungrige Kunstszene wartet in Berlin gespannt auf den Ansturm risikofreudiger Kunstsammler mit einer goldenen Nase für modern art. Hilfsprojekte für Menschen, die hierzulande und in aller Welt Not leiden, dürfen auf charity, auf ein bisschen mehr Wärme aus der Mitte jener neuen Gesellschaft hoffen, die hier langsam entsteht.