Adriana Altaras leitet die Jüdischen Kulturtage
Amory Burchard
Kulturwissenschaftler versuchen, Orte der Geschichte zum Sprechen zu bringen
Berliner Wissenschaftskolleg stellt neuen Jahrgang vor
Mit Krankenakten, Verhörprotokollen und Familienfotos hilft das russische Militärarchiv bei der Aufklärung von Kriegsschicksalen
Die Felder der Provinz Farah im Südwesten Afghanistans sind verwüstet. In die Bewässerungskanäle lassen die Dorfvorsteher nur gegen Gebühr Wasser.
Friedrich Gorensteins Leben lässt sich als eine Folge von Niederlagen erzählen. Und als Chronik des Stolzes, sie überwunden zu haben.
"Das soziale Elend wird in Reinickendorf direkt auf der Straße liegen", prophezeit Eva-Maria Heise, Sozialarbeiterin im einzigen Reinickendorfer Wohnungslosen-Treffpunkt. Die Tagesstätte in der Meteorstraße wird zum 1.
Berlin muss sparen. Der Sozialstadtrat von Reinickendorf, Frank Balzer, weiß, wie es geht.
"Privatisierung gemeinnützigen, mit öffentlichen Mitteln angesammelten Vermögens": So nennt der ehemalige Steuerberater des Vereins "Arbeitsgemeinschaft 13. August", Gert Behrens, die umstrittenen finanziellen Transaktionen im Museum Haus am Checkpoint Charlie.
Morgens um neun ist es ruhig im "Haus am Checkpoint Charlie". Im Jahr kommen 600 000 Gäste in das zweiterfolgreichste Museum Berlins.
Rainer Hildebrandt gründete das Mauermuseum im Oktober 1962 in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung in der Bernauer Straße. Ein Jahr später konnte er Räume an der Friedrichstraße mieten - wieder mit Blick auf die Mauer, direkt am Checkpoint Charlie.
Der für das Frühjahr 2002 geplante Baubeginn für das Berliner Holocaust-Mahnmal ist in Gefahr. Der Architekt des Denkmals für die ermordeten Juden Europas, Peter Eisenman, hat die Ausschreibung für die 2700 Beton-Stelen des Mahnmals aussetzen lassen.
Mit Händen, Füßen und mit Pinsel und Farbe haben sie sich kennen gelernt: Kinder aus Neukölln, Cottbus und Tschechien. Ihr Kunstprojekt im Riesengebirge wurde gestern als eine von 17 deutschlandweiten West-Ost-Schulpartnerschaften vom Bundespräsidenten ausgezeichnet.
Berlin muss sparen. Aber gleichzeitig kommen immer mehr Ausgaben auf das Land zu.
Nach dem Streit um Honorarnachzahlungen in Millionenhöhe an Direktor Rainer Hildebrandt steht das Museum Haus am Checkpoint Charlie weiter in der Kritik. Jetzt hat die Bundeszentrale für Politische Bildung Zuschüsse für die Bildungsarbeit des Museums vorerst gestoppt.
Draußen regiert der böse Geist des verfrühten Aprilwetters. Eben noch strahlender Abendhimmel über dem Diplomatenviertel in der Tiergartenstraße, im nächsten Moment schnürt der Regen.
Das Kuratorium der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas hat am Donnerstag Abend über die bauliche und gestalterische Konzeption für das Mahnmal und den Ort der Information diskutiert. Das Konzept der Ausstellungsgestalterin Dagmar von Wilcken für das unter dem Stelenfeld Peter Eisenmans gelegene Infozentrum sei bekanntlich "in Grundzügen akzeptiert", sagt die Geschäftsführerin der Stiftung, Sibylle Quack.
Peter Eisenman hat gestern in Berlin seine aktuelle Konzeption für das Mahnmal für die ermordeten Juden Europas erläutert. Die 2700 Stelen sollen jetzt definitiv aus Beton gefertigt werden, sagte Eisenman dem Tagesspiegel.
Es war ein dramatischer Auftritt, den die neue Direktorin des Polnischen Instituts hinlegte: Die Germanistin und Theaterwissenschaftlerin Joana Kiliszek hatte sich und ihrem Team Papiermasken gebastelt, die eine nach dem anderen bei der Vorstellung am Dienstagabend vom Gesicht nahm. "Jünger, wilder und frecher" als bisher werde das Programm des Instituts in der Karl-Liebknecht-Straße, versprach die Anfang 30-jährige Warschauerin, die vorher das Polnische Haus in Leipzig leitete.
Das Berliner Haushaltsloch wird immer größer. Um es zu stopfen, greift die rot-rote Koalition nach einem 100-Millionen-Batzen, dem Uniklinikum Benjamin Franklin.
Den Deutsch-Jüdischen Geschichtspreis am 27. Januar in Berlin zu verleihen, war "eine offensive Form", den Holocaust-Gedenktag zu begehen.
Bis vor kurzem, sagen die Schülerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern, hatten sie keine Ahnung, dass der 27. Januar ein besonderes Datum ist.
Nach fast zweijährigem Baustopp kann das nationale NS-Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" in Mitte weitergebaut werden. Ein Gutachten der Technischen Universität Dresden schaffte jetzt einen wichtigen Stolperstein aus dem Weg und bescheinigte die Machbarkeit einer kostengünstigeren Bauweise.
Queen Esther Marrow und die Harlem Gospel Singers im Tempodrom: Eine große Stimme, hochbegabte junge Solisten, ein hochkarätiger Chor, eine tolle Band. Das Publikum sieht eine großartige Bühnenshow aus New York - aber richtig hören können es nur die Menschen in den ersten Reihen und auf den höheren Rängen.