
Mahlers 1. Symphonie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marc Albrecht in der Philharmonie.

Mahlers 1. Symphonie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marc Albrecht in der Philharmonie.

Eine Mutter trauert um ihr Kind. Der schwedische Filmemacher Jöns Jönsson betrachtet in seinem Debüt die Folgen eines Traumas: Seine Protagonistin muss den Freitod der Tochter verarbeiten.

Aki Kaurismäki, Finnlands berühmtester Filmemacher, ist ein wortkarger Mensch. Um so schöner, dass Peter von Baghs Monografie „Kaurismäki über Kaurismäki“ so viele Interviews mit dem Regisseur enthält.

Ein Armutszeugnis: Berlin, die Hauptstadt der Moderne mit einer grandiosen Kunstsammlung, kann seine Schätze des 20. Jahrhunderts seit Jahrzehnten nicht angemessen präsentieren. Jetzt wird es noch schlimmer, weil sich der Bund einem Neubau verweigert.

Hilfe, die Winterdepression steht vor der Tür! Zum Glück schenkt sich Berlin ab dem 2. Oktober wieder ein Lichterfest, über 70 Gebäude werden illuminiert. Eine Glosse zur hauptstädtischen Lichttherapie.

Christian Petzold erinnert sich an den Fall der Mauer und den Irrsinn danach. Er verrät seinen Lieblingsplatz im Kino und welches deutsche Volkslied das beste ist.

Der dritte Abend im Schumann-Brahms-Zyklus der Berliner Philharmoniker: Rattle dirigiert wider den Konsens, bürstet die Romantiker gegen den Strich. Ein interessantes Experiment, mit bislang fragwürdigem Ausgang.

Das Deutsche Symphonie Orchester startet im Rahmen des Musikfests unter Tugan Sokhiev mit Reimann, Schumann und Tschaikowsky in die Saison.

Am Montagabend wurden in Berlin die First Steps Awards vergeben, zum 15. Mal. Gleich fünf der sieben Preise gehen an Absolventen der Filmakademie Ludwigsburg. Den Hauptpreis trägt jedoch der Münchner Filmstudent Damian John Harper mit "Los Ángeles" davon.

Peter Eötvös dirigiert bei den Philharmonikern sein 2. Violinkonzert, Patricia Kopatchinskaja spielt es. Eine Sternstunde des Musikfests

Das Filmfest Venedig hat anders als Berlin und Cannes keinen flankierenden Filmmarkt. Deshalb setzt es besonders stark auf die Filmkunst. Die Preise der 71. Filmfestspiele würdigen das auf sehr kluge Weise.
Auch das Kino wird kriegerischer: Bilder von Gewalt und Horror dominieren das 71. Festival am Lido

Das Filmfest von Venedig nähert sich langsam seinem Finale. Neben braven italienischen Beiträgen und einer philosophischen Farce aus Schweden überrascht eine tragikomische Bergbesteigung mit Michel Houellebecq.

Filmfest Venedig: Brave italienische Beiträge und eine Bergbesteigung mit Michel Houellebecq

Mit seinem Festivalbeitrag "The Cut" wagt sich der deutsche Regisseur Fatih Akin bei den 71. Filmfestspielen in Venedig an ein türkisches Tabu: den Völkermord an den Armeniern.

Verspiegelte Brille, hochstehender Haarschopf, zwei schöne Frauen im Arm: Show kann Kult-Schauspieler Al Pacino verdammt gut. Auf dem Filmfest in Venedig hat er gleich zwei Eisen im Feuer.

Die ersten Filme bei der Biennale in Venedig sind angelaufen. Sie zeigen indonesische Massenmörder ohne Reue und suchen die österreichische Seele im Keller.

Mit Alejandro Iñárritus Superhelden-Komödie „Birdman“ eröffnen die 71. Filmfestspiele von Venedig. Der Wettbewerb um die Weltpremieren wird unterdessen immer härter.

Der Radarturm auf dem Tempelhofer Feld in Berlin darf nicht wackeln. Wegen der Antenne. Eine Kugel-Inspektion in luftiger Höhe.

Der kanadische Filmemacher Xavier Dolan bleibt mit dem Psychothriller "Sag nicht, wer du bist!" seiner Linie treu: Die Mutter-Sohn-Geschichte inszeniert er als Etüde über die Irrationalität der Trauer und Faszination der Gewalt.

Sichern und sichtbar machen: Die deutschen Archive wollen das Filmerbe ins digitale Zeitalter retten. Letztes Jahr wurde Alarm geschlagen, jetzt gibt es erste Entwarnungen. Aber das Geld reicht noch lange nicht.

Frans Brüggen war einer der Pioniere der Alten Musik und hat die Blockflöte wieder konzerttauglich gemacht: Letzte Woche ist der Dirigent und Musiker mit 79 Jahre in Amsterdam gestorben.

Er erzählte von Krisen, Konflikten und Kriegen: Peter Scholl-Latour war eine Reportage-Legende, ein gefragter Experte fürs Fernsehen und ein großer Welterklärer. Nun ist der Journalist und Autor mit 90 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

Die amerikanische Regisseurin Kelly Reichardt ist eine der wichtigsten Independent-Filmemacherinnen des Landes. In ihrem Ökoterrorismus-Film „Night Moves“ erkundet sie, was von den Idealen des einstigen Liberalismus übrig geblieben ist.
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