Dem Spaziergänger können die Eigentumsverhältnisse im Wald egal sein. Es gibt keine Zäune, keine Schilder und kaum Unterschiede zwischen Privat- und Staatsbesitz.
Claus-Dieter Steyer
Der Streit um den Güterfelder Bauernmarkt könnte oberflächlich als Provinzposse durchgehen. Da finden eine Kreisverwaltung und ein Ministerium keine Einigung und rufen das Gericht als Schlichter an.
Vor einer Fahrt zum Bauernmarkt in Güterfelde bei Potsdam stehen immer dicke Fragezeichen. Sind die 14 Verkaufsstände für Obst, Gemüse, Fleisch, Eier, Brot, Fisch und andere Landprodukte geöffnet oder auf Behördenanweisung längst wieder geschlossen?
"Smooth traffic - ruhiger Verkehr" steht auf den elektronischen Anzeigetafeln an den Hauptstraßen nach Potsdam. Der Verdacht einer Dauerschaltung liegt nahe, so wenig wechseln im Laufe des Tages diese Zeilen.
Kein Zaun, kein Tor, kein Schlüssel, dafür ein rot-weißes Band zwischen zwei Bäumen - schließlich sollte eine Landschaft eingeweiht werden. Vier Jahre hat der italienische Architekt Pirzio Biroli an der Wiederherstellung der Bornimer Feldflur gearbeitet, gestern wurden die 800 Hektar nördlich von Potsdam eingeweiht: Zu Musik von Mozart schritten dann Landwirtschaftsminister Wolfgang Birthler und Oberbürgermeister Matthias Platzeck zur Tat, zerschnitten das Band und eröffneten damit "das göttliche Fleckchen Erde", wie Platzeck sagte.
Besichtigen macht hungrig - und liebliche Blumen wecken offenbar den Wunsch nach Deftigem: Jedenfalls verschlangen die Besucher, die bis zur Halbzeit die Bundesgartenschau besuchten, bereits 170 000 Portionen Erbsensuppe - die damit der Renner in den Gastronomiezelten ist. Zum Thema Online Spezial:Die Bundesgartenschau in Potsdam Diese und ähnliche Zahlen präsentierte gestern Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck (SPD) anlässlich der offiziellen Halbzeit der am 21.
Der erste deutsche Meister in der "Solarbundesliga" hat leicht geschummelt. Das kleine Uckermark-Dorf Geesow an der Grenze zu Polen hat den Wettbewerb der Deutschen Umwelthilfe und der Zeitschrift "Solarthemen" zwar gewonnen, aber im Ort selbst findet der Besucher keine Sonnenkollektoren oder -module auf den Dächern.
Elstal. Die Zukunft des Olympischen Dorfes von 1936 im westlich Berlins gelegen Elstal bleibt weiter spannend.
Auf den Knalleffekt beim gestrigen Besuch des Bundeskanzlers an der Cottbuser Universität war Verlass. "Licht aus, Ohren zuhalten und Start", kommandierte ein Fachmann im großen Elektroniklabor.
Der Präsident der Uni Cottbus, Ernst Siegmund, mahnt die Lausitz zur Eile. "Die Region müsste sich in einem Wettlauf mit der Zeit befinden", sagt der aus Schwaben nach Ostbrandenburg gekommene Physik-Experte.
Fast wie im Märchen: Wenn Karl Wilhelm Graf Finckenstein durch die Straßen des kleinen Dorfes Alt-Madlitz fährt, zeigt er unentwegt nach links und rechts und sagt Sachen wie "alles neu", "vieles privat bezahlt" oder "wird alles noch besser".Am Straßenrand nehmen ältere Herren den Hut vom Kopf, winken die Frauen, wenn der Graf vorbeifährt.
Runder Kopf, große Tatzen, wackeliger Gang und neugierige Augen: Ein kleines Tiger-Baby ist die neue Attraktion im Eberswalder Zoo. Entzückt und fasziniert drängen sich die Besucher im Raubtierhaus, um einen Blick auf das flauschige Etwas zu erhaschen, aus dem einmal ein gefährliches Raubtier werden soll.
Die Lagergemeinschaft Ravensbrück protestiert gegen Pläne einer Umgehungsstraße für Fürstenberg über das Gelände des früheren Jugend-KZ Uckermark. "Wir sind entsetzt über so eine Variante", sagte die Sprecherin der Gemeinschaft, Christine Krause.
Die Brücke treibt dem Skipper Schweißperlen auf die Stirn. Hier soll ein Hausboot durchpassen?
Rein rechnerisch gibt es den Streit um das "Jagdschloss Hubertusstock" gar nicht. Es existiert nur einmal und steht seit 1849 am gleichen Ort - in der Schorfheide, wo Friedrich Wilhelm IV.
Fenster und Türen schließen per Knopfdruck, der Waschtisch im Bad fährt je nach Wunsch hoch oder runter und im Schrank hängt die Kleiderstange extra niedrig - ein idealer Raum für Rollstuhlfahrer. Andere Räume sind speziell für Sehschwache ausgerüstet: Der Badewannenvorhang ist kontrastreich, das Telefon mit den großen Nummern sendet bei jedem Anruf einen grellen Blitz aus.
Die Landesregierung hat gestern der Belegschaft des von der Schließung bedrohten Bombadier-Werkes für Schienenfahrzeuge in Hennigsdorf ihre volle Unterstützung zugesichert. "Quer durch die Parteien stehen wir zum Standort", sagte Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) vor rund 1200 Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung vor dem Werktor.
Im Betriebsrat des von der Schließung bedrohten Werkes für Schienenfahrzeuge in Hennigsdorf stehen die Zeichen auf Sturm. "Wir 2500 Beschäftigten lassen uns nicht an der Nase herumführen", sagt der Vize-Vorsitzende Karl-Heinz Graffenberger.
Der Frankfurter Oberbürgermeister genießt den Spaziergang übers 10. Deutsch-Polnische Oderfest.
In der Partei geht es drunter und drüber. In welcher Partei?
Preußen ist so fern wie eh und je. Es dominieren die Klischees in Schwarz und Weiß.
Brandenburg: Zum Tod von Hedwig Bollhagen: Einfache Kunst für den Alltag, Zeitloses für die Ewigkeit
Die Keramikerin Hedwig Bollhagen ist tot. Die Künstlerin starb am Freitag im Alter von 93 Jahren in Marwitz, teilten die nach ihr benannten HB-Werkstätten für Keramik mit.
Lychen. Russische Wegweiser mitten in Brandenburg?
In diesen Tagen steht sie wieder auf den Speisekarten ausgewählter Fischrestaurants im nördlichen Brandenburg: die Maräne. Da die lachsartige Spezialität für ihr Wachstum vor allem klare und tiefe Seen benötigt, gilt sie in Fachkreisen als Gradmesser für den Gewässerzustand.