Im Fall der seit einer Woche verzweifelt gesuchten 12-jährigen Ulrike Brandt aus Eberswalde sieht sich die Polizei wachsender Kritik ausgesetzt. Viel zu spät sei der Zusammenhang zwischen einem ausgebrannten VW Polo und dem Verschwinden des Mädchens erkannt worden, beklagten sich Einwohner.
Claus-Dieter Steyer
Das Schicksal der vor fast einer Woche verschwundenen 12-jährigen Ulrike Brandt aus Eberswalde blieb auch gestern ungewiss. Ihre Eltern identifizierten in einem ausgebrannten Auto Teile eines Rucksacks und einer Haarspage als Eigentum der Tochter.
Trotz eines noch einmal aufgestockten Großaufgebotes der Polizei blieb auch am Dienstag die Suche nach der 12-jährigen Ulrike Brandt aus Eberswalde bis zum Abend erfolglos. 320 Beamte durchkämmten erneut den Flugplatz Finow sowie die Wälder rechts und links der Straße von Eberswalde nach Biesenthal.
Bei ihrer Großfahndung nach der vor fünf Tagen verschwundenen 12-jährigen Ulrike Brandt aus Eberswalde verfolgt die Polizei seit Montag eine möglicherweise erste heiße Spur. Die 320 Einsatzkräfte erhielten ein Phantombild eines jungen Mannes.
Der Präsident des Karneval-Verbandes Lausitz hatte nicht zu viel versprochen. "Wir bringen Cottbus zum Kochen", rief Frank Czepok.
Schneemänner mitten auf der Autobahn kommen in Brandenburg nicht sehr häufig vor. Doch mit den weißen Gesellen am ungewöhnlichen und obendrein gefährlichen Ort vertrieben sich im Stau festsitzende Familien tatsächlich die Zeit auf dem südlichen Berliner Ring.
Einen besseren Wegweiser hätten sich die neuen Antiquariate in der Bücherstadt Wünsdorf gar nicht wünschen können. Auf einem Sockel thront die überlebensgroße Statue eines Kosmonauten oder Jagdfliegers.
Die Statistik vermerkt sie nur trocken und sachlich: "Bei der Auflösung des russischen Militäroberkommandos Wünsdorf am 31. August 1994 wurden auch 404 Katzen, 25 Hunde, eine Ziege und ein Mufflon gefunden.
Das Urteil des obersten Brandenburger Denkmalschützers steht fest: "So etwas gibt es in Mitteleuropa nicht ein zweites Mal." Professor Detlef Karg, der den offiziellen Titel "Landeskonservator" trägt, spricht in höchsten Tönen von großen Holztafeln mit Figuren, Landschaften und Schriften.
So sieht also "eine der größten ostdeutschen Problemregionen" aus: bunte Eigenheimsiedlungen bestimmen die Stadtgrenzen, das Einkaufszentrum Oder-Center ist schon am Morgen gut gefüllt, am Horizont brennt eine Erdgasflamme der Raffinerie PCK, das kommunale Theater präsentiert einen erstaunlich bunten Spielplan, Lastwagen von zwei großen Papierfabriken donnern durch die breiten Straßen, aus Bussen steigen Touristen für eine Tour durch den nahen Nationalpark Unteres Odertal.Nein, zumindest auf den ersten Blick machte die Stadt Schwedt im Brandenburger Nordosten beim gestrigen Kanzlerbesuch einen überaus freundlichen Eindruck.
Durch die Hupe des Triebwagens lässt sich das Reh am Gleis nicht aus der Ruhe bringen. Erst beim zweiten Versuch dreht es leicht den Kopf und läuft in den Wald zurück.
Im Erdboden vergrabene Waffen und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg sind offenbar erneut in falsche Hände geraten. Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen sechs Personen im Alter von 24 bis 39 Jahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, teilte Sprecherin Sigrid Komor gestern auf Anfrage mit.
Eine ungewöhnliche Erfahrung mit dem Winterwetter machten viele Autofahrer und Fußgänger am gestrigen Morgen in Brandenburg. Sie kamen dort am besten voran, wo die Räumdienste noch nicht ans Werk gegangen waren.
Die Zukunft des Nationalparks Unteres Odertal bei Schwedt steht offenbar auf der Kippe. Sowohl in der Region als auch zwischen Umweltministerium und dem Förderverein für Brandenburgs einziges Naturschutzgebiet dieser Art verhärten sich die Fronten.
Der Zufall hat den schwarzen Peter dem kleinen Dorf Hertefeld zugeschoben. Wie ein böser Fluch liegen die Buchstaben BSE über dem Ort im Havelland, nachdem in einer hier heimischen Rinderherde die unheimliche Krankheit nachgewiesen wurde.
Die hektische Betriebsamkeit im Öko-Dorf Brodowin bei Eberswalde sagt alles. Wer hier von der Landwirtschaft lebt, braucht sich in diesen Tagen nicht über mangelnde Arbeit zu beklagen.
Die Krise der Bankgesellschaft Berlin hat nach Angaben der Betreiber keine Auswirkungen auf den Eurospeedway Lausitz. Das Unternehmen sei zwar Projektträger und Teil-Finanzier der 120 Kilometer südlich Berlins gelegenen Rennstrecke gewesen.
Nach der Bestätigung des ersten Brandenburger BSE-Falles werden in dem betroffenen Agrarbetrieb in Hertefeld bei Nauen alle 449 Tiere, davon 316 Milchkühe getötet. Diese Entscheidung gab gestern der zuständige Landrat Burkhard Schröder in Rathenow bekannt.
Hiesige Feinschmecker können sich jetzt auf die "Kraft der Prärie" freuen. So umschreibt Spreewaldwirt Peter Franke aus Werben das Fleisch des Bisons.
Rotweinkenner dürften die Erfindungen aus Oranienburg entweder entrüstet ablehnen oder begeistert probieren. Denn die Firma Protekum hat aus ihren Produkten den Alkohol verbannt, ohne auf die besondere Wirkung des Saftes der roten Trauben zu verzichten.
Im Land Brandenburg gibt es wahrscheinlich den ersten BSE-Fall. Darauf deutet der positiv verlaufende Test eines aus Brandenburg stammenden Rindes hin.
Der Weg aus Rotterdam in die Märkische Schweiz hatte sich für Bob Sondermeijer nur zur Hälfte gelohnt. Denn er stand zwar wie gewünscht vor dem Sommersitz seines berühmten Großvaters John Heartfield.
Sozialminister Alwin Ziel (SPD) gerät durch die Folgen der Flucht des Sexualverbrechers Frank Schmökel aus dem Maßregelvollzug erneut unter Druck. Die Witwe des von Schmökel in Strausberg erschlagenen Rentners will das Land Brandenburg auf Schadenersatz und Unterhaltszahlungen verklagen.
Gewohnt lässig greift der junge Mann zur Dose und öffnet mit einem kräftigen Daumen den Deckel. Doch statt des erwarteten Zischens des Inhaltes herrscht Stille.