
Bei den landeseigenen Vivantes-Kliniken kommen und gehen die Chefs, Staatsanwälte ermitteln, Mitarbeiter sind verunsichert - was ist los? Eine Analyse.

Bei den landeseigenen Vivantes-Kliniken kommen und gehen die Chefs, Staatsanwälte ermitteln, Mitarbeiter sind verunsichert - was ist los? Eine Analyse.

Ein Bericht der Krankenkasse DAK kommt zu dem Ergebnis, dass die Berliner häufiger krank sind als andere Menschen im Bundesgebiet. Auch der Senat hat eine Studie vorgelegt, bei der Berlin besser abschneidet: So wird in der Hauptstadt weniger geraucht und getrunken. Aber dafür haben die Berliner da ein anderes Problem.

Mit Streiks legt die Gewerkschaft Verdi heute große deutsche Airports lahm. Auch Berlin ist davon indirekt betroffen. Mindestens 33 Verbindungen von und nach Tegel fallen aus.

Für den Knochenjob in der Altenpflege gibt es oft nur elf Euro brutto die Stunde. Vor allem die Caritas würde gern mehr zahlen - doch Senat und Kassen erhöhen die Mittel nur zögerlich.

Am Donnerstag wird Berlin bestreikt, Verdi will den Druck erhöhen. Bundesweit fordert die Gewerkschaft 100 Euro zusätzlich im Monat plus 3,5 Prozent mehr Lohn, die öffentlichen Arbeitgeber lehnen das ab.

An Europas größter Universitätsklinik eskaliert der Streit zwischen Vorstand und Fakultät ums Geld. Der kaufmännische Leiter der Dekanin ist suspendiert.

In der neuen Gewaltschutzambulanz der Charité können sich Betroffene kostenfrei untersuchen lassen. Kommt es zum Prozess, können sie die Tat beweisen. Leiter der Ambulanz ist der renommierte Rechtsmediziner Michale Tsokos.

Es war ein Skandal, der bundesweit Wellen schlug. Übrig geblieben ist wenig: Der 2012 wegen eines Missbrauchsverdachtes gekündigte Pfleger muss wiedereingestellt werden. In der Charité berät man sich nun.

Sexualmediziner Klaus Beier spricht im Interview über sein Präventionsprojekt für Pädophile, Misserfolge bei der Therapie und die Angst der Betroffenen vor Stigmatisierung.

Der Charité-Aufsichtsrat tagte: Die Klinik kann 35 Millionen Euro zusätzlich als Gewinn verbuchen. Das fragwürdig geparkte Geld muss aber in der Forschung bleiben.

Die Charité schafft in diesem Jahr wohl nur eine schwarze Null - verständlich bei all den Baustellen. Noch hat die Universitätsklinik nicht mal die Bilanz für 2013 fertig.

Schwestern und Pfleger haben am Montag in den Vivantes-Kliniken die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft will am Dienstag nachlegen - und die Schleusen bestreiken.
Am Montag treten Schwestern und Pfleger in mehreren Vivantes-Krankenhäusern in einen Warnstreik, Der Konzern bereitet sich intensiv auf den Arbeitsausstand vor - und will zahlreichen Patienten mit Terminen telefonisch absagen.

Am kommenden Montag könnte es in drei Berliner Kliniken zu massiven Beeinträchtigungen für die Patienten kommen. Die Beschäftigten von Vivantes wollen nach Tagesspiegel-Informationen mit einem Warnstreik den Druck in den bundesweiten Tarifverhandlungen erhöhen.

Dem Finanzchef des Klinikkonzerns wird fortgesetzte Bestechlichkeit vorgeworfen. Nun wurde der Beschuldigte suspendiert – es ist ein weiterer Fall in einer langen Serie.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Berliner Charité wegen der gehorteten 40 Millionen Euro Drittmittel, die außerhalb der offiziellen Bilanzen verbucht wurden. Klinik-Chef Einhäupl widerspricht der Kritik - und erhält Rückendeckung aus dem Abgeordnetenhaus.

Die zuständige Tarifkommission der Pflegekräfte an der Charité will zu einem Warnstreik aufrufen. Kommt keine Schlichtung, müssten bald Stationen gesperrt werden.
Die Charité verbuchte 40 Millionen Euro nicht korrekt – nun drohen ernste Konsequenzen, auch für Forschungsprojekte

Die Charité verbuchte 40 Millionen Euro Drittmittel nicht korrekt – nun drohen ernste Konsequenzen: Die Helmholtz-Gemeinschaft hat die Finanzierung eines wichtigen Forschungsprojekts vorerst gestoppt.

Erst entdecken Wirtschaftsprüfer gebunkerte Millionen, nun droht auch noch ein Ausstand: Am größten Universitätsklinikum in Europa bleibt es turbulent.

Die Charité legt ihre Jahresbilanz überraschend nicht offen: 40 Millionen Euro sollen unkorrekt verbucht worden sein, sagen Prüfer. Ein Krankenhaus ohne Diagnose.

Bäder marode, Brücken gesperrt - der Senat habe versagt, erklärt Udo Wolf, der Linken-Chef im Abgeordnetenhaus. In den populärer werdenden Volksabstimmungen sieht er eine Bereicherung.
Obwohl sich der zuständige Sozialsenator Mario Czaja (CDU) seit fast zwei Jahren darum bemüht, Flüchtlinge gleichmäßig auf die Bezirke zu verteilen, sind in einigen Stadtteilen deutlich mehr Asylbewerber untergebracht als in anderen. Die Liste der Bezirke führt Mitte mit 1230 Männern, Frauen und Kindern an.

Die Abgeordneten in der Linksfraktion streiten sich – am Dienstag will Chef Udo Wolf sagen, was in den nächsten Monaten ansteht.
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