
Einst waren es Dissidenten von jenseits des Eisernen Vorhangs, die den dauerzerknirschten Westlern moralisches Empfinden und Realitätssinn zurückbrachten. Heute müssen diese Aufgabe freiheitsliebende Muslime übernehmen.

Einst waren es Dissidenten von jenseits des Eisernen Vorhangs, die den dauerzerknirschten Westlern moralisches Empfinden und Realitätssinn zurückbrachten. Heute müssen diese Aufgabe freiheitsliebende Muslime übernehmen.

Wer sagt, ein Christ dürfe sich nicht freuen über die Tötung eines Feindes der Menschheit, spricht ihm das Recht ab, aktiv für Frieden zu streiten. Bin Laden ist tot. Darf man sich darüber freuen?

Bin Ladens Tod markiert eine Zäsur. Die Terrorgefahr ist mitnichten gebannt, überdies lässt sich über die Legalität außergerichtlicher Tötungen philosophieren. Doch mit dem Oberterroristen stirbt auch der in Tora-Bora-Tagen erworbene Mythos der Unverwundbarkeit.

Der Affront: Warum die Nato-Konferenz für Deutschland ein Debakel war.
Der Affront: Warum die Nato-Konferenz für Deutschland ein Debakel war
Der Affront: Warum die Nato-Konferenz für Deutschland ein Debakel war

Wie weiter in Libyen? Das ist die entscheidende Frage. Man kann aus guter Absicht einen dummen Krieg beginnen. Irgendwann aber muss jenes Maß an Augenmaß in die Debatte zurückkehren, das am Anfang fehlte.

Bob Dylan in Peking, ein doppelter Geniestreich: Wie es dem Großmeister gelang, die chinesischen Zensoren zu überlisten - und einen Teil seiner Fans.

Die Bambis aus dem FDP-Jugendzentrum müssen gar nichts neu machen, schreibt Malte Lehming im "Kontrapunkt". Sie brauchen nur abzuwarten: Die Zeit ist auf ihrer Seite.

In den USA lässt ein Pastor den Koran verbrennen – und in Afghanistan tobt die Gewalt. Erst wenn die Gesellschaft dort versteht, dass sie auch Meinungen dulden muss, die ihr elementar zuwider sind, wird sie notwendige zivilisatorische Reife hervorbringen.
Wenn die Realität Kapriolen schlägt, wird das Unwahrscheinliche für möglich gehalten
Wenn die Realität Kapriolen schlägt, wird das Unwahrscheinliche für möglich gehalten. In diesem Jahr war es besonders leicht, Aprilscherze anzubringen.
Amerikaner, Franzosen und Briten erwägen, die libyschen Rebellen mit Waffen zu versorgen, damit sie schneller den Diktator Gaddafi stürzen können. Es erstaunt, wie einfach davon ausgegangen wird, dass die Rebellen in Libyen schon irgendwie gut und demokratisch sind.
Ein unwilliger Innenminister, Islamvertreter, die nicht beanspruchen können, die Muslime in Deutschland zu repräsentieren, und eine Debatte, die dem Rahmen längst entwachsen ist. Es ist an der Zeit, die Islamkonferenz abzuschaffen. Ein Kommentar.

Barack Obama hat gesprochen. In Libyen werden die Werte des Westens verteidigt, sagte er. Die Unruhen in der arabischen Welt und wir - neun Quizfragen nach neun Kriegstagen.

Bei Schwarz-Gelb drängen sich frappierende Parallelen zur Endzeit von Rot-Grün auf. Ob Atomdebatte oder Libyen-Konflikt, Kanzlerin Merkel sucht die Mitte - und findet sie nicht.

…ist meist das Gegenteil von gut. Malte Lehming erläutert im Kontrapunkt, warum die "Odyssee Morgendämmerung", mit der eine Kartenhauskoalition der Willigen in Libyen eingreift, falsch und töricht ist.

Japan wurde vom schwersten Erdbeben seiner Geschichte heimgesucht. Die Bilder davon sind so real wie unfassbar. Der Verstand aber, der gewohnt ist, in Kategorien von Schuld und Ursache zu denken, drängt uns sofort eine Lehre auf.

Freier Markt, Euro, Familie, Gott, Wehrpflicht - auf vielen Gebieten haben die Konservativen bereits Kränkungen erlebt. Mit ihrer Wende in der Kernenergiepolitik verlieren sie einen letzten Halt.
Mit ihrer Wende in der Kernenergiepolitik verlieren die Konservativen einen letzten Halt
Es ist wahrlich ein Wunder der Natur, dass den Merkels, Westerwelles und Röttgens, den wandelbaren Pinocchios der deutschen Politik, nicht allesamt lange Nasen wachsen, dass sie nicht wenigstens erröten und einen Moment die Augen niederschlagen. Aber nein, sie haben mal wieder alles richtig gemacht; doch sie merken nicht, welchen größten anzunehmenden Unsinn sie da schon wieder reden.

Von 9/11 zu 3/11: Dem Déjà-vu-Erlebnis kann man sich kaum entziehen. Die beherrschenden Gefühle sind Angst und Wut. Warum die Ereignisse in Japan eine ähnlich historische Zäsur markieren wie die Terroranschläge vom 11. September 2001.

In größter Not verhalten sich die meisten Japaner bewundernswert ruhig. Über das Warum dieser stoischen Haltung gibt es viele Thesen.
In größter Not verhalten sich die meisten Japaner bewundernswert ruhig
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