US-Präsident Barack Obama hat angekündigt, bis Ende August alle Kampftruppen aus dem Irak heimzuholen. Nach dem Wahlsonntag weiß keiner, ob er dieses Versprechen noch einlösen kann.
Martin Gehlen

Die zweite Parlamentswahl im Irak seit dem Sturz des Saddam-Regimes vor sieben Jahren ist am Sonntag von Terroranschlägen behindert worden. Dabei kamen möglicherweise bis zu 38 Menschen ums Leben. Inoffiziell war von einer Wahlbeteiligung von landesweit mehr als 50 Prozent die Rede.
Die Menschen haben sich nicht einschüchtern lassen. Trotz Bomben und Raketen – Millionen Iraker warteten seit Sonntag acht Uhr mutig vor den 10.000 Wahllokalen. Zehn Stunden später hatte das Volk entschieden und hofft nun, mit seinem Votum ein Fundament für eine bessere Zukunft gelegt zu haben.

Heute wird ein neues Parlament gewählt. Zum zweiten Mal seit Saddam Husseins Sturz. Jung ist die Demokratie, instabil. Aber das Interesse an der Wahl ist groß. Wie ist die Situation?

Nächsten Sonntag wählen 18,9 Millionen Iraker ein neues Parlament, zum zweiten Mal seit dem Sturz von Saddam Hussein. 6172 Kandidaten kämpfen um die 325 Sitze - trotz allgegenwärtiger Gefahren.

Keine Kinos, aber Filmdebatten, keine Frauenrechte, aber eine Frauen-Uni – an widersprüchlichen und wunderlichen Details herrscht in Saudi-Arabien kein Mangel. Und doch tut sich Erstaunliches: Der alte Monarch wagt den Wandel.
Das kürzlich eröffnete Kindermuseum des Ägyptischen Museums bietet eine einmalige Kombination aus Lego-Gottheiten und Originalstücken. Die Direktorin ist begeistert und plant bereits eine Erweiterung.

Seit Freitag schweigen im Jemen weitgehend die Waffen, der Bürgerkrieg im Norden des Landes scheint beendet. Wie belastbar ist diese Feuerpause, und was könnte das für die deutschen Geiseln bedeuten?
Fünf Jahre nach Mord an Ex-Ministerpräsident Hariri normalisiert Libanon seine Beziehung zu Syrien
Am Sonntag jährt sich die brutale Ermordung des langjährigen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri zum fünften Mal. Die mysteriöse Tat beschäftigt immer noch ein UN-Sondertribunal in Den Haag. Doch der politische Aufruhr hat sich gelegt - es dominiert wieder nüchternes Kalkül.
Begleitet von schweren Konfrontationen zwischen Regimetreuen und Regierungsgegnern im ganzen Land hat der umstrittene iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Islamische Republik am Donnerstag offiziell zum Atomstaat erklärt.
Der Iran ist innen- und außenpolitisch kaum noch handlungsfähig
Der Iran ist innen- und außenpolitisch kaum noch handlungsfähig
Der Iran steht unter Druck: Gibt er im Atomstreit nach, um die Opposition zu besiegen?
Der Iran steht unter Druck: Gibt er im Atomstreit nach, um die Opposition zu besiegen?
Das Regime im Iran ist offenbar entschlossen, die Bevölkerung im Vorfeld des Revolutionstages am 11. Februar mit drastischen Schritten einzuschüchtern - und kündigt neue Hinrichtungen an.

Nach dem dritten Sieg in Folge beim Afrika-Cup feierten tausende Fans die "Pharaonen" auf den Straßen von Kairo.

Aus Angst vor einem Abnutzungskrieg mit dem Regime ist Irans Opposition jetzt bereit zum Kompromiss

Ägypten feiert den Sieg über den Erzrivalen Algerien beim Afrika-Cup. Ende 2009 noch hatte Algerien den Ägyptern die Teilnahme an der WM in Südafrika weggeschnappt.

Nach dem Halbfinalerfolg gegen den Erzrivalen Algerien befindet sich ein ganzes Land im Ausnahmezustand. Am Sonntag soll nun der Titelgewinn folgen, damit sich die in der WM-Qualifikation gescheiterten Ägypter wenigstens als "Weltmeister von Afrika" fühlen dürfen.

Im Halbfinale des Afrika Cups treffen Algerien und Ägypten auf einander – ein Spiel mit einer gewalttätigen Vorgeschichte.

Beim Absturz einer äthiopischen Verkehrsmaschine vor der libanesischen Küste sind am Montag offenbar alle 90 Passagiere ums Leben gekommen, darunter mehrere Kinder. Zahlreiche Schiffe eilten zur Unglücksstelle - auch die deutschen Marineboote vor Ort.
Hunderte sunnitische Politiker sollen von der Parlamentswahl am 7. März ausgeschlossen werden. Washington fürchtet neues Ungemach.
In den USA gilt er als der nächste Osama bin Laden. Der Attentäter von Detroit besuchte ihn im Jemen persönlich vor seiner Mission.