Seit Scheich Hamad bin Chalifa al Thani in Qatar regiert, herrscht eine neue Familientradition: Morgens zur Arbeit kommen, sich kümmern und was tun zum Wohle des Landes. Steigt das Emirat jetzt auch beim deutschen Automobilhersteller VW ein?
Martin Gehlen
Der Machtkampf in Teheran geht in die nächste Runde und das System der Islamischen Republik wankt erstmals sichtbar. Säbelrasseln gegen den Iran und Drohgebärden sind im Augenblick genauso fehl am Platze wie ein neutral-beflissener Übergang zur Tagesroutine mit einer neuen Regierung Ahmadinedschad.

Ex-Präsident Rafsandschani fordert die Freilassung aller Oppositionellen. Der unterlegene Kandidat Mussawi wird auf den Straßen gefeiert.
Ein tiefer Riss geht durch das Establishment der Islamischen Republik. Jetzt sickerte durch, dass der Vizepräsident und Chef der iranischen Atombehörde zurücktrat.
Bereits wenige Tage nach der Wahl hat Ahmadinedschads Vize aus Protest sein Amt niedergelegt. Erst jetzt wurde es bekannt.
Sie saß gerade beim Abendessen im Restaurant Kauka Baschart in Khartum, der Hauptstadt Sudans, als plötzlich 15 Religionspolizisten hereinstürmten. Vor den Augen der entsetzten 200 Gäste wurden alle Mädchen und Frauen in Hosen aufgefordert, auf das Kommissariat mitzukommen.
Erschießen von Zivilisten, Einsatz von Phosphorbomben in dicht besiedelten Wohngebieten, wahllose Zerstörung von Häusern und Moscheen – ein halbes Jahr nach Ende des Gazakriegs berichten israelische Soldaten in grausigen Einzelheiten vom Vorgehen ihrer Armee.

Kurz nach dem Start in Teheran schlug die vollbesetzte Tupolew 154 nahe der Stadt Qazvin im Nordwesten des Iran auf einem Acker auf. Alle 153 Passagiere, darunter zwei Kinder, sowie die 15 Besatzungsmitglieder sind offenbar tot.
Zehn Frauen wurden im Sudan "wegen Verstoßes gegen islamische Kleidervorschriften" ausgepeitscht - weil sie in einem Café Hosen trugen. Auch die bekannte Journalistin Lubna Hussein wurde festgenommen, doch sie wehrt sich.

Der Machtkampf in Teheran geht in die nächste Runde. Das Freitagsgebet an der Teheraner Universität wird der mächtige Ex-Präsident Hashemi Rafsandschani halten. Damit kommt erstmals seit dem Wahltag bei der politischen Zentralversammlung des Landes ein erklärter Gegner von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zu Wort.
„Das Land gehört dem Volk, nicht irgendjemandem“: Eine Fatwa gegen Irans Führung - nutzt sie der Revolte?
Im Irak hat eine neue Terrorserie gegen die christliche Minderheit unter den Gläubigen Angst und Schrecken ausgelöst. Sechs Bomben detonierten am Sonntag vor verschiedenen Kirchen in Bagdad. Auch in Kirkuk und Mossul kam es zu Angriffen.
Am Donnerstag hatten wieder tausende Iraner gegen das Regime protestiert, auch wenn die Schlägertrupps des Obersten Religionsführers mit allen Mitteln versuchen, für Ruhe zu sorgen. Eine Zwischenbilanz vier Wochen nach der Präsidentenwahl im Iran.
Die offenbar rassistische Messerattacke auf eine Ägypterin im Landgericht Dresden wird zunehmend zu einem Politikum. Warum ist die Tat so brisant?

Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, hat sich tief besorgt über die Umstände des Todes einer 31-jährigen Ägypterin in Dresden gezeigt.
Des Regime in Teheran plant Schauprozesse gegen die Opposition – erste „Geständnisse“ gibt es schon

Des Regime in Teheran plant Schauprozesse gegen die Opposition – erste "Geständnisse" gibt es schon.
Bericht über Kriegsverbrechen im Gazakrieg kritisiert auch Hamas, weil Zivilisten gefährdet wurden

Israelische Soldaten benutzten Familien als menschliche Schutzschilde, setzten Wohnhäuser mit Phosphorgranaten in Brand, erschossen Frauen und Kinder mit weißen Flaggen: Der Bericht von Amnesty International äußert harsche Kritik an Israels Vorgehensweise im Gazakrieg Anfang des Jahres.
Der Irak hat riesige Ölreserven, doch für die Förderung werden ausländische Partner gebraucht. Diese kritisieren die Zusammenarbeit.
Irans Regime will Geständnisse von Oppositionellen erzwingen. Milizen terrorisieren ganze Stadtviertel. Über 2000 Menschen hat das Regime nach Angaben der in Paris ansässigen Internationalen Föderation für Menschenrechte inzwischen festnehmen lassen.
Er ist am Ziel. „Ich muss vier Jahre lang hart arbeiten, um die Schuhe meines Vaters wenigstens ein bisschen auszufüllen“, hatte Saad Hariri noch 2005 zu Beginn seiner eher zufälligen politischen Karriere gesagt.
Die Schiiten und Iraks Regierungschef feiern den Abzug der Amerikaner – den Sunniten kommt er zu früh
Zuvor hatte der Wächterrat angeboten, zehn Prozent der Urnen könnten neu ausgezählt werden.