Alle paar Jahre fragt das Demoskopen-Institut Allensbach das Volk, welches Ansehen verschiedene Berufe genießen. Das Ergebnis ist für unsereinen stets betrüblich.
Robert Birnbaum
Wenn die CDU in den bitteren Monaten ihrer Parteispenden-Affäre etwas gelernt hat, dann dies: Man muss einen in Affären verstrickten Gegner gar nicht auf die schiefe Ebene schubsen - ist der Abgrund tief genug, stürzt er von selbst hinein. Diese Erfahrung schlägt sich in der dezenten Zurückhaltung nieder, mit der die Spitzen der Union das Thema "Kölscher Klüngel" behandeln.
Schadenfreude über den Kölschen Klüngel bei der SPD? Aber keine Spur.
Es gibt Menschen, die muss man nicht gekannt haben, und solche, die hat man besser nicht gekannt. Ein solcher ist Heinz "Hein" Geggel gewesen.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Höppner (SPD) ist besorgt wegen der schlechten Stimmung in Ostdeutschland. Im vergangenen Jahr sei sie "gekippt, hin zu Resignation und Mutlosigkeit", sagte der SPD-Politiker dem Tagesspiegel am Sonntag.
Die Mitteilung klang harmlos. "Die Pressekonferenz zur Gleichstellungspolitik der Bundesregierung anlässlich des Internationalen Frauentages mit den Bundesministerinnen Bergmann, Bulmahn, Däubler-Gmelin, Künast, Schmidt und Wieczorek-Zeul entfällt.
Zwischen dem Verteidigungsministerium und dem Bundesrechnungshof (BRH) ist es wegen der Beschaffungsvorlage für den Militär-Transporter Airbus A 400 M am Freitag zu einer ungewöhnlich heftigen Auseinandersetzung gekommen. Ministeriumssprecher Jochen Cholin hatte den BRH für inkompetent erklärt, sich über den Bedarf der Bundeswehr an Großraum-Transportflugzeugen zu äußern.
Ein Rätsel. Oder, mit den Worten des Generalinspekteurs Harald Kujat: "Etwas, was wir uns im Moment technisch noch nicht erklären können".
Es hätte nicht der Szenen einer Potsdamer Ehe bedurft, um die CDU-Führung hellhörig zu machen. Der jüngste Schlagabtausch zwischen Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) und Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) im Streit um die Zuwanderung hat die Befürchtungen nur verstärkt: In der Union schwindet die Hoffnung, das Zuwanderungsgesetz der Bundesregierung im Bundesrat letztlich verhindern zu können.
Fünf Tote, drei schwer, fünf leicht Verletzte. "Manchmal wünscht man sich, dass man nicht in dieser Verwendung wäre", sagt der Generalinspekteur Harald Kujat, als er die schlimme Nachricht verkünden muss.
Bei einem Sprengstoff-Unfall sind am Mittwoch in Kabul zwei deutsche und drei dänische Soldaten ums Leben gekommen. Acht weitere Soldaten der Isaf-Friedenstruppe - fünf Deutsche und drei Dänen - wurden verletzt, drei von ihnen schwer.
Die "SA-3" ist eine Flugabwehrrakete sowjetischer Bauart zum Abfangen relativ niedrig fliegender Flugzeuge oder Marschflugkörper. Nato-Militärs vergleichen sie mit der amerikanischen "Hawk", die im Kalten Krieg Standardausrüstung der deutschen Flugabwehr war.
Schwierig zu verstehen, wie eine Hi-Fi-Anlage funktioniert. Wir reden nicht von der Bedienungsanleitung für Laien: "Fur die gerade Einstellning vom die Treble mussen in menu VORWAERTS Pressdruck bis dahin.
Der Mantel des Schweigens ist aus einem Material gewebt, das ihn zur Alltagskleidung wenig tauglich macht. Gerade noch wirkte er wie ein solides Stück aus gutem Stoff, da reißt ohne jede Vorwarnung ein Loch auf.
Christian Schwarz-Schilling zeigt sich verständnisvoll. "Wenn ich mit jungen Leuten in der Fraktion spreche, finde ich auch welche, die mit uns übereinstimmen", sagt der einstige Postminister.
Das Protokoll verzeichnet "Heiterkeit". Dabei war der Vorgang ernst: Im Bundesrat war abzustimmen.
Der Schneider wird in Volksdichtung und Märchen weidlich verleumdet. Spindeldürre, spitzbärtige Kerlchen, die im sprichwörtlichen Schneidersitz auf ihrem Tisch kauern und zwischendurch arglose Riesen übers Ohr hauen - so das Stereotyp.
"Um zehn Minuten vor Zwölf!" Hans-Peter Repnik zeigt sich empört.
Waren die Malteser-Ritter die Vorgänger der Christlich-Demokratischen Union? Gibt es eine Kontinuität zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und Friedrich dem Ersten?
Wenn Paul Breuer nicht manchmal mehr wüsste, als er amtlich wissen sollte, hätte er sich vorige Woche gründlich blamiert. Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion saß mit amerikanischen Soldaten des US-Hauptquartiers Europa in Heidelberg zusammen, als einer der GIs in eine Lobeshymne ausbrach: Was die Deutschen da in Afghanistan leisteten - toller Job!
Pädagogik ist auch schon mal einfacher gewesen. "Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss", befand noch kurz und bündig Wilhelm Busch und zeigt uns auch das zentrale Lehrmittel jener Tage: den Rohrstock.
Eins immerhin hat die Absage der Union an das jüngste Gespräch mit dem Innenminister Otto Schily (SPD) bewirkt: Im Streit um die Zuwanderung klären sich die Abläufe. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat den weiteren Weg am Mittwoch selbst benannt.
Die Union droht im Streit um die Finanzierung des Militär-Airbus A 400 M erneut mit dem Gang vors Verfassungsgericht. Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) warf Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) am Dienstag vor, er wolle mit Tricks erneut das Haushaltsrecht des Bundestages umgehen.
Der WDR-Filmbeitrag "Es begann mit einer Lüge", den der frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic zu seiner Entlastung anführt, hat seit seiner ersten Ausstrahlung am 8. Februar 2001 heftige Debatten ausgelöst.