Das liebste Spiel der CDU ist derzeit das Gedankenspiel. Kein Christdemokrat, ob von der Basis oder aus der Spitze, der sich nicht den Kopf zerbrechen würde, wie sich das offene Führungsproblem der größten Oppositionspartei lösen ließe.
Robert Birnbaum
Der ältere Herr kommt aus der Landwirtschaft und aus dem Westfälischen. Da sind sie seit Jahrhunderten immer ein bisschen zurück hinter der Zeit.
In Schleswig-Holstein ging es nicht bloß um eine Landtagswahl. Sondern es war eine Vorentscheidung über die Frage, wer Nachfolger von Wolfgang Schäuble werden soll.
Eigentlich kann Wolfgang Gerhardt dem Sonntag ruhig entgegensehen: Die CDU-Krise beschert den Liberalen Höhenflüge. Doch darin liegt für den FDP-Chef auch Gefahr.
Der Ex-CDU-Generalsekretär und Ex-Verteidigungsminister strebt nach Höherem. Volker Rühe war schon nach Helmut Kohls Niederlage 1998 als CDU-Chef im Gespräch.
Auch für Angela Merkel entscheidet die Landtagswahl mit über ihre politische Zukunft. Wenn Rühe im Machtkampf um den CDU-Vorsitz ausscheidet, bleibt die Generalsekretärin als vorerst einzige Alternative zu einem "Übergangsvorsitzenden" wie Bernhard Vogel.
Die Grünen an der Küste waren stets ein Sorgenkind in Joschka Fischers Parteifamilie. Seit der Ölfrachter Pallas vor Amrum auf Grund lief und der grüne Umweltminister Steenblock versagte, gelten sie als hoffnungsloser Fall.
Vor zwei Monaten war sie schon abgeschrieben, jetzt darf Heide Simonis auf ein Comeback hoffen. Es müsste schon übel kommen, wenn die einzige Frau an der Spitze eines Landeskabinetts nicht dort bleiben könnte.
Mit ihren Ehrenvorsitzenden haben es die einstigen Regierungsparteien nicht leicht. Die eine - nun, das ist hinlänglich bekannt.
Fast unwillig steht Angela Merkel von ihrem Stuhl auf, erhebt sich nicht einmal ganz, winkt in die Halle. Dann sitzt sie schon wieder.
Viele Namen sind im Gespräch: Biedenkopf, Vogel, Merkel oder Merz. Wer die besten Chancen auf welches Amt hat, lesen Sie in unserem Sonderthemabib/m.
Es geht um den Vorsitzenden. Darum ist er nicht da.
Hessens Liberale entscheiden am 4. März über Zukunft der Koalition unter Koch.
Manchmal braucht es Bilder, um eine Sache ins richtige Licht zu rücken. Eines dieser Bilder sieht so aus: Am Freitag schellt bei Manfred Kanther die Türglocke.
CDU-Schatzmeister Matthias Wissmann erwägt offenbar, auf eine neue Kandidatur für sein Amt zu verzichten. Wissmann ist nach Informationen des Tagesspiegels in der Sitzung des Parteipräsidiums am vorigen Sonntag bedrängt worden, sich beim Parteitag im April wieder für den Posten zur Verfügung zu stellen.
Wer Atomtransporte rollen lassen will, muss künftig eine Reihe neuer Auflagen erfüllen. Die insgesamt zehn Kriterien sind die Konsequenz aus dem Strahlenschutz-Skandal, der im März 1998 zum Transportstopp führte.
Es gibt Zufälle, an die glaubt kein Mensch. Dass das Strahlenschutzamt, dessen Dienstherr ein gewisser Jürgen Trittin ist, gut eine Woche vor dem nächsten Atom-Konsens-Gespräch wieder Atommüll-Transporte genehmigt, ist natürlich kein Zufall.
Bisher galt eine Zwei-Monats-Frist zwischen Anmeldung eines Atomtransports und dem Transport selbst. Jetzt wird die Zeitspanne auf sechs Monate verlängert - aus unterschiedlichen Interessen.
Nein, sie sind nicht miteinander fertig. Nicht Helmut Kohl mit der CDU, nicht die CDU mit Helmut Kohl.
Kann die CDU Altkanzler Helmut Kohl vor den Kadi bringen? Sie kann - jedenfalls theoretisch.
Am Morgen sprach Wolfgang Schäuble noch einmal mit Helmut Kohl. Dann wusste er: Mit diesem Mann ist nicht mehr zu reden.
"Wenn Sie mir vor einem halben Jahr eine Geschichte angeboten hätten, dass in der Schweiz eine Million Mark in bar als Spende an die CDU übergeben wird, hätte ich gesagt: Schlechter Krimi." FDP-General Guido Westerwelle ist nicht der einzige, der die Welt nicht mehr versteht.
FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle schließt aus, dass seine Partei illegale Spenden erhalten hat. Westerwelle sagte am Freitag, die FDP habe aus den Skandalen der 80er Jahre gelernt und lasse ihr Rechnungswesen seither von zwei konkurrierenden Wirtschaftsprüfern begutachten.
Zuständige Minister und Kanzler Schröder beraten am Mittwoch über ihr Angebot an die IndustrieRobert Birnbaum Die Bundesregierung will in der nächsten Woche ihre Linie für die Atomkonsens-Gespräche mit der Industrie festlegen. Nach Informationen des Tagesspiegels wollen sich die zuständigen Minister am Mittwoch mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) treffen.