Der Dia-Vortrag des 32-jöhrigen Politologen wird moderiert von Tagesspiegel-Chefredakteur Giovanni di LorenzoRobert Ide Dietmar Schultke schwärmte schon als Kind von der weiten Welt. Als 14-Jähriger bewarb er sich bei der Handelsmarine der DDR, um einmal nach Amerika reisen zu können.
Robert Ide
Im Zuge der Wende in der DDR standen sie vor zehn Jahren plötzlich im Rampenlicht. Fast täglich sah man sie in den Zeitungen und im Fernsehen.
Das erste Missverständnis zwischen Ost und West könnte es bereits heute morgen geben. Die zweitägige Konferenz "Vom Wendedeutsch zum Gesamtdeutsch" in der Humboldt-Universität soll um viertel Zehn beginnen.
Im Zuge der DDR-Wende standen sie vor zehn Jahren plötzlich im Rampenlicht. Viele von ihnen kennt inzwischen kaum noch jemand.
Im Hochhaus an der Prendener Straße bricht unvermittelt Hektik aus, wenn ein Fremder um die Ecken schleicht. Ohne Gruß springt eine Frau in den Fahrstuhl, weil sie "gleich Besuch bekommt", ein mit Einkaufsbeuteln bestückter Herr eilt wortlos zur Straßenbahn.
Schon als Student war Wolfgang Ullmann ein Verfechter der einen Nation. Während seines Theologiestudiums in Göttingen zwischen 1950 und 1954 opponierte der heute 70-Jährige gegen die Westintegration Adenauers und kämpfte in der Gesamtdeutschen Volkspartei für die deutsche Einheit.
Im Frühjahr 1984 hatte Ost-Berlins Oberbürgermeister Erhard Kraack genug vom grauen Betonwall. Gemeinsam mit dem Chef der DDR-Grenztruppen, Klaus-Dieter Baumgarten, plante er am Brandenburger Tor den Anbau von Grünpflanzen sowie die Errichtung einer "optisch reizvollen" Ziermauer aus dem "VEB Stuck- und Naturstein Berlin".
Eine Auszeichnung der Vereinten Nationen für den stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitslosenverbandes Brandenburg, Dietrich Fischer, hat in Ostdeutschland eine neue Stasi-Debatte ausgelöst. Nachdem bekannt geworden war, dass der in New York geehrte Professor jahrelang für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) tätig gewesen war, fordern Opferverbände nun die Aberkennung des Preises.
Wo steckt die DVU? Diese Frage stellte sich eine Berliner Journalistin, als sie im Mai 1998 nach Ansprechpartnern der Rechtspartei fahndete.
Als die Besucher die Gethsemanekirche betraten, schlug ihnen wie in den Wendetagen 1989 die herbstliche Kälte des mehr als 100 Jahre alten Klinkerbaus entgegen. Trotz frostiger Temperaturen pilgerten am Donnerstagabend hunderte Menschen ins Gotteshaus.
"Totgesagte leben länger", antwortete Erich Honecker und wandte sich dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Schönefeld zu. Die Frage eines Journalisten, wie er sich fühle, kränkte den 77-Jährigen.
Vom Protestieren hält Tim Hoppenheit eigentlich nicht viel. Der 15-jährige Schüler aus Prenzlauer Berg interessiert sich eher für physikalische Experimente und chemische Formeln als für politisches Engagement.
Erich Mielke soll gezittert haben, als er seine Mitarbeiter im August 1989 fragte: "Genossen, bricht morgen der 17. Juni wieder aus?
"Ich bin ein totaler Pazifist", sagt Urs Veit. Wenn dieser Satz fällt, sieht er meist in erstaunte Gesichter.
Scherben bringen Glück. Das wird sich vielleicht derjenige Kellner gedacht haben, der am Donnerstag beim Richtfest für das neue Gebäude der Königlichen Porzellan Manufaktur (KPM) ein Glas Sekt fallen ließ - direkt vor die Füße des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU).
Die deutsche Nachkriegsgeschichte hat eine Besonderheit: Sie besteht aus zwei Nachkriegsgeschichten. Die geteilten Erfahrungen von Ost und West finden trotz intensiver Debatten nur schwer zueinander.
Das ist ein gefüllter Hut voller gut bewaffneter Kaninchen." Mit diesen Worten beschrieb Margaret Thatcher die britische Skepsis vor grundlegenden Reformen in Osteuropa.
BERLIN .Der Aufbau "blühender Landschaften" dauert oft länger als politisch gewünscht und ökonomisch erhofft.