
CDU und CSU profitieren von der Zufriedenheit der Wähler mit der wirtschaftlichen Lage und dem Kanzlerinnenbonus. Wechselstimmung war nicht - außer mit Blick auf die FDP.

CDU und CSU profitieren von der Zufriedenheit der Wähler mit der wirtschaftlichen Lage und dem Kanzlerinnenbonus. Wechselstimmung war nicht - außer mit Blick auf die FDP.

In den meisten Wahlkreisen war das Ergebnis schon vorher klar. Doch in einigen galt der Wahlausgang als knapp. Oder es sind Wahlkreise, in denen sich hinter den Ergebnissen interessante, spannende oder kuriose Geschichten verbergen. Hier dokumentieren wir fortlaufend eine Auswahl.

Der Bundesrat tagt mitten im Wahlkampf – die rot-rot-grüne Oppositionsmehrheit ärgert nochmals die schwarz-gelbe Regierung.
Trotz der Wahlrechtsreform ist eines geblieben: Es gibt die Erststimme für den Wahlkreis und die Zweitstimme für die Parteiliste. Entscheidend sind die Zweitstimmen - mit ihnen wird bestimmt, wie das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag ist. Überhangmandate gibt es weiterhin, aber sie werden jetzt ausgeglichen.

Politbarometer, Deutschlandtrend & Co. wecken Neugier und Interesse. Wer darin aber schlecht abschneidet, redet die Umfragewerte herunter. Wer dagegen gut wegkommt, verweist darauf. Doch welchen Einfluss haben Wahlumfragen und Wahlprognosen?

Es bleibt spannend bis zuletzt: Die Umfrage zeigt zwar die schwarz-gelbe Koalition leicht vor dem Oppositionslager - aber die FDP muss mit 5,5 Prozent um den Erfolg bangen. Die Grünen rutschen weiter ab. Die Alternative für Deutschland bleibt ein unwägbarer Faktor.
Der Berliner Ökonom Frank Hechtner hat durchgerechnet, wie sich die Ankündigungen der Parteien in der Steuerpolitik bei den Bürgern auswirken. Für Mittelverdiener ist es meist ein Nullsummenspiel.

Wie viele Abgeordnete ziehen in den Bundestag ein? Wie viele Überhang- und Ausgleichsmandate könnte es geben? Wie liegen die Parteien im Rennen? Eine aktualisierte Prognose des Hamburger Wahlinformationsdienstes election.de für den Tagesspiegel.

Die Kommunen reagieren auf ein Grundsatzurteil zur Kinderbetreuung gelassen.

Rund eine Woche vor der Bundestagswahl scheint sich die SPD für eine große Koalition bereit zu machen. Peer Steinbrück verkündet, er werde dann selbst die Verhandlungen führen. Doch auch andere Optionen werden diskutiert.

Es wird immer spannender: Schwarz-Gelb hat gut eine Woche vor der Bundestagswahl nur einen hauchdünnen Vorsprung. Der unwägbare Faktor ist die eurokritische Alternative für Deutschland - sie hat durchaus noch die Chance, in den Bundestag zu kommen.

Kurz und schmerzlos - ist das die deutsche Variante des Wahlkampfes? Professoren der Freien Universität Berlin und ihre Meinungen zum Parteienstreit vor der Bundestagswahl.
Fragt man jüngere FDP-Politiker, ob es der Partei nicht guttun würde, stärker mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu werben, dann kann die Antwort lauten, dass jene von außen, die „mehr Schnarri“ fordern, am Ende die FDP ja doch nicht wählen. Vermutlich weil sie fühlen, dass die resolute Bundesjustizministerin und bayerische FDP-Chefin mittlerweile eine Art Feigenblattfunktion hat.

Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger steht für eine FDP, die stark auf Bürgerrechte setzt. In ihrer Partei steht sie aber in der Kritik - das Ergebnis der bayerischen Landtagswahl ist für die bayerische FDP-Chefin daher nicht ganz unwichtig.

Nach dem neuen Politbarometer kann die CSU bei der Landtagswahl in einer Woche mit 48 Prozent rechnen. Die FDP liegt bei vier Prozent. Eine Mehrheit glaubt nicht, dass Ministerpräsident Seehofer die Forderung nach einer Pkw-Maut für Ausländer durchsetzen kann.

Die Öko-Partei gibt im neuen Politbarometer um ganze zwei Prozentpunkte nach. Das TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und Herausforderer Steinbrück scheint keine große Wirkung entfaltet zu haben. Schwarz-Gelb liegt vorn. Aber: Zwei Fünftel der Befragten sind noch unschlüssig.
Bundestagswahlkämpfe waren immer spannend. Der Rückblick zeigt: Jeder Wahlabend brachte Überraschungen, und es gibt immer wieder Parallelen zur Gegenwart.
Bundestagswahlkämpfe waren immer spannend. Der Rückblick zeigt: Jeder Wahlabend brachte Überraschungen, und es gibt immer wieder Bezüge zur Gegenwart.

Nur noch vier Wochen bis zur Bundestagswahl. In Umfragen liegt mal Schwarz-Gelb vorne, dann wieder gibt es eine linke Mehrheit. Die Wähler scheinen unberechenbar zu werden. Was taugen daher die klassischen Umfragen - und welche anderen Möglichkeiten gibt es?

Erstmals in diesem Jahr sieht das Politbarometer die FDP sicher im Bundestag. Zusammen kommen Union und Liberale jetzt auf 47 Prozent- einen Punkt mehr als die Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke zusammen. Kanzlerin Merkel liegt weiterhin klar vor Herausforderer Peer Steinbrück. AfD und Piraten bleiben unter drei Prozent.

Im Süden und Osten sieht es bei den Kommunalschulden relativ gut aus, aber im Westen der Republik stecken einige Städte in der Überschuldungsfalle. Essen hat dreimal so hohe Kassenkreditschulden wie alle Kommunen in Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Wäre am Sonntag schon Bundestagswahl, hätte Rot-Grün keine Chance. Angela Merkel bleibt in der Kanzler-Frage deutlich vor Peer Steinbrück. Ob es für Schwarz-Gelb reicht, ist aber offen. Überraschung: Das Wählerpotenzial der Grünen ist so hoch wie das der SPD.
Bundeskanzler Willy Brandt holt 1972 das beste SPD-Ergebnis aller Zeiten. Aber der Triumph währte nicht lang. Denn seine Reformpolitik galt vielen Sozialdemokraten als zu visionär.

Schon zwei Tage nach der Wahl soll ein Parteikonvent der SPD tagen. Dann geht es um Personal- und Koalitionspolitik. Parteichef Sigmar Gabriel reagiert damit auf einen Vorstoß der Parteilinken: Die wollen mehr Mitsprache der Basis.
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