Die Schrittfolge auch: Übertragung der Immobilie vom Land auf die Messe Berlin GmbH, dann einen privaten Investor als Anteilseigner gewinnen, der das für die Expansion erforderliche Kapital mitbringt. Und schließlich, spätestens 2004, der Börsengang.
Alfons Frese
Auch die BVG ist da. Die Berliner Verkehrsbetriebe zeigen in Frankfurt einen Cabrio-Doppeldecker-Bus für Stadtrundfahrten; also ein Fahrzeug, das sich innerhalb von Sekunden öffnen und schließen lässt.
So richtig kommt er nicht in Fahrt, der Lupo. Das erste so genannte Drei-Liter-Auto auf dem deutschen Markt wird weniger gekauft, als von VW erwartet.
Keine Angst mehr vor dem Elch, das kleinste Modell in der Mercedes-Familie hat sich vielmehr prächtig entwickelt. Das sah erst ganz anders aus.
Wo haben sich Eckard Cordes und Manfred Bischoff in den letzten Tagen aufgehalten? Waren die Vertrauten von Jürgen Schrempp zwecks Schadensbegrenzung unterwegs?
Bloß keinen Radau. Martin Kannegiesser ist auf Ausgleich bedacht.
Auf der Trauerfeier vor zweieinhalb Jahren erinnerte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking an die abenteuerliche Vorstellung, kurz nach Kriegsende einen Sportwagen zu bauen. Ein Auto, dass eigentlich niemand braucht, und für das nach 1945 schon gar niemand Geld hatte.
Knapp dreieinhalb Jahre nach der Einführung und so mancher Kursturbulenzen: Der Neue Markt ist ein großer Erfolg für Aktionäre und Unternehmen und die deutsche Wirtschaft insgesamt. Auch für den Arbeitsmarkt, wie Unternehmensberater Roland Berger berechnet hat.
Zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften verschärft sich der Streit um das so genannte Beschäftigungsförderungsgesetz. Die IG Metall fordert die SPD auf, "ihre früheren Zusagen einzuhalten und das Beschäftigungsförderungsgesetz aufzuheben", die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) spricht dagegen von einem "der erfolgreichsten arbeitsmarktpolitischen Instrumente der vergangenen zwei Jahrzehnte" und plädiert für eine Entfristung des Gesetzes.
Der Fortschritt ist eine Schnecke und die Dynamik auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist nicht gerade Schwindel erregend. Im Gegenteil: Wenn es in dem Tempo weitergeht, dann wird der Nachfolger von Bernhard Jagoda die große Neuigkeit erst im Jahr 2010 präsentieren können: Erstmals seit Jahrzehnten weniger als zwei Millionen Erwerbslose.
Durchatmen in Unternehmen und Verbänden und auf dem Börsenparkett. Mit der Verabschiedung der Steuerreform sind die Voraussetzungen für eine langjährige robuste Konjunktur nun so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Irgendwann ist Schluss. Die Garagen sind voll: Zweitwagen und Stadtauto, Freizeitmobil und Feiertagskarosse stehen bereit.
Gar nicht auszudenken, wenn vor einem Jahr Parlament und Regierung nicht nach Berlin gekommen wären. Lobbyisten und Medien, Werbeleute und Berater aller Art wären dann auch geblieben, wo sie schon immer waren; jedenfalls nicht nach Berlin gezogen, in die Arbeitslosenmetropole, die in den 90er Jahren knapp 300 000 Jobs allein in der Industrie verloren hat.
Heute kommt in Berlin erneut die Bündnis-für-Arbeit-Runde zusammen. Im Vergleich zum Rambazamba bei der Veranstaltung im Januar geht es diesmal allerdings beschaulicher zu.
Damit der größte Autohersteller Europas überhaupt etwas merkt, muss schon kräftiger zugelangt werden. Dieser Einschätzung der EU-Kommission hat sich der Europäische Gerichtshof angeschlossen und eine Strafe verhängt, die nur marginal unter der von der Kommission geforderten Summe liegt.
Von links nach rechts und dann um die Ecke wieder zurück. Die Pläne der Bundesregierung mit dem Haushalt der Bundesanstalt für Arbeit nehmen skurrile Züge an.
Europa ist out, Asien ist in. Auf diese Formel lassen sich die jüngsten Aktivitäten der großen Autohersteller bringen.
Machen Sie jetzt Ihr Spiel, Herr Schrempp. Am Montag geht nichts mehr.
Ach so, mal wieder der Benzinpreis. Opel-Chef Robert Hendry meint, der teure Sprit sei mitschuld am Zustand seines Unternehmens.
Ist das gemein? Alle Jahre wieder, wenn hier und da Überlegungen angestellt werden, wie man die öffentlichen Haushalte entlasten könnte, wird Sparpotenzial bei den Beamten ausgemacht.
Freunde sind sie gewiss nicht. Vielmehr stehen die beiden Vorstandschefs zu ihrer ausgeprägten wechselseitigen Abneigung.
Jetzt wird die Zeit knapp. Am heutigen Donnerstag enden die Schlichtungsverhandlungen im Öffentlichen Dienst.
Wo der Mangel groß ist, da gibt es nichts zu verteilen. Oder doch ein bisschen, hat sich Heiner Geißler gedacht und für die ostdeutschen Bauarbeiter folgenden Schlichterspruch verkündet: Keine Tariflohnerhöhung in diesem Jahr, aber Anhebung der Mindestlöhne wie in Westdeutschland.
Die Atempause tut gut. In den kommenden zwei Jahren muss die IG Metall keine Tarifverhandlungen führen; auf Kraftmeiereien und Massenmobilisierungen kann verzichtet werden.