Alte Ideale, neue Schulden: In allen Sektionen, vor allem im FORUM, fragen Filme: Wie wollen wir leben? Und wie halten wir es mit den Entwürfen der Eltern?
Christiane Peitz
Die Filme der belgischen Regie-Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne sind bewegende, vielfach preisgekrönte Sozialdramen. Ihr neues Werk, „Der Junge mit dem Fahrrad“, ist mehr als das: eine Liebesgeschichte, eine Hymne auf die Güte, mit der wunderbar fröhlichen Cécile de France
Diffus: Murray Perahia im Kammermusiksaal.

Sind wir nicht alle überfordert? Alexander Paynes Tragikomödie „The Descendants“ erzählt die Geschichte eines Familienvaters (George Clooney), dessen Leben aus den Fugen gerät.
Wer die Macht hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Das Internet ist voller Wulff-Witze, die Affäre inspiriert die Netzgemeinde zu Pointen und Fakes jedweder Art. Über die Funktion des politischen Witzes in Skandal- und Krisenzeiten der Demokratie.

Wohin man in den Genres 2011 auch blickte, überall verengten sich die Räume: Im Kino, im Theater, in der Bildenden Kunst, selbst in der Literatur hat das Autobiografische Konjunktur. Dieser auffällige Hang zur Innenschau ist eine Reaktion auf die Krise.
Weihnachtskonzert der Berliner Singakademie.

Kinderlieder sind unkaputtbar. Auch in Zeiten des Säuglingsmerchandising. Doch wer singt heute noch selbst – und was?

Elf Jahre hat der Poet Joachim Sartorius den Kultur-Zampano gemimt, als Chef der Berliner Festspiele. Ende Dezember hört er auf und kehrt zurück zu seinen literarischen Passionen. Ein Gespräch über die Hauptstadt und ihre Lust an der Kultur, über Geld und Geldnöte - und übers Reisen.
Annette Dasch singt Bach-Kantaten.
Frauenpower gegen Rassismus: Das Sixties-Melodram „The Help“. Die Verfilmung von Kathryn Stocketts Bestseller über eine schwarze Nanny wurde im Sommer ein Überraschungshit in den USA.

Kirchenkampf, ja bitte: In den Barockbauten Ecke Glinka- und Taubenstraße in Mitte, den ältesten Gebäuden der Friedrichstadt, wohnen streitlustige Pfarrer Tür an Tür - seit 273 Jahren.
Aus dem Fenster gefilmt: Thomas Imbachs „Day is Done“ ist ein magisch-suggestiver Trip.

Am Samstag wird der britische Filmemacher Stephen Frears im Berliner Tempodrom mit dem Europäischen Filmpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ein Gespräch über das Kino in Europa, den Kapitalismus, seine jüdische Mutter, die Queen und Bruce Willis.
Immer hübsch bescheiden bleiben: Nach 18 Verfilmungen des Charlotte-Bronte-Klassikers „Jane Eyre“ folgt nun Cary Joji Fukunagas Version. Sie ist so solide wie das Gemäuer von Thornfield Hall
Ein Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Schloss Neuhardenberg hatte die Vernichtung Israels für wünschenswert erklärt. Kulturstaatsminister Neumann war deswegen bereits aus dem Stiftungskuratorium ausgetreten.
Er ist der neue Star in Hollywood, und alle fragen sich: Bekommt er den Oscar? Denn 2011 ist das Jahr von Michael Fassbender. Eine Begegnung.
Mahlers Neunte mit Rattle und den Philharmonikern
Panahis „Video-Tagebuch“ endlich auch in Berlin
mit Christine Schäfer
Innenwelt als Außenwelt: Miranda Julys eigenwillige Liebesgeschichte „The Future“

Bibliothek, Kunsthalle, Medien: Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU auf spielt Kultur eine große Rolle. So soll die Kunst- und Musikszene in der Stadt gehalten werden.
Wer in Berlin Ai Weiweis Fotos aus seiner New Yorker Zeit von 1983 bis 1993 betrachtet, der macht eine verblüffende Entdeckung: Chinas berühmtester Dissident wurde nicht zuletzt in Amerika politisiert.
Miesepeter mit Herz: Christian Züberts Migranten-Wohlfühlmelodram „Dreiviertelmond“