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Christoph Stollowsky

"Lohnsklaverei in ungeschützten Arbeitsverhältnissen für die Mitarbeiter, weniger Leistungen für Patienten": Der Personalrat der Charité-Universitätskliniken in Mitte und Wedding setzte sich gestern vehement gegen Privatisierungspläne an beiden Häusern zur Wehr. Die Charité müsse weiterhin in öffentlich-rechtlicher Verantwortung betrieben werden, forderte er gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft "verdi" auf einer Personalversammlung.

Von Christoph Stollowsky

Brücken, Kronen oder Zahnersatz sind in Berlin bis zum Jahresende keine garantierte zahnärztliche Leistung mehr, sondern ein Glücksfall - je nachdem, ob der Zahnarzt sein Honorarbudget für 2001 schon ausgeschöpft hat. Die Kassenzahnärztliche Vereinigung hat jeder zweiten der 2650 Zahnarztpraxen in Berlin eine "Warnmitteilung" geschickt.

Von Christoph Stollowsky

Anti-Kriegs-Demos vor dem Roten Rathaus, Friedenstauben auf Luftballons, Kinder mit Plakaten in den Händen: "Ich will keinen Krieg": Während die meisten Menschen mit bangen Gefühlen auf den amerikanischen Gegenschlag warten, wächst die Zahl der aktiven Kriegsgegner auch in Berlin von Tag zu Tag. Unterschiedlichste Gruppen treten zusammen auf, nachdem sie den ersten Schock überwunden und ihre Sprache wiedergefunden haben.

Von Christoph Stollowsky

Offiziell verkünden beide Gegner, man komme sich näher und werde intensiv verhandeln - doch zugleich nimmt das Hin und Her um die Bezahlung einer ganzen Reihe von strittigen Arzneimitteln für Krebs-und Multiple-Sklerose-Kranke in Berlin teils bizarre Züge an. Ärzte und Patienten halten an den Medikamenten fest, weil sie nach ihrer Überzeugung langjährig erprobt sind, nachweislich Erfolg haben und häufig vor Nebenwirkungen schützen, die bei anderen gängigen Präparaten auftreten können.

Von Christoph Stollowsky

Kalt und verregnet - einfach grottenschlecht: Wer sich am Wochenende zum Grillen traf, fand am wärmenden Kohlegeknister oft mehr Gefallen als an Steaks und Würstchen, wer ins Freibad strebte, gehörte zum Kern der ganz und gar Abgehärteten. Sommer vorbei, Pelzjacke raus, um Himmelswillen den Schal nicht vergessen.

Von Christoph Stollowsky

Freiflüge gestrichen, keine Gratis-Fahrten mehr im ICE: Die Zeit der Privilegien für Mitarbeiter des Bundes, die noch immer zwischen Berlin und Bonn pendeln, ist für viele in den vergangenen Wochen abgelaufen oder wird demnächst vorbei sein. Doch etliche reisen offenbar weiterhin umsonst übers Wochenende vom Schreibtisch an der Spree zur Familie in Bonn - nun allerdings auf krummen Touren.

Von Christoph Stollowsky

"Die sozialen Hilfsangebote bleiben erhalten, Renten und Löhne werden weiter bezahlt": Sprecher des vom Ruin bedrohten Rot-Kreuz-Landesverbandes äußerten sich am Freitag zur Zukunft ihrer Organisation ähnlich optimistisch wie Ärzte im Hinblick auf eine aussichtsreiche Notoperation. Das Wunder der finanziellen Genesung soll beim DRK ein Insolvenzplan ermöglichen, dessen Grundzüge jetzt vorgestellt wurden.

Von Christoph Stollowsky

Offenbar aus Verzweiflung über ihre finanzielle Not hat eine 38-jährige Frau aus Wilmersdorf in der Nacht zum Donnerstag versucht, ihren Ehemann und ihre drei Kinder umzubringen. Sie verabreichte allen Vieren in der gemeinsamen Wohnung an der Ahrweiler Straße eine in Wasser aufgelöste Überdosis Tabletten.

Von Christoph Stollowsky

Berlins niedergelassene Krebsärzte kämpfen zur Zeit in ihren Praxen an zwei Fronten: gegen die tückische Krankheit und gegen die gesetzlichen Krankenkassen. Etliche Kassen haben nach Darstellung des Verbandes der internistischen Onkologen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) deutlich signalisiert, dass sie bestimmte chemotherapeutische Präparate in Zukunft nicht mehr bezahlen wollen, obwohl diese aus Sicht der Ärzte "seit Jahren erfolgreich eingesetzt werden.

Von Christoph Stollowsky

Immer mehr niedergelassene Ärzte in Berlin kommen mit den Arzneimittelbudgets ihrer Praxen nicht zurecht und müssen mit hohen Rückzahlungsforderungen der gesetzlichen Krankenkassen rechnen. In den vergangenen Tagen erhielten 972 Praxen eine solche Hiobsbotschaft für das Jahr 1999, knapp 16 Prozent mehr als bei den Prüfverfahren für 1998.

Von Christoph Stollowsky

Die AOK-Beiträge steigen in Deutschland auf breiter Front, doch in Berlin müssen Versicherte der Allgemeinen Ortskrankenkasse keine höheren Abzüge fürchten. "Unser Beitragssatz bleibt stabil", sagte gestern der Vorstandschef der Berliner AOK, Rolf Müller.

Von Christoph Stollowsky

Betriebsräte im Dauerstress, Schwestern, Pfleger und Ärzte unter Hochspannung. Am Dienstag gab es in den Krankenhäusern und allen weiteren Gesundheitseinrichtungen der Berliner Klinik GmbH "Vivantes" nur ein Thema: Die am Montag vorgestellten Pläne der Geschäftsführung zur Neuorganisation des Gesundheitskonzernes.

Von Christoph Stollowsky

"Vivantes" hat sich viel vorgenommen: Innerhalb weniger Jahre will Berlins größte Krankenhaus-Gesellschaft kein zufälliger Zusammenschluss etlicher Gesundheitseinrichtungen mehr sein, sondern Deutschlands größter Klinikkonzern mit "besten Leistungen" und einer ausgeglichenen Bilanz. Bisher stand "Vivantes" unter schlechten Vorzeichen in der Presse: Jüngst hieß es, das im November 2000 vom Land Berlin zusammengestrickte Unternehmen, unter dessen Dach zehn Krankenhäuser fusionierten, stehe vor der Zahlungsunfähigkeit.

Von Christoph Stollowsky

Hochspannung in der Redaktion jeden Sonnabend gegen 20 Uhr, wenn die jüngsten Lottozahlen über die Agenturen laufen. Ein Spätredakteur muss sie ins Blatt bringen, und dieser Kollege ist nicht zu beneiden: Tonnenschwer lastet die Verantwortung auf seinen Schultern.

Von Christoph Stollowsky
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