Heike Drechsler ist wichtig, Nils Schumann ist auch wichtig. Sie haben Olympia-Gold gewonnen vergangenes Jahr in Sydney, Drechsler im Weitsprung, Schumann über 800 m.
Frank Bachner
Armin Baumert denkt im Moment gerne an Hochsprung, an Frauen-Hochsprung. Der gefällt ihm.
Rolf Schafstall log, sagt er, weil alle lügen. Deshalb erzählte er die Geschichte mit den Rosen.
Irgendwann mal abends beim Italiener knallte Peter Neururer mit den Kopf auf den Teller. Der Kreislauf.
Karin Balzer hatte überhaupt keine Zeit. Das ließ sie ausrichten, als Uwe Hakus, der Bundestrainer der deutschen Sprinter, im Hause Balzer anrief.
Klaus Müller weiß nicht, was in Paris schief lief. Er war nicht dabei, als im IOC-Labor in der französischen Metropole die Urinprobe des Stabhochspringers Tim Lobinger untersucht wurde.
Keine Frage: Wolf-Dieter Poschmann ist für die Sternstunden des kritischen Sportjournalismus im ZDF zuständig. Schon bei der Daum-Pressekonferenz trieb er den Kokain-Konsumenten listig mit einer scheinbar verständnisvollen Frage derart in die Ecke, dass der Trainer eigentlich nur mit einer Selbstmitleid-Replik hätte antworten können.
Itai Margalit wurde in einem Kibbuz geboren. Das ist wichtig.
Schon toll, wenn man so einen Vorzeigeathleten hat. Der steht dann für Erfolg und Ausstrahlung und spielt perfekt die erwünschte Rolle: als Vorbild.
Ach Gottchen, sie sind endlich erlöst, die Armen. Jetzt müssen sie nicht mehr so viel laufen und so oft keuchen und brauchen nicht mehr jammern, wie hart es doch sei, für ein paar Millionen Mark im Jahr Fußball-Profi zu sein.
Bei der Istaf GmbH geht die Unruhe weiter: Nach Informationen des Tagesspiegel verliert Christoph Kopp seine Funktion als Athletenverpflichter. Als neuer Sportdirektor wird stattdessen der frühere Langstreckenläufer Stéphane Franke verpflichtet.
Als Andreas Schifferer mit einem Salto auf die beinharte Piste knallte, waren schon die Bänder in einem seiner Knie gerissen. Mit einem Kreuzband- und Seitenbandriss und einem kaputten Meniskus blieb der Österreicher vor ein paar Tagen auf dem Kurs von Les Arcs liegen.
Vielleicht dachte er an den extrem steilen Starthang. Dort, wo man gepresst atmet oder auch gar nicht.
Vorab blicken wir erst mal rüber zur Abteilung Rührstück, Untergebiet Schwimmen. Franziska van Almsick ist ja jetzt neu verliebt, in diesen wilden Handballer.
Schade eigentlich, dass sie gestern im Fernsehen über Rudi Völlers Kopf nicht noch einen kleinen Heiligenschein eingeblendet haben. Der hätte doch so schön ins Gesamtbild gepasst.
Alle freuen sich, alle sind glücklich, es ist, als hätte man jedem einen Porsche geschenkt. "Ein Superlos" sagen auch alle.
Ist ja doch im Moment ziemlich unterhaltsam, die Geschichte. Auch für Leute, die es sonst nicht so mit Aktien haben.
Gestern nachmittag hatte Michael John einen Termin. Einen beruflichen Termin, und John trat ganz normal auf.
Christoph Kopp wird am 26. Oktober in ein Flugzeug steigen, er wird nach Göteborg fliegen, und dann wird er am Kalenderkongress des Welt-Leichtathletik-Verbands IAAF teilnehmen.
Die 16 Fans aus Leipzig in ihren quittegelben T-Shirts hatten alle Hände voll zu tun. Neun Pauken schleppten sie in die Berliner Sömmeringhalle und hieben dann 81 Minuten lang in ohrenbetäubender Art und Weise mit ihren Trommelstöcken auf die Instrumente ein.
Wir verwahren uns gegen den Druck, wird in dem Brief stehen. Und: Wir haben einen gültigen Vertrag mit ISL.
1997 machte das Top-Leichtathletik-Meeting Istaf Gewinn. Von der Summe hätte man ein paar Dosen-Bier kaufen können.
Mal überlegen, wie Javier Sotomayor die "Anti-Doping-Politik der Welt-Leichtathletik voranbrachte": Weil er nicht, wie mal ein Franzose, durch ein Toilettenfenster flüchtete, als ein Doping-Kontrolleur anrückte? Weil der kubanische Hochsprung-Weltrekordler einen Tester nicht mit einem gezielten rechten Haken außer Gefecht setzte?
Vielleicht hat man nach so einer Geschichte einfach keine Tränen mehr. Vielleicht kann man einfach nicht mehr weinen.