Manchmal findet Jürgen Röber das Leben richtig ungerecht. Da hockt der Hertha-Trainer "fix und fertig im Flugzeug", muss sich erst mal sammeln, und wenn er sich zu seinen Spielern umschaut, da sieht er zum Beispiel Ali Daei.
Frank Bachner
Hertha BSC träumt weiter vom ganz großen Fußball der ja bekanntlich nicht in der Bundesliga, sondern in der Champions League gespielt wird. Auch ohne die gesperrten Dick van Burik und Andreas Neuendorf sowie des verletzten Sebastian Deisler ließen sich die Berliner von der hitzigen Atmosphäre vor 40 000 Zuschauern auf dem Betzenberg nicht über Gebühr beeindrucken und erkämpften einen 2:1 (1:1)-Sieg beim 1.
In irgendeinem Winkel des Mommsenstadions steckten sie gestern Abend die Köpfe zusammen. Tennis Borussia, der mächtig aufgerüstete Fußball-Zweitligist, spielte gegen den VfL Bochum, und am Rande der Partie besprachen Kuno Konrad und Erwin Zacharias eine verdammt peinliche Personalangelegenheit.
Am Sonntag kam Kostas Konstantinidis nicht mal mehr in seinen Schuh rein. Der Grieche hatte Probleme mit der Ferse.
Über die Zukunft von Jochen Neubauer als Sportarzt des Fußball-Zweitligisten Tennis Borussia wird nächste Woche defintiv entschieden. Das erklärte TeBe-Vorstandsmitglied Kuno Konrad gestern.
Der Patient hat alles gut überstanden. Mutmaßlich jedenfalls.
Herthas Ensemble von Teilzeit-Selbstbewussten scheitert auch in Stuttgart am gestiegenen ErfolgsdruckFrank Bachner Körpersprache ist verräterisch. Michael Preetz schnappte sich den Ball.
Herthas griechischer Spieler hält nicht viel von allzu hoher SelbsteinschätzungFrank Bachner Er war 18, und er war ein Star. Ein kleiner jedenfalls.
Vor 65 000 im berühmten Stadion Nou Camp auftreten und dabei gegen die Weltstars Rivaldo, Figo und Kluivert kicken - es gibt schlimmere Abschiede. Das Kapitel Champions League ist beendet für Hertha BSC, inhaltlich jedenfalls.
Am Ende verneigte sich Gabor Kiraly vor den Hertha-Fans. Und die verneigten sich vor ihm, verbal jedenfalls.
Christian Fiedler sah nicht verärgert aus. Nur fassungslos.
Wer ist der nächste? Wieder ein Brite?
Geheim sollte alles sein, streng geheim, der Ort und die Zeit auch. Keiner durfte wissen, wo der Rechtsausschuss des Deutschen Leichtathletik-Verbandes Dieter Baumann zu dessen positiven Proben anhört.
Polizei rückte an, Uniformierte mussten eine Plastiktüte versiegeln, das alles nur, um zornige australische Topathleten beim Schwimm-Weltcup in Berlin zu halten - alles vergeblich, dieser Klimbim? Ian Thorpe, der 17-jährige australische Weltrekordler, will seine Dopingprobe annulieren lassen.
Carola Beraktschjan hatte jahrelang Albträume vom Schwimmen. Sie war 15, als sie in der DDR mit Dopingpillen gemästet wurde und Weltrekord schwamm.
Jürgen Röber beugte sich zum Mikrofon; ein ganz klares Alarmzeichen. Sensible ziehen in solchen Momenten automatisch den Kopf ein.
Mum und Dad würden manchmal schon ganz gern wissen, wo sich ihr Sohn herumtreibt. Sicher, der Junge ist schon 17, er trägt Schuhgröße 51, ragt 1,95 Meter auf, aber so sind Mum und Dad nun mal.
Die Kollegen von der Berliner Polizei haben schon viel erlebt, die Hauptstadt ist schließlich ein heisses Pflaster. Aber so etwas wie am Samstag abend, "das haben wir noch nie mitgemacht".
Irgendwie sieht Marco Liefke immer noch aus wie ein Teenager, er hat ja diese etwas weichen Gesichtszüge. Aber das täuscht natürlich.
Soll er erklären, dass die Annahme stabil geworden ist? Oder dass die Feldabwehr gut ist?
Die Fax-Nachricht war kurz. "Sie können unbesorgt sein, der Kauf ist gut abgesichert durch Transfererlöse und durch die Aufnahme eines Kredits", lautete der Text an sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von Hertha BSC.
Jetzt steht der Termin des spektakulärsten Dopingprozesses fest: Nach Informationen des Tagesspiegel müssen Manfred Ewald, der frühere Vorsitzende des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR (DTSB), sowie Manfred Höppner, der stellvertretende Leiter des Sportmedizinischen Dienstes, am 2. Mai vor Gericht.
Ansgar Brinkmann, so hat einst sein früherer Trainer Horst Ehrmantraut erzählt, kann mit seiner Schusskraft ein Tornetz zerfetzen. Alle Achtung, der Mann ist was Besonderes.
Vielleicht war Stefan Hübner ja sogar noch vor seiner eigenen Trophäe niedergekniet. "Volleyballer des Jahres: Stefan Hübner", überreicht 1999.