Friedrich der Große war ein Schlitzohr, und er kannte die Neugier seiner Berliner. Der König hatte es sich in den Kopf gesetzt, seine Preußen zu Kartoffelessern zu machen.
Ingo Bach
So richtig froh über die Art ihres Abganges war wohl keiner der ehemaligen CDU-Senatoren der Großen Koalition. Doch mindestens ein Gutes hat die Abwahl für die Betroffenen: mehr Freizeit und die Chance zu einer beruflichen Neuorientierung.
Der Traum vom gelobten Land endet in einem kleinen Wäldchen auf der deutschen Seite der Oder. Die zwölf Tschetschenen - in den Polizei-Protokollen wird man die sieben Erwachsenen und fünf Kinder später "illegale Einwanderer" nennen - drücken sich ins Unterholz, um den Streifen des Bundesgrenzschutzes zu entgehen.
Schweißgemüffel im Nerzmantel riecht man gar nicht gern. Auch die durchgeschwitzte Fuchsstola und der klatschnasse Muff sorgen eher für Ekelgefühle als für Streicheleinheiten.
Sind politische Parteien einfach nur Produktmarken wie Coca-Cola oder Milka? Sind Wähler einfach nur Kunden?
Heute vor 135 Jahren, am 3. Juli 1866, entschied Preußen den lange andauernden Kampf mit Österreich um die Vorherrschaft im Deutschen Reich für sich.
So einen Journalisten-Auflauf erlebt die Bundeszentrale der CDU eigentlich nur dann, wenn die ganz Großen etwas bundespolitisch Bedeutsames zu sagen haben. Doch gestern drängelten sich Dutzende Fotografen und Kamerateams im Konrad-Adenauer-Haus, um Landespolitik zu erleben.
Derzeit geht es hoch her im Berliner Steuerzahlerbund (BdSt). Aus den eigenen Reihen gibt es heftige Kritik an den angeblichen "Drückerkolonnen" des Versicherungsunternehmens Hamburg-Mannheimer, die für den Steuerzahlerbund Mitglieder werben.
Was für ein Albtraum für jeden Bürokraten: Aus dem Gedächtnis muss sich der Staatsbedienstete erinnern. Was sagte ihm der Amtsvorsteher vor zehn Tagen?
Heute vor 27 Jahren, am 26. Juni 1974, erschütterte eine Pleite das Bankensystem der Bundesrepublik.
An den Wänden des kleinen Büros hängen Fahndungsplakate. Nicht die verwaschenen, grobkörnigen Porträts von Terroristen oder Schwerverbrechern.
Es ist ein gewaltiger Markt, um den derzeit gestritten wird: Eine Million Tonnen Berliner Hausmüll müssen jährlich entsorgt werden, ein Umsatz von etwa 200 Millionen Mark winkt. Nach dem Entsorgungsunternehmen Alba hat jetzt auch die landeseigene BSR ein Konzept zur künftigen Hausmüllentsorgung vorgelegt - der Senat hat nun das letzte Wort, wem er den Zuschlag erteilt.
Parlament und Regierung wollten ihren Beschäftigten den Übergang von Bonn nach Berlin so sanft wie möglich gestalten. Und so fasste das Kabinett 1999 einen sehr sozialen Beschluss für die zunächst 5500 Mitarbeiter, die ab September 1999 ihren Pflichten in der neuen Hauptstadt nachgehen sollten: Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie sich in Berlin häuslich eingerichtet haben, durften sie am Wochenende auf Kosten des Steuerzahlers zwischen Spree und Rhein pendeln.
Die altersschwache Kongresshalle am Alexanderplatz scheint die perfekte Kulisse für ein Basistreffen der PDS zu bieten. Die Bezirksorganisation Berlin-Mitte hat den Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch eingeladen.
Vor 101 Jahren, am 12. Juni 1900, eröffnete das Deutsche Reich einen massiven Rüstungswettlauf mit Großbritannien.
Die Große Koalitions-Ehe von SPD und CDU wurde 1991 nicht im Himmel geschlossen. Eine Vernunft- und Zweckgemeinschaft ohne erotisches Prickeln.
Am Tag danach ist die Stimmung an der SPD-Parteibasis durchwachsen. Angesichts des Koalitionsbruchs halten sich in den Kreisverbänden Zustimmung und Skepsis die Waage.
Was Vetternwirtschaft und Bestechlichkeit betrifft, könnte Berlin noch eine Menge von Osteuropa lernen - aber nicht etwa, wie man sich zünftig bereichert, sondern wie man Korruption effizient bekämpft. "In Berlin beobachten wir seit Jahren Vorgänge, die man sonst nur aus anderen Weltgegenden kennt", sagt Carel Mohn von "Transparency international", einer internationalen Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Berlin, die sich dem weltweiten Kampf gegen die Korruption verschrieben hat.
Heute vor 34 Jahren, am 5. Juni 1967, gelang es Israel in nur sechs Tagen, alle arabischen Nachbarstaaten zu besiegen und sein Territorium um mehr als das Doppelte zu erweitern.
Die "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" ist stolz auf die Deutschen: 72 Prozent der Bundesbürger seien bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden, teilte die Zentrale zum heutigen "Tag der Organspende" mit. Doch bei einer Umfrage Ja zu sagen, ist das eine.
Wieder einmal ist das Nahrungsmittel Fleisch in die Schlagzeilen geraten. Am Dienstag wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft gegen die in Köln ansässige Lebensmittelkette Rewe ermittelt.
Vor 548 Jahren, am 29. Mai 1453, ging im Südosten Europas eine glanzvolle Epoche zu Ende.
"Gegen den Rauch aus zweiter Hand" - sas ist das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertages, den die Weltgesundheitsorganisation jährlich am 31. Mai begeht.
Heute vor 546 Jahren, am 22. Mai 1455, begann in England ein Bürgerkrieg, der unter dem euphemistischen Namen "Rosenkriege" den Hochadel des Königreiches nahezu auslöschte.