Morgens um sieben ist die Welt noch grau. Mit leerem Blick sitzen sich die Menschen im U-Bahn-Waggon gegenüber.
Ingo Bach
Heute vor 177 Jahren, am 7. September 1822, brach mit dem "Schrei von Ipiranga" das südamerikanische Kolonialreich Portugals zusammen: Brasilien löste sich von seinem europäischen Mutterland.
Der Sommer des Jahres 1939 war neblig - zumindest für die europäische Diplomatie. Während der vom Deutschen Reich immer weiter verschärften Krise um Polen stocherten die Politiker auf allen Seiten blind herum, um die Absichten von Freund und Feind zu erkunden.
Eine richtige Drachenhöhle, nein, das ist Wolfgang Schwerdts Wohnung in Charlottenburg nicht. Von einer düsteren Atmosphäre, gar dem Geruch von Pech und Schwefel, ist in dem sonnendurchfluteten Büro nichts zu spüren.
Heute vor 213 Jahren, am 17. August 1786, ging in Preußen eine Ära zu Ende: Friedrich II.
Heute vor 1044 Jahren, am 10. August 955, schlägt der deutsche König Otto I.
BERLIN .Die ersten der lange umstrittenen Umweltstreifen, mit denen Umweltsenator Peter Strieder der Verschmutzung Berlins den Kampf ansagt, sollen ab April unterwegs sein.
"Nackt zu sein und dabei beguckt zu werden, ist für mich kein Problem", sagt Simone Hartmann.Die Malereistudentin an der Hochschule der Künste könnte es sich auch gar nicht leisten, genant zu sein.
Die Humboldt-Universität tritt aufs Gaspedal.Der Umzugstroß der mathematisch-naturwissenschaftlichen Institute in Richtung Adlershof gewinnt zunehmend an Fahrt.
Es regiert wieder der kulinarische Alltagsgeschmack in den Mensen, kaum daß die nordamerikanische Spezialitätenwoche am vergangenen Freitag zu Ende ging.Doch ist Geschmack bekanntlich etwas sehr Subjektives.
"Es gibt viele, die dem Semesterticket ein Begräbnis erster Klasse wünschen", sagte Uwe Stindt, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), am Mittwoch abend auf einer Podiumsdiskussion in der TU.Er hat damit vor allem einige Vertreter von Verkehrsunternehmen im Auge.
Zwei Uhr morgens - Zeit fürs Studium.Jetzt sind die Datenautobahnen frei und die Telefongebühren am niedrigsten.
Wie lange leben Totgesagte? Das Semesterticket für Berlin und Brandenburg ist noch gar nicht geboren, da wurde es schon mehrfach wieder zu Grabe getragen.
"Was zum Teufel sind Semesterwochenstunden?" Die Antwort auf diese Frage bringt schon so manchen inländischen Studienanfänger in Schwierigkeiten.
Die Diskussion um die Tarifverträge für die studentischen Beschäftigten in Berlin geht weiter.Erstmals haben sich nun einige Hochschulen zu dem Vorschlag des Wissenschaftssenators Peter Radunski geäußert, die Tarifverträge zum 30.
Eine "rechte Verschwörung" sei da im Gange, vermuten die linken Studentenvertretungen."Es ist doch kein Zufall, daß im Halbjahresabstand ein AStA nach dem anderen verklagt wird", sagt Carsten Peters vom AStA der Universität Münster.
Es ist fast schon eine Binsenweisheit: Der Karrieresprung in die Wirtschaft klappt besser mit einem Praktikum - besonders dann, wenn es im Ausland absolviert wurde.Doch wie kommt man an die raren Plätze?
Kein Wunder, daß Arnulf Baring auf die "68er" nicht gut zu sprechen ist.Der damalige wissenschaftliche Assistent am Otto-Suhr-Insitut war für die rebellierenden Studenten offenbar ein rotes Tuch.
Das Sozialbündnis von Studenten und Benachteiligten will aufrütteln - und provozierenVON INGO BACHDer Verkäufer der Obdachlosenzeitung "Motz" hatte hier im AudiMax der Humboldt-Universität dieselben Probleme wie sonst auch in den S-Bahnwaggons: Kaum einer wollte ihm ein Exemplar abkaufen.Dabei ging es auf dem Sozialpolitischen Kongreß am Wochenende an der HU eigentlich um die Solidarität aller "vom sozialen Kahlschlag betroffenen Gruppen".
Campus-Entdeckungen: Das Institut für Gerichtsmedizin an der Charité / 500 Obduktionen im JahrVON INGO BACHDas gelbe Backsteingebäude liegt idyllisch unter den alten Bäumen eines kleinen Parks.Die elegante Fassade mit dem hochherrschaftlichen Eingangsportal wirkt repräsentativ wie bei einem kleinen Palais.
Krumm vom Schulterklopfen - Was finden Politiker an Studentenprotesten gut - und was nicht? / Podiumsdiskussion an der TUVON INGO BACH"Wir wollen nicht nur verwertbar für die Industrie sein" Studenten und Politiker in einem Raum sind derzeit eine explosive Mischung.
Studenten in Berlin blockieren und diskutieren / Nicht immer ernten sie BeifallVON INGO BACHMontag früh, acht Uhr, Rotes Rathaus: Aktion "Bettelstudent" läuft pünktlich an - nur der Adressat fehlt noch.Die etwa 50 TU-Studenten scheinen ausgeschlafener zu sein als die Politiker.
8000 Studenten demonstrieren / Auch HU und TU entscheiden sich für Boykott von LehrveranstaltungenVON INGO BACH UND DOROTHEE NOLTERund 8000 Studenten trafen sich gestern nachmittag am Ernst-Reuter-Platz, um für soziale Absicherung aller Studenten, eine demokratische Hochschule und gegen eine Eliteuniversität zu protestieren.Die öffentliche Aufmerksamkeit war ihnen gewiß, da die Strecke zur besten rush hour vom Ernst- Reuter-Platz über die Hardenbergstraße hin zum Wittenbergplatz führte.
Der 26.Bundeswettbewerb Gesang in der Hochschule der Künste geht in die FinalrundeVON INGO BACHDas Lampenfieber sitzt als fetter schwarzer Kater auf der Bühne und läßt die potentiellen Opfer nicht aus den Augen - ihm gleich tun es die Jurymitglieder im Parkett des Konzertsaals der Hochschule der Künste.