Die iranische Führung ist in der Atomfrage verhandlungsbereit, weil sie die politische Anerkennung braucht.
Martin Gehlen

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEO kann im Iran einen ersten konkreten Erfolg verbuchen. Ihre Inspektoren dürfen am 25. Oktober die neue Urananreicherungsanlage nahe der Stadt Qom überprüfen.
Es gibt kaum Bewegung bei den Atomgesprächen mit Iran in Genf. Schon der Schah hatte ein ehrgeiziges, vom Westen unterstütztes Atomprogramm.
Am Donnerstag haben die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland in Genf versucht, die Bereitschaft des Iran zu Zugeständnissen im Atomstreit auszuloten. Nun gibt es erste Annäherungen.
Die Amerikaner verlassen den Irak – und die Iraker bekämpfen sich wieder untereinander

Ajatollah Ali Chamenei hat auf das Recht seines Landes gepocht, Uran anreichern zu dürfen. Der Iran müsse in dieser Frage standhaft bleiben, sagte der oberste Religionsführer in seiner Freitagspredigt in Teheran, die live im Fernsehen übertragen wurde.
Ajatollah Ali Chamenei hat auf das Recht seines Landes gepocht, Uran anreichern zu dürfen. Im innenpolitischen Teil seines Freitagsgebets griff er die Opposition an.
Der designierte Premierminister des Libanon, Saad Hariri, ist am Donnerstag zurückgetreten, nachdem er sich mit der Opposition nicht auf die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit verständigen konnte.

Zu Beginn des Studienjahres am 23. September mehren sich die Anzeichen, dass die iranische Führung Repressionen gegen Professoren und Studenten verschärfen wird - und dass die Lehrpläne beschnitten werden.
Die muslimische Welt feiert Ramadan – nur die Islamische Republik Iran sagt ihre islamischen Festtage ab. Zwar hat das Regime seit den Unruhen jedes Aufbegehren niederknüppeln lassen. Aber religiöse Feiern könnten leicht zur neuen Kraftprobe mit dem Volk werden.
Vor sechs Wochen trug sie beim Abendessen in einem populären Restaurant der sudanesischen Hauptstadt Hosen und war zusammen mit 12 weiteren Frauen von der Religionspolizei verhaftet worden. Nun wurde ihre Prügelstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt - doch zahlen will sie nicht.

Die arabischen Herrschergattinen geben ihren Ländern neuen Glanz – allen voran Asma al-Assad aus Syrien.
Iran unter Druck zu setzen, ist leichter gesagt als getan. Auch die jüngste Kulisse mit Sanktionsdrohungen ist noch nicht ganz aufgebaut, da zeigen sich schon erste Risse. Russland und China verweisen auf die neuen Vorschläge Teherans, um sich einer härteren Gangart zu entziehen.
Irans Regime fühlt sich am längeren Hebel. Es weiß, dass Russland und China für Spritsanktionen nicht zu haben sind. Doch was will der Iran?

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat sich mit seiner Kabinettsliste im Teheraner Parlament weitgehend durchgesetzt. Zuvor hatte es starke Kritik an den Kandidaten gegeben.
So kräftig hat das iranische Parlament noch nie gegenüber einer neuen Regierungsmannschaft Dampf abgelassen wie bei der Anhörung während der letzten fünf Tage. Die Mehrzahl seiner Minister sei unfähig, fachlich unter Niveau und ergebene Jasager, schallte es Mahmud Ahmadinedschad in der stürmischen Debatte entgegen.
Der Westen erwägt ein Benzinembargo gegen den Iran. Doch Obama zögert noch: Es könnte Ahmadinedschad in die Hände spielen.

Gaddafi regiert seit 40 Jahren Libyen. Der 67-jährige Revolutionsführer denkt allerdings nicht ans Aufhören, auch wenn er seinen zweitältesten Sohn Saif al Islam angeblich als Nachfolger vorbereitet.
Klammern und Prügeln: Die Krise im Iran treibt die Führung des Regime auseinander
Klammern und Prügeln: Die Krise im Iran treibt die Führung des Regime immer weiter auseinander.
Mit primitiven Schauprozessen sollte Irans Opposition nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl mundtot gemacht werden. Nun hat Irans oberster Führer Chamenei die Farce gestoppt.
Schauprozess vor dem Revolutionsgericht in Teheran: Die Anklage fordert die Maximalstrafe nachdem ein Angeklagter ein "Geständnis" im Schauprozess abgelegt hat.
Ali Akbar Salehi ist der neue Chef der Iranischen Atomenergiebehörde und wurde inzwischen auch von Mahmud Ahmadinedschad zu einem seiner Vizepräsidenten ernannt. Ein Porträt.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad benennt unerfahrene Minister in seinem neuen Kabinett und entfernt Kritiker - das Parlament droht mit einem Veto.