Einsame Herzen, Hippies und Einzelkämpfer: die Perspektive Deutsches Kino entdeckt Lebensfreude wie Gemeinschaftsgeist.
Patrick Wildermann

Zeitlos charmant: Im Grips-Theater bringt Anno Saul seinen Film „Kebab Connection“ auf die Bühne - und zeigt, wie wenig alle in der Zwischenzeit geführten Integrationsdebatten dem Stoff aus dem Jahr 2005 geschadet haben.

Das Komische im Tragischen: Torsten Fischer inszeniert „Phädra“ am Renaissance-Theater mit sagenhaft komisch wirkendem hohlen Pathos.
Familienfeste und andere Katastrophen in der PERSPEKTIVE.
Wem gehört die geplante City Tax? Die freie Szene von Berlin diskutiert im Berliner Radialsystem über die Bettensteuer zugunsten der Kultur und kommt zu dem Ergebnis - uns.

Wenn Gärten Eintritt kosten: Hellersdorfer Teenager aus schwierigen Verhältnissen spielen im Theater o.N. an der Kollwitzstraße in dem Stück „Hell erzählen“ ihre eigenen Geschichten. Ein Probenbesuch.
Ein Alien ist in der Volksbühne gelandet, es nennt sich Ulli Lommel und kommt aus einer fernen Galaxie namens Amerika. Seltsam muss es dort zugehen.

Der österreichische Punk-Dramatiker Werner Schwab schuf 1990 mit seinem Stück „Präsidentinnen“ einen Klassiker über die Abgründe des Kleinbürgertums. Am Berliner Ensemble feiert das "Fäkaliendrama" nun dank seiner Hauptdarstellerinnen eine furiose Wiederauferstehung.
Bleiben oder gehen? Das Stück „Telemachos“ im Ballhaus Naunynstraße zeigt Griechen im Exil.

Berühmt geworden ist Maria Furtwängler als "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm. Jetzt steht sie zum ersten Mal auf der Theaterbühne - in einer Farce von Neil Simon am Berliner Ku’damm. Eine Begegnung kurz vor der Premiere.
Verkorkster kann eine Liebesgeschichte kaum beginnen. Die Scheidungsanwältin Helen ist von ihrem verheirateten Lover per SMS versetzt worden und spült ihren Frust jetzt in einer Weinbar in Edinburgh mit 40 Pfund teurem Cabernet Sauvignon herunter.
Ode an Thomas Sankara im Theaterdiscounter.

Im Kino ist er noch ein Newcomer, doch seit Sabin Tambrea im Königsdrama "Ludwig II" zu sehen ist, steht er im Mittelpunkt des Interesses. Er selbst sieht sich als "Handwerker". Eine Kantinenbegegnung.
Die neue Gefahr-Bar in der Schaubühne.

Die Welt ist ein Dorf: Was Fenster aus der Karl-Marx-Allee auf der Biennale in der chinesischen Hafenmetropole zu suchen haben. Und wie der DDR-Architekt Richard Paulick nach Fernost kam.
Silvesterhit: Die Revue „Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre“ im Renaissance-Theater.
Aenne Quinones hat für das Festival "Many Years After" rumänische Theatergruppen ins Hebbel am Ufer eingeladen. In ihren Stücken stellen sich die jungen Regisseure der Vergangenheit, sprechen bittere Wahrheiten aus - kommentieren aber auch den aktuellen Turbokapitalismus, der das einstige sozialistische Land erfasst hat
Theater Aufbau Kreuzberg.
Für Safiye spielt es keine Rolle, ob ihre Geschichte von einer kurdischen, türkischen oder deutschen Schauspielerin erzählt wird. Wichtig ist ihr nur, Gehör zu finden.
Ballhaus Naunynstraße: das Stück zum NSU-Skandal.
„Aneinander – vorbei“.

Gesamtkunstwerk und „Transmedia-Wunder“: Phoebe Legere ist eine universelle Künstlerin. Nun gastiert sie in Berlin.
Früher stand sie für Off-Bühnen im zweiten Hinterhof, heute für trendige Tempel etwa an der Spree: Die freie Szene will ab 2013 prächtig von der neuen City Tax profitieren. Nur: Freie Szene - was heißt das heute? Blick in ein sich wandelndes Berliner Biotop.
„Der eiserne Gustav“ im Theater am Ku’damm.