Eine Sternstunde der Sprachmacht: Die Verleihung des Alfred-Kerr-Preises beim Berliner Theatertreffen
Patrick Wildermann
Der Stückemarkt des Berliner Theatertreffens prämiert die Nachwuchskünstler.
Beim Berliner Theatertreffen gastiert Regisseur Lukas Langhoff mit Ibsens „Volksfeind“, einer Inszenierung aus Bonn. Eine Begegnung mit dem ungewöhnlichen Stadttheatermacher.
Zukunft muss sein: Ein Abend für Thomas Langhoff an der Akademie der Künste.
Anstiftung zu grobem Unfug: Die Schauspielerin Sophie Rois erhält den Theaterpreis Berlin 2012.
Bei Filmfestivals haben die Filmstars ihren großen Auftritt. Aber nur wenige schaffen es von der Filmhochschule bis dahin

Lust auf Wechsel: Matthias Lilienthal leitet das Berliner HAU, es ist seine letzte Saison. Er ist einer der Sieger des Theatertreffens. Ein Gespräch über Politik und Paradigmen.

Die Stücke der britischen Dramatikerin Sarah Kane waren fast von der Bühne verschwunden. Wie viel Wucht und Schmerz in ihnen steckt, zeigen die Münchner Kammerspiele in Johan Simons’ Trilogie „Gesäubert / Gier / 4.48 Psychose“, die das Berliner Theatertreffen 2012 eröffnen.
Sittenbild mit Schürze: „Ein seltsames Paar“ am Berliner Schlossparktheater.
Natürlich ist es eine gute Sache, wenn für afrikanische Kinder eine Schule gebaut wird. Aber trotzdem muss man auch über das Käsebrötchen reden, das Flecken auf dem Klemmbrett verursacht. Wir sind so gut: Das Stück „Benefiz“ im Renaissance-Theater.
Die Performerin Beatrice Fleischlin hat auf dem Gästeklo ihrer Tante mal eine bemerkenswerte Postkarte an der Wand entdeckt: „Ich kann, weil ich will, was ich muss“, stand darauf. Wenn man diesen Satz nicht nur im Notdurft-Zusammenhang liest, führt er uns mitten in die Wüste des freien Willens.

Das English Theatre hat einen Wettbewerb für Zehn-Minuten-Stücke veranstaltet. Nun zeigt es die fünf Sieger. Ein Schnelldurchlauf.

Varieté, Chanson, Jazz: Der Deutsch-Holländer Sven Ratzke ist ein vielseitiger Entertainer. In Heimathafen Neukölln singt er jetzt den „Groschenblues“.
Ballhaus Naunynstraße: die neue Leitung.
Die Theatergruppe Machina eX bringt Computerspiele auf die Bühne, Ihr Fachgebiet sind Point'n-Click-Adventures, interaktive Games, bei denen der Spieler sich durch virtuelle Abenteuer navigiert. Nur dass die Spielfiguren aus Fleisch und Blut sind und höchstlebendig auftreten. Ein Probenbesuch vor der Premiere im Berliner HAU.

Das Grips-Theater zeigt die toll inszenierte aber symbolisch höchstproblematische Tierparabel „Die besseren Wälder“.
Rainald Goetz trifft Franz-Josef Wagner, und Ja, Panik spielen die Musik dazu: Patrick Wengenroths Theatersample „Katarakt/Brief an Deutschland“ in Berlin. Leider gibt es keine befriedigend-gelungene Summe der einzelnen, durchaus gelungenen Teile.

Die Dokumentartheater-Spezialisten von Rimini-Protokoll präsentieren die „Lagos Business Angels“ im HAU 1. Zuvor haben sie sich in Nigeria unter die Geschäftemacher und Glücksritter begeben.

Wie ein Freie-Szene-Theater mit viel Geld und sehr guter Laune: Deichkind exerzieren den Exzess in der Berliner C-Halle perfekt durch.
Deutsch-griechisches Freundschaftstreffen: Die Neuköllner Oper gastiert mit ihrem Stück „Yasou Aida“ in Thessaloniki. Eine Reise ins Herz der Krise.
Krzysztof Warlikowski, Thomas Ostermeier, Ivo van Hove: Die Schaubühne zeigt bei ihrem Festival neue internationale Dramatik und setzt dabei auf die Bearbeitung bewährter Vorlagen.

Exkursion durch einen schillernden Theaterweltraum: Die Konrad-Adenauer-Stiftung ehrt den Schauspieler Gert Voss, der gut gelaunt aus seinem großen Erlebnisfundus berichtet.
100 Grad Berlin: Das Marathon-Festival der freien Szene im HAU und in den Sophiensälen.
Eine sonderbare Diskussion über die Situation der Roma in der ungarischen Botschaft – aus Anlass von Bence Fliegaufs Drama "Just the Wind". Der CSU-Moderator lobt Ungarn im Kampf gegen Rassismus – und tadelt Deutschland