Der "Islamische Staat" fährt mit Planierraupen durch Nimrud. Wo antike Ruinen standen, gibt es nur noch Schutthaufen. Die Barbarei der Dschihadisten verschlägt den Atem. Das Ausmaß des Kulturverlusts ist gewaltig. Ein Kommentar.
Rüdiger Schaper

Herbert Fritsch inszeniert „der die mann“ nach Konrad Bayer - und triumphiert an der Volksbühne. Fritsch schenkt Bayers dunklen Texten Helligkeit und Licht – auf einer Showbühne mit Drehwurm. Die Schauspieler kommen in knallbunten, eleganten Gummiklamotten und in Beatles-Banduniformen daher; Fetischtypen, Raumfahrer, Zombies

Die Münchner "Baal"-Inszenierung von Frank Castorf wird in Raten abgesetzt. Der Suhrkamp Verlag scheiterte daran, die Erben von Bertolt Brecht umzustimmen.

Berlin wächst, die Touristen kommen, doch die Staatlichen Museen melden Besucherschwund. Verfehlte Politik, zu wenig Attraktionen? Ein Gespräch mit Generaldirektor Michael Eissenhauer.

Krieg und Katastrophen, Umbau und Wandel, Teilung und Wiedervereinigung – all das bleibt ablesbar an der Berliner Theaterarchitektur. Der schmale Bildband von Monika Bauert und Ulf Buschmann erzählt Stadtgeschichte anhand Berliner Theaterbauten.

Schon die Frage schränkt ein, denn sie setzt Grenzen. Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit, nicht nur bei Karikaturen.

Lehrstück ohne These: Armin Petras kehrt nach Berlin zurück, um „Der geteilte Himmel“ nach Christa Wolf in einer Kurzfassung an der Schaubühne zu inszenieren.

Wozu braucht das Humboldt-Forum einen Intendanten? Das Werk des großen Reisenden Alexander von Humboldt weist den Weg.

Die Volksbühne singt und tafelt zum Jubiläum des Hauses am Rosa-Luxemburg-Platz. Und spekuliert über die Intendanz nach Frank Castorf.

Was macht die Uhr über der Bühne? Warum läuft die Liebe manchmal rückwärts? Wie lange dauert ein ewiges Konzert? In Spoleto stand die Theateruhr jahrzehntelang still. Und in der Dresdner Semperoper hatte die Uhr schon im 19. Jahrhundert eine Digitalanzeige. Zeitsplitter und Endspiele zum Jahreswechsel.

Sternschnuppen sind vergänglich, wie wir.

Berlin, die Hauptstadt der Improvisation, erlebt mal wieder eine nervige Bastel- und Bauphase. Wichtige Museen sind für Jahre geschlossen. Doch die Kulturbaustellen eröffnen auch Aussichten – und es gibt viel versprechende Pläne.

Joe Cocker tauchte 1968 in den Hitparaden auf wie ein Orkan. Der gelernte Klempner stieß Töne aus wie nie ein Rock-, Soul- oder Bluessänger zuvor. Sie kamen aus der Tiefe seines Körpers. In der Nacht auf Montag ist die Rocklegende im Alter von 70 Jahren verstorben.

Monika Grütters hatte ein geglücktes erstes Jahr. Im Gurlitt-Fall machte die CDU-Frau Tempo bei der Aufarbeitung des Raubkunst-Themas. Und das Humboldtforum erklärte sie zu ihrer "Herzensangelegenheit".

Die Volksbühne wird 100 Jahre alt. Begangen wird das Jubiläum mit einem aberwitzigen Programm mit dem Titel „Ach Volk, du obermieses“. Und die Apokalypse - die schwingt mit.

Neustart am Berliner Ensemble: Oliver Reese wird 2017 Claus Peymanns Nachfolger. Er will aus dem Haus eine Autorenbühne machen. Und vor guter Unterhaltung hat er auch keine Scheu.

Ein Jahrhundert Volksbühne ist ein Grund zum Feiern. Einmal angefangen, kommt das alte Haus da so schnell auch nicht mehr raus. Dabei hätte die Bühne ihr großes Jubiläum fast verschlafen.

Stefan Pucher inszeniert in den Kammerspielen des Deutschen Theaters Bertolt Brechts "Baal" - und versetzt die Geschichte vom egomanischen Triebmenschen in eine seltsam gestrige Zirkuswelt

Eine kostbare Angelegenheit: Alexander von Humboldts amerikanische Reisetagebücher sind für drei Tage in der Staatsbibliothek zu sehen.

Das Deutsche Theater Berlin, ein weites Land: Schauspieler Ulrich Matthes und Intendant Ulrich Khuon unterhalten sich über die hauptstädtischen Bühnen, die Qualität von Ensembles – und das Verhältnis zur Kritik.

Es ist ein Meilenstein und für die Berliner Museumslandschaft und ein Durchbruch für die Bemühungen von Kulturstaatsministerin Monika Grütters: 200 Millionen Euro will der Bund für den Neubau des Museums der Moderne in Berlin zur Verfügung stellen.

Das Abschiedsgespräch: Der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit zieht kulturpolitische Bilanz. Von seinem Nachfolger Michael Müller erwartet er, dass er die Strukturen für Künstler in der boomenden Stadt verbessert.

Das "Zentrum für Politische Schönheit" hat Mauerkreuze entwendet - und zurückgebracht. Die Aktion erinnert an Christoph Schlingensiefs Auftritte. Doch die Künstler arbeiten heute anders.

Der syrische Bürgerkrieg hat Millionen Menschen heimatlos gemacht, darunter auch viele Künstler. Im Literarischen Colloquium Berlin sprechen syrische Schriftsteller und Filmemacher über ihre Heimat.