
Autoren und Alkohol: Das ist eine alte und spektakuläre, traurige Verbindung. Säufergeschichten genießen hohe Aufmerksamkeit. Doch der Monat Januar ist von Natur aus eher nüchtern.

Rüdiger Schaper schreibt seit 1999 für den Tagesspiegel. Er war siebzehn Jahre Ressortleiter Kultur und arbeitet jetzt als Kulturpolitischer Korrespondent.

Autoren und Alkohol: Das ist eine alte und spektakuläre, traurige Verbindung. Säufergeschichten genießen hohe Aufmerksamkeit. Doch der Monat Januar ist von Natur aus eher nüchtern.

Wir leben in einer Gesellschaft, die auf das gute Glück vertraut, Katastrophenschutz wird dabei gern vernachlässigt. Müssen wir stattdessen jetzt alle zu Preppern werden?

Böller bestimmen die Lage, zumal in der Hauptstadt. Aber viele Menschen wünschen sich einen ruhigen Jahresausklang. Ein Blick in die Geschichte und andere Länder zeigt, dass das möglich ist.

Er leitete fast drei Jahrzehnte lang die Berliner Festspiele, vermittelte zwischen Ost und West, war ein führender Kopf der Kultur: Jetzt ist Ulrich Eckhardt mit 91 Jahren gestorben.

Einsparungen, Rücktritte, Skandale: 2025 wurde die Kultur in Berlin arg gebeutelt. Zuletzt gab es dann doch noch ein paar gute Nachrichten. Doch noch immer fehlt etwas Entscheidendes: eine Vision.

Am 20. Dezember performt Sasha Waltz gemeinsam mit der jungen Cellistin zu Sonaten von Bach, beim „Bach Cello Dance“ im Funkhaus Nalepastraße. Wir haben das Duo vorab getroffen.

Nostalgie und neue Perspektiven: Die Berliner Kulturszene sucht nach einem Ausweg aus der gegenwärtigen Krise. Könnte ein Megaevent wie Olympia helfen?

Sophie Rois als Heiliger Franziskus: In diesem wilden Stück wird gealbert und nach Erlösung gesucht. Und wunderschön gesungen.

Der Winter ist da und viele Menschen tun sich mit der Dunkelheit schwer. Doch in diesem Jahr ist manches anders. Ein Blick über die Hauptstadtgrenze hinaus verspricht Heilung für das Berlin-Syndrom.

Das neue Stück der israelisch-deutschen Regisseurin dreht sich um große moralische Fragen und landet im Ehekrieg Klein-Klein. Dimitrij Schaad spielt die Hauptrolle.

Vor 150 Jahren wurde der Sprachzauberer in Prag geboren: Rainer Maria Rilke wird am 4. Dezember in Marbach mit einer großen, von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffneten Ausstellung geehrt.

Eine außergewöhnliche Stunde in der Akademie der Künste: Freunde und Weggefährten erinnern an den verstorbenen Meister - mit einem langen kollekiven Schweigen.

Künstlerische Differenzen, die politisch sind: Adania Shiblis Palästina-Buch „Eine Nebensache“ kommt kurzfristig nicht auf die Bühne, zu den konkreten Gründen schweigen die Beteiligten. Ein bitterer Vorgang.

Erinnerungen an die frühere Heimat und einen fast vergessenen Krieg: Das Berliner Ensemble bringt ein tragikomisches Buch in ungewöhnlicher Besetzung auf die Bühne.

Auch im Doppelhaushalt 2026/27 wird wieder heftig gestrichen. Derweil muss Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson eine Affäre um Fördergelder aufklären, in der ihre eigene Rolle unklar ist.

Er kämpft gegen Donald Trump und war immer schon politisch engagiert. Neil Young ist ein Baum, an den man sich in schweren Zeiten anlehnen kann. Eine Gratulation.

40 Jahre lang traf sich die Unesco in Paris, nun drängt Usbekistan als Gastgeber auf die internationale Bühne. Präsident Mirziyoyev wirbt für Toleranz – in seinem Land ist es um die Meinungsfreiheit aber schlecht bestellt.

Das Renaissance Theater und das RambaZamba sind durch die Sparpolitik des Senats in ihrer Existenz gefährdet. Sie schlagen Alarm. Und die Krise trifft noch viel mehr Bühnen.

Die zwanziger Jahre sind wieder en vogue. Und bleiben aktuell für die Gegenwart. Warum die Faszination für dieses irre Jahrzehnt anhält.

Heute in der Frühe wurde die Uhr um eine Stunde zurückgedreht – und die Debatte über Sinn oder Unsinn flammt wieder auf. Unser Autor hat einen fast schon poetischen Blick auf die Zeitumstellung.

Wiedergeburt eines Stars: Drei queere Performer erforschen in „Androgynous. Portrait of a Naked Dancer“ das Leben der legendären Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber aus den zwanziger Jahren.

Musiktheater, Oratorium und Geisterbeschwörung zugleich: Mit „The Great Yes, The Great No“ bringt William Kentridge ein umjubeltes Stück Welttheater ins Berliner Festspielhaus.

Die Regierungsfraktionen streiten über ein neues Wehrdienstgesetz. Soll der Zufall darüber entscheiden, wer dient? Kommen im Ernstfall die Pechvögel an die Front? Da werden böse Erinnerungen wach.

Keine Satire: Die Schriftstellerin Sibylle Berg und der Satiriker Martin Sonneborn spielen in der Berliner Volksbühne mit EU-Geld und dem Frieden in der Welt.
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