
Lesende sind Globetrotter. Sie wollen gern in ferne Zeiten und an fremde Gestade entführt werden. Fünf Lektüre-Tipps der Redaktion.

Lesende sind Globetrotter. Sie wollen gern in ferne Zeiten und an fremde Gestade entführt werden. Fünf Lektüre-Tipps der Redaktion.
Am Mittwoch wird der Grundstein zum Berliner Stadtschloss gelegt. Das Bauwerk wird ein Kompromiss in jeder Hinsicht und vermag weder die Kanzlerin noch den Regierenden zu begeistert.

Die Theaterlegende Franca Rame ist gestorben. Kein Blatt passte zwischen sie und ihren Mann, den Theaterclown Dario Fo. Oder manchmal doch, wie in ihrem Kultstück "Offene Zweierbeziehung" zu sehen ist.

Nina Hoss geht vom Deutschen Theater an die Schaubühne. Das ist mehr als ein bloßer Schauspielertransfer, es ist ein Zeichen: Die Berliner Theaterszene braucht Veränderung.

Beim Theatertreffen bedankt sich der großartige Schauspieler Jürgen Holtz für den Berliner Theaterpreis - und findet kein Ende.

Lagerkoller, Lagerfeuer – und Constanze Becker als „Medea“: Zur Eröffnung des 50. Theatertreffens wurden laue Reden gehalten und Michael Thalheimers Euripides-Inszenierung gastierte aus Frankfurt/Main.

Man freut sich darauf und hat zugleich Angst davor: ein Versuch, das seltsame Wesen des Theatertreffens zu verstehen.

Dem Schauspieler Walter Schmidinger zum 80.

Die Ausstellung „Uruk – 5000 Jahre Megacity“ auf der Berliner Museumsinsel zeigt, wie die erste Großstadt entstand. Wie Schrift und Verwaltungstechnik entwickelt wurden. Und wie alt das Land ist, das heute Irak heißt.
Zum 70. des Regisseurs Dimiter Gotscheff.

Eine feine Nachtmusik: Robert Wilson und CocoRosie verzaubern mit ihrem „Peter Pan“ das Berliner Ensemble.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher ist eingefallen, dass manch ein Haus aus der DDR doch auch ganz schön ist. So wird sich Berlin nicht weiter entwickeln. Die Stadt braucht mehr architektonischen Mut. Sie muss wieder höher hinaus wollen.

Mit Fantasie und Feinsinn: Die Gewinner des ersten Architekturwettbewerbs für die Zentral- und Landesbibliothek auf dem Tempelhofer Feld lassen Hoffnungen aufkommen, dass Berlin sich architektonisch endlich mal etwas traut.

Istanbul zieht Künstler an, lädt ein zum Austausch. Hier berühren sich Geschichte und Zukunft. Ein Besuch in Tarabya, der neu gegründeten deutschen Kulturakademie am Bosporus.

Das Model, der Sänger, der Schauspieler, der Maler, der Konzeptkünstler: Die Ausstellung „David Bowie is“ des Victoria & Albert Museums in London feiert den britischen Popstar.

Castelluccis „Hyperion“ an der Schaubühne.

Walter Jens war ein brillanter Rhetoriker und scharfer Denker. Doch in der Welt, in der er jetzt lebt, ist es einsam. Walter Jens leidet an Demenz. Am Freitag wird er 90 Jahre alt.
Ein weitläufiges Gelände ist die Berliner Museumswelt, und nicht ganz ungefährlich. Hier eine Tretmine, dort eine Baustelle; hier im tosenden Großstadt- und Touristenstrom eine Insel mit Nofretete, dort eine Oase der Ruhe mit Holbeins und Cranachs und Rembrandts; hier ein Masterplan zur Neuordnung der Sammlungen, dort der Untergang des Abendlandes, der sicher kommt, wenn die Gemäldegalerie für die Meisterwerke des 20.
Wahrscheinlich sind die Linken die wahren Traditionalisten. Auch wenn es „die Linken“ natürlich nicht gibt, ebenso wenig wie „die Künstler“ und „die Politiker“.
„Der Stellvertreter“ – uraufgeführt vor 50 Jahren.
Im Roten Rathaus gab’s am Mittwochabend eine Diskussion zur Frage „Brauchen wir eine neue Kulturpolitik?“ Auf dem Podium herzten und beharkten sich, wie man es nimmt, Annemie Vanackere, die neue Leiterin des Hebbel am Ufer, Barrie Koskie, der neue Intendant der Komischen Oper, Martin Roth, neuer Direktor des Victoria & Albert Museums London, und André Schmitz, Berlins Kulturstaatssekretär.

Die Tanzcompagnie von Sasha Waltz ist strukturell unterfinanziert. Gespräche mit dem Senat bleiben aber ohne Ergebnis. Jetzt denkt Waltz darüber nach, Berlin zu verlassen.

Bankenkrise, Managerdämmerung: Andres Veiels „Im Himbeerreich“ – die Uraufführung läuft jetzt im Deutschen Theater. Doch statt eines kompromisslosen Finales gibt's nur eine Runde Beruhigungsmittel des Regisseurs.
In Washington ist Ballsaison. Man tanzt, speist, kleidet sich, wenn der Präsident vereidigt wird.
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