Der Durchschnittstexaner hält Roquefort vermutlich für eine gebirgige Variante von Fort Knox und die Französin für ein baretttragende Gazelle mit einem festgefrorenen oh-là-là auf den Lippen. Genau so ein Wesen ist Geneviève, die für ein Jahr an der Sindona High zu Gast ist.
Silvia Hallensleben
Historisch gesehen ist das Kino aus der Überwachung geboren. Vor der Kunst kam die Kontrolle.
An einem langen Geländer tasten sich Frauen durch einen Garten. Wenn sich zwei fremde Hände treffen, tasten sie das Gegenüber blitzschnell und kundig ab.
Es gibt einen frischen Wind in der jungen deutschen Filmszene - und der weht mitten ins Leben hinein. Es ist das Leben der gerade erwachsen werdenden Generation, und es sind unaufgeregte, aber doch leidenschaftliche Filme.
Manchmal haben die Übersetzer keine Chance. Oder wie sollte man den Titel "Les glaneurs et la glaneuse" zutreffend im Deutschen wiedergeben?
Manche dachten wohl an ein Attentat, als am dritten Abend plötzlich hohe Flammen aus dem Kopienlager des Turiner Filmfestivals schossen. Doch vermutlich war nur ein Kurzschluss die Ursache.
"War Hitler schwul?", titelte die Bild-Zeitung vor einigen Wochen anlässlich eines kürzlich erschienenen Buches des Bremer Historikers Lothar Machtan.
Eine hellblaue Geburtstagstorte grüßt von den Plakaten. Auch die Duisburger Filmwoche ist längst erwachsen geworden, ihren 25.
Mit Bier fing es an. Mit gutem Geschmack.
Gegensätze ziehen sich an, heisst es. Zumindest das Kino, speziell der Liebesfilm, lebt von der Spannung der Mesalliance: Stadtmaus und Landmaus.
Wolken ziehen vorüber. Gräser, von Morgenlicht gestreift.
Tunesien gilt zu Recht als einer der islamischen Staaten, in dem die Frauen relative Freiheit genießen. 1957 schon hat Habib Bourguiba, erster Präsident des frisch unabhängigen Landes, dem weiblichen Geschlecht weitgehende Rechte zugestanden.
Ein New Yorker Hochhaus im Wandel der Tages-, nein Nachtzeiten. Andy Warhols Empire macht den Auftakt der großen Andy-Warhol-Film-Retrospektive, die die Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie begleitet.
Eine Missionarin ist sie wirklich nicht. Im Gegenteil.
Arnold Schwarzenegger kommt mit "Collateral Damage" erstmal nicht ins Kino. Und auch sonst wird in Hollywood derzeit hektisch gebastelt: an Startlisten, unpassenden Filmschlüssen und den Projekten der nächsten Jahre.
Es ist eine oft beklagte Tatsache, dass deutsche Dokumentarfilme ihre Stoffe gerne ganz weit draußen suchen, in Kuba, Czernowitz oder Mexiko. Auch dieser Film führt uns in eine fremde Welt, nach Moskau.
Das Erwachsenwerden in der Provinz ist lustiger als das in der Großstadt. Jedenfalls dann, wenn man nicht nur Mahlow oder Holzminden zur Provinz zählt, sondern auch Freiburg oder Bonn.
Filme mit anständigen Menschen haben meist soziale Themen. Selten sind die anständigen Menschen dabei Politiker oder Fabrikbesitzer, eher schon Kleinkriminelle oder Nutten.
Der kubanisch-deutsche Kulturaustausch hat feste Regeln. Die Kubaner schicken uns Zigarren, Revolutionsromantik, gute Laune und alte Männer.
Für alle, die das afrikanischen Kino lieben und sich auch für Filme vom Rest der Welt interessieren, ist es eine Katastrophe, dass seit Jahren das Berliner Afrika-Film-Fest zeitgleich zur Berlinale stattfindet. Beides ist für die meisten nicht machbar.
Ist das nun Zufall, Schicksal, der berühmte japanische Schmetterling? Oder der Stummfilmgott, der es uns mal so richtig zeigen will?
Erwachsenenfragen verzehren sich gerne im Verlust von Möglichkeiten. Teenagerfragen sind voller Selbstungewissheit und Trotz.
Auf manchen europäischen mittelalterlichen Gemälden ist die Seele von Sterbenden ein zartes Flügelpaar, das dem Himmel entgegenschwebt. Auch im heutigen Japan können die Seelen fliegen.
Eigentlich ist dieser Film noch nicht so richtig reif für die "City Lights". Zu neu, zu mainstreamig.