
Trotz aller Proteste soll die Carl-Orff-Grundschule ihr Hortgebäude hergeben. Das hat das Bezirksamt beschlossen. Aber die Schule gibt nicht auf. Jetzt kommen die Stadträtinnen zum Ortstermin.

Trotz aller Proteste soll die Carl-Orff-Grundschule ihr Hortgebäude hergeben. Das hat das Bezirksamt beschlossen. Aber die Schule gibt nicht auf. Jetzt kommen die Stadträtinnen zum Ortstermin.

Friedrichshain-Kreuzberg kommt seinen gesetzlichen Pflichten nicht nach, weil es zu wenig Bezirksärzte gibt. Davon sind auch die Kitakinder betroffen.

Nicht nur die Straßen sind Flickwerk, sondern auch die Pläne, nach denen der Senat und die Bezirke ihre Gelder für öffentliche Aufgaben verteilen. Der strikte Sparkurs ist überall zu merken – ob an maroden Schulen und Krankenhäusern oder fehlenden Mitarbeitern in Ämtern und Büchereien.

Staubige Klassenzimmer, unhygienische Toiletten - über schmutzige Schulen wird viel geklagt. Deshalb fordern die Grünen, dass der Senat das Problem zur Chefsache macht. Das könnte auch den Reinigungskräften helfen.
Sandige Flure, unhygienische Toiletten, staubige Klassenzimmer - über schmutzige Schulen wird viel geklagt. Die Grünen fordern, dass der Senat das Problem zur Chefsache macht. Jetzt haben die Abgeordneten das Wort.

Die Bewerberzahl für die 1800 offenen Lehrerstellen war überwältigend - darunter 3300 Quereinsteiger. Aber von denen werden wohl nur 400 eine Chance haben. Die Pläne, wie diese ausgebildet werden sollen, empören Experten.

Friedrichshain-Kreuzberg will keine Dumpingfirmen bei der Schulreinigung mehr. Doch eine berlinweite Regelung ist nicht in Sicht. Unter anderen Neuköllns SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky erteilt seinem Parteikollegen Peter Beckers eine Absage.

Früher endete die Schule um 13.15 Uhr. Heute bleiben viele Schüler bis 18 Uhr. Bei den Reinigungsvorgaben wurde der Ganztagsbetrieb kaum berücksichtigt. Das soll sich ändern.

Bei der Suche nach Lehrern sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Jetzt versucht es der Senat mit einer regional zugeschnittenen Kampagne und spricht sogar Bayerisch.

Die Berliner GEW konnte sich auf Bundesebene nicht durchsetzen. Jetzt muss sie die Verhandlungen mit den Innenministern abwarten.

Berlin sucht noch über 1700 Lehrer zum neuen Schuljahr. Vor allem in den Brennpunktbezirken dürfte es knapp werden. Die Verwaltung steuert jetzt auf ganz neue Art dagegen - mit Bustouren für auswärtige Bewerber.

Um den Lehrermangel zu beenden, werden auch Quereinsteiger zur Bewerbung zugelassen. Der Senat, meint unsere Autorin, steht in der Pflicht diese auch ausreichend auszubilden.

Beim Senat haben sich 5600 Bewerber gemeldet. Und noch viel mehr haben Interesse am Lehrerjob – die Telefone stehen nicht mehr still. Aber die Warnungen vor überforderten Seiteneinsteigern werden lauter.

Einen wahren Bewerberansturm erlebt die Berliner Schulverwaltung in diesen Wochen. Täglich steigt die Zahl der Interessenten. Dennoch ist die Verwaltung noch immer alarmiert.

Fühlen sich die Gymnasiasten tatsächlich gestresster als Sekundarschüler? Eine Umfrage zum Thema Turboabitur soll das klären. Schon jetzt steht fest: Ihre Wochenstundenzahl ist fast identisch.

Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will Kosten sparen und verkauft sein Rathaus. Teile der Verwaltung sollen ins Rathaus Schmargendorf ziehen. Hier ist aber eine Bibliothek, die in ein Schulgebäude ausweichen muss. Die Carl-Orff-Grundschule klagt bereits jetzt über Platzmangel.

Bildungsstaatssekretär Rackles wirft den Bezirken vor, mangelhafte Putzdienste nicht konsequent zu erfassen. Deshalb können sie immer wieder an Aufträge kommen.

Alle fordern eine Musterausschreibung für die Schulreinigung, aber keiner will die Verantwortung übernehmen. Enttäuschte Eltern wenden sich mit einem offenen Brief an die Bildungssenatorin.

Große Erwartungen waren an die Arbeitsgruppe „Schulreinigung” geknüpft, die eine Musterausschreibung für die Reinigung der Berliner Schulen entwickeln sollte. Plötzlich gibt es sie nicht mehr.

Lehrer sein ist offenbar doch nicht so schlimm - denn die Zahl der Bewerber steigt fast täglich. Mittlerweile sind es schon 4000, darunter etwa 2000 Seiteneinsteiger. Besonders diese sieht mancher mit Sorge.

SPD-Fraktionschef Raed Saleh will die Eltern entlasten, aber was das Land drauflegen müsste, weiß er nicht. So ähnlich verhält es sich bei dem Ausbau der Sprachförderpflicht vor der Einschulung: Die Opposition sieht einen "Popanz".

Wer auf seinen täglichen Wegen auf die BVG angewiesen ist, wird häufig im Regen stehengelassen. Chefs und Klassenlehrer haben für Verspätungen aber nur selten Verständnis. Susanne Vieth-Entus versteht Schüler, die manchmal ein Taxi nehmen.

Der Landeselternausschuss fordert mehr Flexibilität bei der Genehmigung von Hochbegabtenklassen. „Die starre Planung ist ungerecht“, kritisiert Landeselternsprecherin Lieselotte Stockhausen-Döring.

Ganz allein bleiben Berlins Schüler wohl trotz des chronischen Lehrermangels nicht: Für die rund 1700 offenen Stellen sind inzwischen einige Bewerbungen zusammengekommen – und zwar nicht nur von Seiteneinsteigern.
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