Verfassungsrichter sollen über Plätze für Journalisten im NSU-Prozess entscheiden / Neue Details über Umfeld der Terrorzelle.
Thomas Seibert

Sechs Monate nach der tödlichen Prügelattacke auf Jonny K. am Alexanderplatz ermittelt die türkische Justiz gegen den Hauptverdächtigen Onur U.. Er soll nicht nach Deutschland ausgeliefert werden. Der Opferbeauftragte Berlins hofft allerdings, dass Onur U. sich nun doch noch stellt.

Türkei rügt Holland: Muslimischer Junge soll nicht bei lesbischem Paar leben.

Deutschland macht nicht nur mit dem Streit um den NSU-Prozess Schlagzeilen in türkischen Medien.

Der Streit um den Zugang türkischer Diplomaten und Journalisten zum Münchner NSU-Prozess verschärft sich. Die türkische Regierung stellte die Unparteilichkeit der deutschen Richter in Frage, eine regierungsnahe Zeitung warf Deutschland vor, Neonazis zu schützen.

Mit seiner Platzvergabe beim NSU-Prozess sorgt das Münchner Oberlandesgericht in der Türkei für Zweifel an der Glaubwürdigkeit der deutschen Justiz. Am Bosporus wird der Verdacht laut, das Gericht wolle die wahren Dimensionen der rechtsextremen Verbrechen vertuschen.

Die PKK hat offiziell den Waffenstillstand verkündet. Im Südosten der Türkei wünscht man sich nach 30 Jahren Krieg nun neben Frieden auch etwas Wohlstand.

Der Gesprächskultur in den Kaffeehäusern droht das Aus. Die Regierung weitet das Rauchverbot in geschlossenen Räumen aus. Sie verweist dabei auf gesundheitliche Gründe.

Stück für Stück kämpfen sich die syrischen Rebellen voran. Auch Assad räumt ein: Die Lage ist brisant. Und am Abend erschüttert eine Bombe die syrische Hauptstadt. Über 40 Menschen sterben.

Die Regierung und die Rebellen in Syrien beschuldigen sich gegenseitig, Chemiewaffen einzusetzen. Die Opposition wählte sich derweil einen Übergangspremier.

Die Gegner von Präsident Assad verhandeln in Istanbul über eine Übergangsregierung – und zeigen vor allem, wie uneinig sie sind. Zwischen Kämpfern und Exilgruppen verläuft ein tiefer Graben.

"Warte Wembley!", "Europa, der Eroberer kommt" - nach dem 3:2-Sieg von Galatasaray Istanbul bei Schalke 04 und dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League herrscht nationalistisches Hochgefühl in der Türkei.
Berlin - Der am Samstagabend aus der Türkei zurückgekehrte Alexanderplatz-Schläger Bilal K. sitzt jetzt in der Untersuchungshaftanstalt Moabit.
Jeden Tag verübten deutsche Neonazis Hassverbrechen gegen Türken, ohne dass diese ernsthaft geahndet würden, erklärte der türkische Kulturminister Ömer Celik über Twitter. Dass die rechtsextreme NSU über Jahre ihre Morde begehen konnte, gebe ebenfalls zu denken.

Bilal K. hat sich nach Monaten gestellt. Damit ist nur noch ein Tatverdächtiger für die deutsche Justiz nicht erreichbar, er ist in der Türkei. Den Berliner Ermittlern ist unklar, wie die türkischen Behörden vorgehen.

Die Türkei trauert um die Opfer von Backnang. Gleichzeitig macht sich Misstrauen breit. War es wirklich ein Unglück? Im Sinne guter Beziehungen zur Türkei gibt es jetzt nur einen Weg: den völliger Transparenz.

Jedes Frühjahr, wenn die Grabungslizenzen erteilt werden, ernten deutsche Archäologen in der Türkei harsche Kritik. Das hat meist politische Gründe, ebenso wie die Rückgabeforderungen an Berlins Staatliche Museen, die Kulturminister Ömer Celik jetzt erhebt.

Die türkische Metropole Istanbul bekommt eine weitere Moschee - initiiert von Recep Erdogans Regierungspartei AKP. Kritiker und Opposition sehen die säkulare Republik gefährdet.

Der Bürgerkrieg tobt. Schon gibt es eine Million heimatlose Syrer – das überfordert das UN-Flüchtlingshilfswerk und die Aufnahmestaaten. Auch immer mehr Christen sitzen auf gepackten Koffern.

Zerzauste Haare, blaue Augen und blutige Wunden: Mit einer drastischen Foto-Kampagne soll auf die alltägliche Gewalt gegen Frauen in der Türkei aufmerksam gemacht werden - prominent unterstützt.

Zwischen deutschen und türkischen Soldaten soll es bei dem gemeinsamen Einsatz an der Grenze zu Syrien zu Reibereien gekommen sein. Wo liegen die Probleme in der Zusammenarbeit?

PKK-Chef Öcalan bietet den Rückzug seiner Rebellen aus der Türkei an.

Bei Merkels Besuch in Ankara lobte Ministerpräsident Erdogan die Ankündigung der Kanzlerin, Schwung in die türkische EU-Bewerbung bringen zu wollen. Nun will er die Zusage, dass Türken in Deutschland die doppelte Staatsbürgerschaft annehmen können.

Istanbul - Vor dem Besuch hochrangiger Kurdenpolitiker beim inhaftierten PKKChef Abdullah Öcalan an diesem Samstag wächst in der Türkei die Hoffnung auf ein Ende des seit fast 30 Jahren anhaltenden Kurdenkonfliktes. Der Frieden sei nah, sagte Selahattin Demirtas, Chef der legalen Kurdenpartei BDP.