Durch das Städtchen Vetschau dröhnt aus einem Lautsprecherwagen laute Musik. Das alte Arbeiterkampflied "Wir sind die junge Garde des Proletariats" wechselt mit der "Märkischen Heide", harter Rockmusik und Klängen eines Sinfonieorchesters ab.
Claus-Dieter Steyer
Blumen, Kränze, Briefe, Karten und brennende Kerzen - Zeugen der Trauer über den Tod von Regine Hildbrandt vor ihrem Wohnhaus in Woltersdorf. Autos mit Kennzeichen aus ganz Brandenburg und vor allem aus Berlin fuhren vor dem Haus in der Ethel- und Julius-Rosenberg-Straße vor.
Vor dem Wohnhaus von Regine Hildebrandt in Woltersdorf liegen schon am frühen Morgen die ersten Blumen. "Ich habe die Nachricht gerade im Radio gehört", sagte eine Frau aus der Nachbarschaft.
Die Vergewaltigung einer 15-Jährigen in Eberswalde hat bundesweit Reaktionen ausgelöst. Neben der verschleppten Informationspolitik durch das Polizeipräsidium wurde vor allem kritisiert, dass der mutmaßliche Täter Rene S.
Ein wegen Vergewaltigung verurteilter Straftäter hat sich während eines Freiganges erneut an einem 15-jährigen Mädchen aus Eberswalde vergangen. Das bestätigte gestern das Eberswalder Polizeipräsidium auf Nachfrage.
Zwei Nasenbärenbabys ohne Mutter, eine Hündin mit einer eingebildeten Schwangerschaft und eine Tierpflegerin mit Leib und Seele: Schon ist die Kuriosität perfekt. Denn die jungen Raubtiere werden von einem Weibchen der Chihuahua-Art aufgezogen, die zu den kleinsten Hunderassen der Welt gehört.
Alle Sorgen um den Weihnachtsbaum aus märkischen Wäldern sind unbegründet. "Es gibt auch künftig noch genügend Exemplare für die Wohnstube", heißt es aus der Forstabteilung des Landwirtschaftsministeriums.
Mit zwei Stichworten verwirrt Egbert Schneider seine Gesprächspartner auf Anhieb: "Beruf Holzrücker" und "zu Hause in Grunewald". Letztere Angabe löst sich meist nach wenigen Worten auf.
Die Naturschützer finden einen drastischen Vergleich: "Der geplante Ausbau der Wasserstraße ist die dümmste Baumaßnahme seit dem Turmbau von Babel." Es geht um das Untere Odertal bei Schwedt.
Die vom umstrittenen Truppenübungsplatz bei Wittstock betroffenen Gemeinden bleiben hart. Kurz nach Beginn der Anhörung ihrer Bedenken im Rathaus der Dosse-Stadt beantragten sie die Einstellung dieses Verfahrens.
Der Adler erhält an diesem Nachmittag keine Flugerlaubnis. "Das Gelände ist zu unsicher", sagt Hobby-Falkner Oliver Peipe.
Der Schriftzug am Werk für Eisenbahn-Drehgestelle in Vetschau mutet seit gestern sarkastisch an. "Auf den Schienen liegt die Zukunft" steht dort in großen Lettern.
Bei den gestrigen Wahlen der hauptamtlichen Bürgermeister in 36 Orten mit mehr als 5000 Einwohnern blieben Überraschungen aus. Die SPD erwies sich als großer Gewinner, obwohl sich nicht alle Kandidaten gleich im ersten Wahlkampf durchsetzen konnten.
Im Poker um die Zukunft der Eko Stahl GmbH Eisenhüttenstadt ist ein Durchbruch gelungen. Nach Angaben der IG Metall gab der französische Mutterkonzern Usinor bei den gestrigen Gesprächen in Paris ihre Blockadehaltung auf und stellte erstmals schriftliche Zusagen zur Rolle von Eko im neuen europäischen Stahl-Großkonzern NewCo in Aussicht.
Grüezi, die Schweizer kommen, und die wollen aufräumen - aber nur mit Vorurteilen vom ordentlichen Alpenland. "Die Schweiz ist spannend, rätselhaft und immer wieder überraschend", verspricht der Kulturrat der Berliner Botschaft, Heinz Walker-Nederkoorn.
Berlin hat Schulferien, da finden normalerweise keine Revolutionen statt. Also kann der Regierende Bürgermeister getrost verreisen - selbst in politisch spannenden Zeiten, wie jetzt, vor der Regierungsbildung.
Brandenburgs Tor zur Welt heißt jetzt Schwedt: In diesem Tenor wurde gestern die Fertigstellung des Hafens der 40 000 Einwohner zählenden Stadt gefeiert. In anderthalb Jahren verbauten Dutzende Firmen fast 68 Millionen Mark von Bund, Land und der EU.
Sie funktionieren wie ein Airbag oder der Gummipuffer beim Autoskooter: die neuen elastischen Leitplanken vor Straßenbäumen. Die Erfindung der in Berlin und Senftenberg ansässigen Firma Innotraffic.
Es wird eng für Anhänger der "Freien Heide": Während im alltäglichen Leben Kriegsangst, Bombenabwürfe und Aufrüstung allmählichen zum normalen Wortschatz gehören, wollen die Friedensbewegten im Norden Brandenburgs der Bundeswehr keinen Quadratmeter Übungsfläche überlassen. Scheinbar unbeeindruckt von den Ereignissen des 11.
Rossow. Die Bürgerinitiative "Freie Heide" kämpft weiter für eine friedliche Zukunft des Truppenübungsplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide bei Wittstock.
Liebenberg. "Schulungszentrum" heißt das Zauberwort, das Liebenberg aus seiner jahrelange Lethargie reißen soll.
Wittenberge. Brandenburgs Tourismuswirtschaft meldet bis August erneut eine Rekordbesucherzahl: In den ersten acht Monaten kamen 2,1 Millionen Gäste ins Land, 6,9 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Fürniß (CDU) auf dem 9.
Potsdam. Der Deal um die Rettung der Potsdamer Schlössernächte klingt wie ein modernes Märchen: Da hört der Chef der kommunalen Stadtwerke die Nachricht vom bevorstehenden Insolvenzantrag der Veranstaltungsagentur, greift zum Telefon, lädt sich beim Agenturchef zum Kaffee ein - und nach drei Stunden Gespräch wird eine Lösung mitgeteilt.
Die Rettung kam überraschend und am späten Abend: Die Potsdamer Stadtwerke erklärten sich gestern bereit, den Großteil der Kosten für die bisherigen drei Potsdamer Schlössernächte zu übernehmen. Andernfalls hätte die mit der Organisation beauftragte Agentur Gross Events GmbH am Freitag Insolvenzantrag stellen müssen.