Der Sexualtäter lauerte nachts am S-Bahnhof Heerstraße: Vier Frauen wurden in vier Monaten nach dem gleichen Muster überfallen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war es ein einschlägig vorbestrafter Mann, der von April bis August 2012 zuschlug.
Kerstin Gehrke
Die Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht wird einer 43-jährigen Mutter aus Reinickendorf vorgeworfen, weil ihr inzwischen 16-jähriger Sohn fast tausendmal die Schule schwänzte - doch der Prozess ist erst einmal vertagt.
Die mutmaßliche Drogenbande um den 33-jährigen Hussein A. soll auf Berlins U-Bahnhöfen in großen Mengen Heroin verkauft haben - rund 80 000 Euro sollen dabei in drei Monaten umgesetzt worden sein. Die Beweislast ist erdrückend.
Auf eine Schlägerei in der S-Bahn hat ein Amtsgericht mit einer Strafe von 18 Monaten Haft gegen einen 22-jährigen Mann aus Marzahn reagiert. Er hatte am 1. Februar 2012 in Linie 7 einen angetrunkenen Fahrgast ins Gesicht geschlagen und getreten.
Elf Mal ist Eckehard Lehmann bereits aus dem Gefängnis ausgebrochen. Nun steht wieder mal vor Gericht. Die Anklage lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.
Nach einem Überfall auf eine Tierärztin in Zehlendorf haben drei Männer vor Gericht gestanden. Sie hatten die 50-jährige Frau mit einer Pistole bedroht, geschlagen und gefesselt - das Urteil steht noch aus.
Im November 2008 erschoss Adam M. den Immobilienmakler Friedhelm Sodenkamp. Nun hat das Landgericht den Angeklagten verurteilt. Der Richter sprach von einem "grobmotorisch vorgehenden Killer".

Ein Rentner, der bei „Rot“ über eine Kreuzung ging, kam vor Gericht. Der 72-Jährige war laut geworden, als er fünf Euro Strafe zahlen sollte. Angeblich hatte er die Polizisten nicht als solche erkannt.
Vier Diebe rissen einen Geldautomaten aus der Verankerung im Bahnhof. Als sie das Gerät verluden, kam die Polizei. Jetzt muss ein Mann ins Gefängnis.
Der Fährmann des Schiffes „MS Lichterfelde“ hatte vor neun Monaten ein kleines Segelboot gerammt. Der Kapitän wurde nun zu 1000 Euro Strafe verurteilt.
Die Polizei lehnt ein Programm für Aussteiger aus der Rockerszene ab.

Wegen Handel mit Amphetaminen sind drei Bandidos-Rocker angeklagt. Weitere Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. Ein Aussteigerprogramm für Rocker lehnt die Polizei derweil ab.
Mit ihrem Säugling in einer Tragetasche vor der Brust war eine stark betrunkene Frau auf der Straße unterwegs. Polizisten, die dem Baby helfen wollten, griff sie an. Dafür musste sich die Mutter nun vor Gericht verantworten.
Im Jahr 2005 hatte Keith M. einen siebenjährigen Nachbarsjungen in ein Versteck gelockt und zu Tode gequält. Jetzt schlug er in der Haft wieder zu und bekam dafür ein weiteres Jahr Gefängnis. Beim nächsten Mal könnte ihm die Sicherungsverwahrung drohen.
Aus Rache hat eine 31-Jährige in Neukölln ihren Hund - ein Geschenk ihres Freundes - aus dem Fenster geworfen. Nun wurde sie verurteilt: 6 Monate Haft auf Bewährung sowie eine Geldstrafe.
Weil ein Installateur einen noch benutzten Schornstein mit einer Scheibe verschloss, erlitten zwei Bewohner eines Schöneberger Miethauses eine Kohlenmonoxidvergiftung - der 56-Jährige wurde nun verurteilt.
Eine 31-jährige Frau muss sich vor Gericht verantworten, weil sie ihren sechs Monate alten Sohn geschlagen und beinahe zu Tode geschüttelt hat. Sie habe sich überfordert gefühlt, gab sie vor Gericht an.
Nach einem Pfefferspray-Einsatz gegen Passanten im Wahlkampf 2011 steht ein Neuköllner NPD-Funktionär vor Gericht. Zu der Attacke sei es gekommen, als die Rechtsextremisten NPD-Wahlplakate aufhängten.
Nach einem Unfall bei einer Blaulichtfahrt, bei der jedoch das Martinshorn nicht aktiviert war, muss ein Polizist 500 Euro Bußgeld bezahlen. Er rammte ein Taxi, wobei die Insassen verletzt wurden.
Weil er Angst hatte, in ein Obdachlosenheim abgeschoben zu werden, schoss ein 60-Jähriger in Rudow ohne Vorwarnung auf seinen Enkel. Im Prozess beteuerte der Waffennarr aber, dass er niemanden in Gefahr bringen wollte.

Ein Bandido packte aus, nun stehen mutmaßliche Ex-Kumpanen vor Gericht. Es geht um bandenmäßigen Handel mit Amphetaminen.
Die Wut über eine Autopanne auf der Eichhornstraße in Berlin-Tiergarten führte 2011 zum Streit, der blutig endete. Nun wurde der Angeklagte zu über drei Jahren Haft verurteilt.
Im Januar 2012 übersah ein Rentner am Steuer eines BVG-Busses einen Mann, das Unfallopfer starb. Nun muss der Unfallfahrer 90 Tagessätze Strafe zahlen. Sein Alter aber, das damals eine Debatte entfacht hatte, spielte im Prozess überhaupt keine Rolle.
Nach einem brutalen Angriff auf eine Frau am Alexanderplatz im Mai des vergangenen Jahres muss sich ein 23-Jähriger nun vor Gericht verantworten. Der Verdächtige bestreitet die Vorwürfe.