Der Krieg in Afghanistan, so makaber es klingt, dümpelt in der Wahrnehmung der Amerikaner vor sich hin. Denn seit zwei Wochen etwa beherrscht die Medien ein anderes Thema - der Anthrax-Erreger, zu deutsch: Milzbrand.
Malte Lehming
Im Kampf gegen den Terror ist ein Datum von besonderer Bedeutung: der Beginn des Ramadan Mitte November. Inständig hoffen die amerikanischen Militärstrategen, den Krieg in Afghanistan vor dem heiligen moslemischen Fastenmonat beendet zu haben.
Ist die Solidarität eine Einbahnstraße? Nimmt Amerika nur, oder gibt es auch?
Knapp drei Wochen dauert die "Operation dauerhafte Freiheit". Und plötzlich reihen sich Indizien aneinander, die den Schluss nahelegen, dass etwas nicht stimmt mit dem Krieg in Afghanistan.
Was im Sport der Fan, ist im Krieg der Patriot. Ein bisschen Folklore in Form von Fahnen und Gesängen gehört dazu, damit bei Sportlern wie Soldaten das Gefühl gestärkt wird, dass die Schinderei sich lohnt.
Wenn es um Terror und den Einsatz von Massenvernichtungswaffen geht, fallen in den USA automatisch zwei Worte: Irak und Saddam. Dieser Reflex setzte auch diesmal ein, nach den Anschlägen vom 11.
Was ist besser, ein kurzer oder ein langer Krieg? Die Frage scheint albern.
Washington. In den USA bahnt sich zwischen Regierung und Kongress der erste Streit seit den Terrorangriffen vom 11.
Washington. Für die Militärstrategen ist der Fall klar: Wer gegen eine Guerilla kämpft, muss ihre Taktik übernehmen.
Sind wir entsetzt oder auch überrascht? Hatte wirklich keiner ahnen können, was am 11.
Washington. Seit dem Kosovokrieg hat das Wort "Bodentruppen" eine fast magische Bedeutung.
Washington. Nervös sind vor allem die Postboten.
Die erste Woche Krieg ist vorbei. Täglich prasseln Meldungen auf uns ein, die sich nur schwer zu einem stimmigen Bild zusammenfügen lassen.
Laut Alarm zu schlagen, ist spektakulär. Wenn Gebäude evakuiert, Poststellen geschlossen und Arbeitsstellen von Biomedizinern durchsucht werden, die wie Astronauten aussehen, dann ist für jeden sichtbar Gefahr im Verzug.
Der Titel täuscht. Die Vereinten Nationen haben ihren Namen nicht verdient.
Bisher geht offenbar alles nach Plan. Zumindest die erste Phase im Kampf gegen den Terrorismus ist erfolgreich abgeschlossen.
Wenn es um die Medien geht, ist Amerikas Regierung empfindlich, nervös, gereizt. Sie weiß, dass im Kampf gegen den international operierenden Terrorismus ihre Raketen kaum wichtiger sind als die Bilder, die über die TV-Geräte in aller Welt flimmern.
Der amerikanische Reporter rieb sich die Augen. "Eine interessante Liste", sagte er.
War es eine unüberlegte Bemerkung, im Eifer des Gefechts? Ein spontaner Vergleich, der in keinem Manuskript stand?
Es war klar, dass er kommt. Wann er kommt, war unklar.
Es war der Wendepunkt in der Kuba-Krise. Für die Nachwelt wurde sie festgehalten in dem Film "13 Tage".
Die wichtigsten Spuren führen nach Deutschland. Das schreiben am Sonnabend übereinstimmend die "New York Times" und die "Washington Post".
Es ist leer geworden in dem kleinen, idyllischen Dorf. Es heißt Southern Pines und liegt im US-Bundesstaat North Carolina.
Wie stellt sich, mehr als zwei Wochen nach dem 11. September, die Lage auf beiden Seiten des Atlantiks dar?