Was gestern missglückte, wird morgen gelingen. Denn die Tage von Radovan Karadzic und Ratko Mladic sind gezählt.
Malte Lehming
Der oberste Befehlshaber der Vereinigten Staaten ist der Präsident. Seine Kriegspläne müssen vom Kongress gebilligt werden.
Drei Länder, eine Frage. Was wollen die USA gegen die "Achse des Bösen" unternehmen?
Auf einem Militärstützpunkt, irgendwo im Norden Pekings, steht einsam und verlassen ein funkelnagelneues Flugzeug. Es ist eine Boeing 767, besonders schick und hochmodern eingerichtet.
Er mischt Metaphern, jongliert mit Phrasen und streckt Sätze durch Wortwiederholungen raffiniert in die Länge. Zu anderen, etwas leichteren und phantasievolleren Zeiten wäre George W.
In der Öffentlichkeit hat er seine Gefühle im Griff. Doch privat kann der US-Präsident ziemlich wütend werden.
Wenn sich Künstler oder Intellektuelle in die Politik einmischen, ist das Resultat oft peinlich. Dann turtelt ein Martin Heidegger mit dem Nationalsozialismus herum und ein Walter Benjamin mit dem Stalinismus, dann wird heute die chinesische Kulturrevolution gefeiert und morgen Fidel Castro, außerdem wird "klammheimliche Freude" empfunden über den Terror der "Roten Armee Fraktion", die Formel "lieber rot als tot" in die Welt gesetzt und die deutsche Einheit wegen Auschwitz abgelehnt.
Es gibt Sätze, die zwar wahr sind, aber nur dazu dienen, die Wahrheit zu verschleiern. Dazu zählen: Operationen können schiefgehen, Flugzeuge stürzen ab, in jedem Krieg sterben Zivilisten.
Die Abstimmung ist für den heutigen Mittwoch angesetzt. Sie wird knapp.
Sie wurden getreten und geschlagen. Zähne wurden ihnen ausgeschlagen und Rippen gebrochen.
Seine Antennen seien stets ausgefahren, sagt Norman L. Kleeblatt über sich selbst: Stets sei er auf der Suche nach neuen Sichtweisen, Techniken, Interpretationen.
Bevor es den Staat Israel gab, herrschten in der Region die Briten. Gegen die kämpfte eine jüdische Untergrundarmee.
Der Sprecher auf CNN, ansonsten neutral und sachlich, kann sich einen triumphierenden Kommentar nicht verkneifen. "Amerika hat einen ersten Sieg errungen, noch bevor die Spiele begonnen haben", sagt er.
Wenn in Europa ein Politiker diskreditiert werden soll, werfen ihm seine Kritiker Populismus vor. Das gilt als etwas Böses.
Die US-Regierung hat jetzt zum ersten Mal die Möglichkeit eingeräumt, dass amerikanische Soldaten vor zwei Wochen versehentlich verbündete afghanische Truppen angegriffen haben. Bei den mitternächtlichen Gefechten im Norden der Stadt Kandahar sollen US-Eliteeinheiten mindestens 15 Menschen getötet haben.
Das wird Patriotismus pur. Auf dem Bildschirm, der über der Stadiontribüne hängt, ist die amerikanische Unabhängigkeitserklärung eingeblendet.
Entweder gehen sie dir an die Gurgel, oder sie lecken dir die Stiefel. Das hat angeblich Winston Churchill über die Deutschen gesagt.
Konservative können leichter mit Geld um sich schmeißen, Liberale leichter in den Krieg ziehen. Der Grund dafür ist einfach: Konservative gelten als ökonomisch versiert, also - denken viele - werden sie schon wissen, was sie tun.
Der Zirkus beginnt. Am Flughafen und vor dem Gefängnis haben die Reporter ihre Zeltquartiere aufgeschlagen.
Der Kommentator im populären US-Nachrichtensender "Fox" zieht spöttisch seinen Mundwinkel hoch. "Nun mal langsam", höhnt er, "offenbar entdecken die Europäer gerade ihr Herz für Terroristen.
Was für ein Debakel ! Innerhalb weniger Monate hat Amerika fast alle internationalen Verträge gekündigt oder verwässert.
Sie fallen sich ins Wort, werden laut, beschimpfen einander. Der Vorwurf des Rassismus wird erhoben, die Gegenseite brüllt: beleidigende Geschichtsverfälschung.
Am Mittwoch gegen Mittag ging Peter Odighizuwa in den zweiten Stock der "Appalachian School of Law", einer juristischen Universität in einer Kleinstadt namens Grundy im äußersten Westen des US-Bundesstaates Virginia. Seit etwa anderthalb Jahren lebte der 43-jährige Vater von vier Kindern in Grundy.
Es ist ein trockener Husten. Der Reiz ist ständig da, selbst in der Nacht.