Guido Westerwelle wird nun doch schon im Mai Chef der FDP. Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt gab am Donnerstag nach einem ganztägigen Krisengespräch in Hamburg dem Drängen seines Generalsekretärs nach und erklärte seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur.
Robert Birnbaum
Ausgeheckt haben es Laurenz Meyer, der CDU-Generalsekretär, und Thomas Heilmann, Werbefachmann und im Nebenberuf Internet-Beauftragter der CDU. Sie hat aber mitgemacht, und das findet Meyer ziemlich mutig von seiner Chefin.
Bei Bundeswehr-Soldaten in Bosnien und im Kosovo ist nach einer Studie im Auftrag des Verteidigungsministeriums bisher keine Vergiftung mit Uran-Munition nachgewiesen worden. In dem Zwischenbericht des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit, der dem Tagesspiegel vorliegt, wurde bei 118 untersuchten Soldaten keine auffällige Uran-Konzentration im Urin gemessen.
Generalsekretär Guido Westerwelle soll im Bundestagswahlkampf 2002 als Spitzenkandidat seiner Partei antreten. Auf diesen Ausweg aus der Führungskrise der Liberalen haben sich Westerwelle und FDP-Chef Wolfgang Gerhardt nach Informationen des Tagesspiegel am Mittwoch im Grundsatz verständigt.
Die Herren gaben sich zum Abschied die Hand, ansonsten aber zugeknöpft. "Man muss auch mal ein Gespräch führen können, ohne hinterher gleich etwas bekannt zu geben", beschied der FDP-Chef Wolfgang Gerhardt knapp.
Als Herodot den alten Griechen einmal eine richtige Schauergeschichte präsentieren wollte, da hat er ihnen von den Amazonen erzählt. Die alten Griechen hatten nämlich sehr klare Vorstellungen davon, was eine Frau tun sollte und was nicht.
Der unerklärte Kampf um die FDP-Führung zwischen FDP-Chef Wolfgang Gerhardt und seinem Generalsekretär Guido Westerwelle läuft auf einen regelrechten Showdown zum Dreikönigstreffen der Liberalen am Sonnabend in Stuttgart zu. Gerhardt ist offenkundig nicht zu einem Rückzug bereit.
Die Familie hat den Parteien mit dem großen C im Namen seit jeher besonders am Herzen gelegen. Insofern ist es gewissermassen Traditionspflege, wenn Edmund Stoiber für die CSU das politische Jahr mit einer familienpolitischen Forderung eröffnet: Für jedes Kind drei Jahre lang 1000 Mark Familiengeld!
Man soll ja mit Prognosen vorsichtig sein am Anfang eines neuen Jahres. Aber wenn wir trotzdem mal eine wagen dürfen: Die neue Benzinwutwelle, unter der CDU, CSU und FDP die rot-grüne Ökosteuer zu begraben suchen - sie wird rasch in sich zusammenfallen.
Das Jahrtausend hat für die konservative Opposition schlecht angefangen. Zwei Vorsitzende hat die CDU in diesem Jahr verloren - Wolfgang Schäuble und den Vorsitzenden ehrenhalber, Helmut Kohl.
Anfang dieses Jahres wäre keiner eine Wette eingegangen, dass der Atomkonsens gelingt. Und noch weniger Menschen hätten einen größeren Betrag darauf gesetzt, dass ein Konsens dann auch von der Grünen-Basis mitgetragen wird.
Dem Agrarminister hat es die Sprache verschlagen. Der Gesundheitsministerin auch.
Kurz vor Weihnachten beginnt auch im politischen Berlin die besinnliche Zeit. Am Mittwoch hat sich der SPD-Fraktionschef Peter Struck besonnen, wie denn das Jahr so verlaufen ist für die rot-grüne Koalition.
Die Zustimmung des britischen Parlaments zum Klonen menschlicher Embryonen für therapeutische Zwecke ist in Deutschland überwiegend auf Ablehnung und scharfe Kritik gestoßen. Nach Ansicht von Bundeskanzler Schröder (SPD) sollte das Verbot der Verwendung embryonaler Stammzellen so lange nicht gelockert werden, bis alternative Verfahren erprobt sind.
Hinter den Linden wächst ein Wald. Wir, die wir hier leben, haben das bisher gar nicht bemerkt.
Die Hauptperson ist unerreichbar für drei Wochen im Urlaub in Florida, und das ist so ungefähr das Klügste, was Guido Westerwelle im Moment tun kann. Denn der FDP-Generalsekretär hat einen Fehler gemacht.
Das Verhältnis zwischen Mann und Weib ist ja manchmal kompliziert. Aber wie einfach ist es gegen das Verhältnis zwischen Journalist und Pressesprecher!
Lenzen liegt an der Prignitz, und man ist dort, wie die vaterländische Nachrichtenagentur uns vermeldet, stolz. Nämlich auf "Doretta", 4,8 Kilogramm.
Das Bundesverteidigungsministerium denkt über die Schließung von bis zu 40 Bundeswehr-Standorten nach. Das Ministerium bestätigte am Donnerstag im Grundsatz die Existenz eines Arbeitspapiers, das die Zeitung "Die Welt" veröffentlicht hatte.
Am Morgen des 27. April 1986 hatte Manfred Petroll unangemeldeten Besuch.
Die Situation im Inneren der FDP lässt sich am besten mit der Abwandlung eines alten Sprichworts beschreiben: "Wenn der Möllemann kräht auf dem Mist, ändert sich alles - oder es bleibt wie es ist." Für "Möllemann" lässt sich selbstverständlich jeder andere Namen aus dem engeren Führungszirkel der Partei einsetzen.
Ein Jahr nach dem Beginn der neuen Kooperation zwischen Bundeswehr und Wirtschaft ist auf Seiten der Wirtschaft eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Bei einer ersten Zwischenbilanz-Konferenz herrschte zwar Einigkeit auf beiden Seiten, dass die neuen Ansätze in Beschaffungswesen, Management und Ausbildungskooperation unbedingt weiter verfolgt werden müssten.
Zwischen dem Verteidigungsministerium und den Wehr- und Haushaltsexperten der Opposition bahnt sich ein schwerer Konflikt über das deutsch-amerikanische Raketenabwehrsystem MEADS an. Der CDU-Haushälter Dietrich Austermann protestierte am Mittwoch in einem Brief an Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) dagegen, dass am Freitag eine Vorvereinbarung ("Side-Letter") zwischen Deutschland und den USA über eine Machbarkeitsstudie für das Projekt unterzeichnet werden solle.
Wer das Arbeitsessen erfunden hat, ist von der Geschichtsforschung bisher nicht ausreichend erhellt. Jedenfalls ist der Brauch sehr, sehr alt.