Bayreuth und Oberammergau verbreiten 2010 wieder jene geheimnisvolle Aura des Einzigartigen. Das Theater und die Oper haben jegliches Tabu ausgereizt. An diesem toten Punkt angekommen, lechzt die Kunstwelt nach Substanz.
Rüdiger Schaper
Zeitgenössische Kultur in der Türkei lebt von privatem Engagement. Das Tempo, mit dem sich durch Sponsoring türkische Künstler international etablieren, ist bemerkenswert.

Von Tieren und anderen Reisebekanntschaften: Lektüreempfehlungen für den Urlaubskoffer. Welche Bücher die Reisezeit verkürzen.

Nach 42 Jahren zieht sich Volker Ludwig 2011 zurück. Nun soll Stefan Fischer-Fels neue Stücke für kleinere und größere Kinder erfinden und das Grips-Charakteristische bewahren.

Wäre Fußball gerecht, gäbe es kein Drama, und niemand würde zuschauen. Es ist der feine Unterschied zwischen Gerechtigkeit und Fairness, der den Fußball zum größten Spiel der Welt macht. In dieser Grauzone bewegen sich Fans wie Spieler. Ein Kommentar.

Wer wohnt hier? Was ist hinter der Fassade? Polen privat: Erkundungen in Warschau mit der internationalen Kunstaktion "X Apartments".
Früher war hier Schluss, Ende der Welt, Abpfiff. Der Weg dahin schien lang.
Wie ein Rapper: Horst Köhler begründete seinen Rücktritt mit fehlendem Respekt. Das Wort ist zum Kampfbegriff mutiert.
Nach dem Theatergipfel: Was hat die Krise auf der Bühne verloren? Und wo bleiben die Menschen? Wenn Theater keine Menschenkunst mehr ist, sondern ein Kaninchenstall, hat es sich selbst aufgegeben.

Theatertreffen 2010: Ein treffliches Fest für die Theaterpreis-Trägerin Margit Bendokat im DT
Herbe Abkühlung nach emphatischem Auftakt: Das Berliner Theatertreffen startet mit dem charmanten Bühnenmenschen Jack Lang und einer bescheidenen Horvath-Inszenierung.

Harte Auswahl, klare Ansage: Das Berliner Theatertreffen stürzt sich in die Wirtschaftskrise. Die Bühnen können davon profitieren.

Die Kibbutz Contemporary Dance Company gastiert beim „Movimentos“-Festival in Wolfsburg. Eine Israelreise in ein Dorf voller Tänzer.
Der Verkehrskollaps mag ökonomische Folgen haben, aber plötzlich ist da etwas, das größer ist als das weltpolitische Tagesgeschäft. Von Plinius dem Älteren, der in Pompeji starb, und Plinius dem Jüngeren, der vom Tod des Onkels unter dem Vulkan berichtet, bis Roland Emmerich und James Cameron: Die Lust an der Katastrophe gehört zu den Konstanten unserer Kultur.

Unter der Blutdusche: Michael Thalheimer jagt am Deutschen Theater Hebbels „Nibelungen“

Ewig Hamlet: Herbert Fritsch stellt an der Volksbühne seinen "Elf Onkel"-Film vor.

Meisterwerke islamischer Kunst: Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeigt die Schätze des Aga Khan.
Glasgows Niedergang und Auferstehung erinnert in manchem an Berlin. Ein paar Schmutzecken gibt es noch – zum Glück.
Lurchi, Salamandar, Axolotl: Ein Amphibien-Abenteuer von Rüdiger Schaper.
Frank Castorf inszeniert „Die Soldaten“ an der Volksbühne. In dieser Inszenierung des Stücks von Goethe-Zeigenosse Lenz gibt es eine stille Linie.
"Axolotl Roadkill" ist ein Präzedenzfall, wie der Titel nahelegt. Roadkill, das sind überfahrene Tiere am Straßenrand. Das Copyright gehört zu den Kollateralschäden auf globalen digitalen Rennstrecken. Das macht die Hegemann-Debatte so signifikant.

Praktisch Wahnsinn: Christoph Schlingensief legt in Burkina Faso den Grundstein für sein afrikanisches Operndorf.

Unsere russische Seele: Zum 150. Geburtstag des Dramatikers und Erzählers Anton Tschechow

Ein Theaterabend voll anrührender Komik und verblüffender Intelligenz: "Ich schau dir in die Augen..." – Solo für Fabian Hinrichs an der Volksbühne.