Die Terrorverdächtige von Paris, Hayat Boumeddiene, wird in der Türkei gesucht – und beim IS vermutet. Der türkische Geheimdienst habe aus Syrien kommende Handy-Signale von Boumeddiene geortet
Susanne Güsten

Nach Bekanntwerden von Korruptionsvorwürfen vor gut einem Jahr waren vier Minister von ihren Ämtern zurückgetreten. Ein Untersuchungsausschuss hat jetzt entschieden, dass es zu keinem Verfahren kommt.

Der türkische Präsident Erdogan will die Rückbesinnung auf die islamischen Wurzeln forcieren – mit Osmanisch als neuem Schulfach. Zuerst soll es an religiösen Gymnasien eingeführt werden, in Zukunft möglichst an allen Oberschulen.

Nach der Festnahme von Medienvertretern gerät die türkische Regierung unter Druck.
Papst Franziskus betet als erstes christliches Oberhaupt in der Blauen Moschee – und kann damit die Türken für sich gewinnen. Doch das eigentliche Ziel seiner Reise gilt dem orthodoxen Patriarchen. Die beiden verfolgen ein ehrgeiziges Projekt, das den Türken weniger gefällt.

Auf der Basis seiner eigenen religiösen Werte stellt der türkische Präsident Erdogan soziale Errungenschaften in Frage, die für ihn "unnatürlich" sind. Er hat es auf die Frauen abgesehen. Die sollten sich wehren. Ein Kommentar.

Bei seinem Besuch in Istanbul erteilt US-Vizepräsident Joe Biden den Forderungen des türkischen Präsidenten eine Absage. Differenzen gibt es vor allem über das Vorgehen gegen Syriens Machthaber Assad. Von unserer Korrespondentin aus Istanbul

In den vergangenen Tagen waren die IS-Kämpfer in Kobane zurückgedrängt worden. Doch nun haben sie sich offenbar neu formiert. Die Türkei manövriert sich mit ihrer Zurückhaltung weiter ins politische Abseits.

Seit Mittwoch haben die USA 14 neue Luftangriffe auf Ziele nahe Kobane geflogen. Und diese zeigen offenbar Wirkung: Nach Angaben von Kurdenvertretern ziehen sich die IS-Dschihadisten aus der nordsyrischen Grenzstadt teilweise zurück.

Eine mutmaßliche IS-Granate verletzte Bewohner eines türkischem Dorfs. Präsident Erdogan hat für die in Kobane herrschende Kurdengruppe PYD eigentlich keine Sympathie. Doch er kann den IS auch nicht einfach gewähren lassen.

Die Türkei will den "Islamischen Staat" bekämpfen – hat aber auch noch ganz andere Ziele als der Westen. Das könnte dem IS nutzen. Ein Kommentar

Die Türkei hat drei Dutzend Panzer an der Grenze zu Syrien positioniert, das Parlament soll am Donnerstag über einen möglichen Auslandseinsatz debattieren. Die IS-Kämpfer sind nur noch wenige Kilometer von der Stadt Kobane entfernt.

Lange hat es gedauert, jetzt hat sich die Türkei entschieden, den Kampf gegen den "Islamischen Staat" aufzunehmen. Ob Staatspräsident Erdogan am Ende sein Ziel erreicht, ist aber noch nicht ausgemacht. Ein Kommentar.

Der Kampf gegen die IS-Dschihadisten stellt für die Türkei ein Dilemma dar: Ein militärisches Eingreifen könnte Racheaktionen der Islamisten heraufbeschwören, eine halbherzige Reaktion würde den Verdacht der Kooperation mit dem IS erhärten. Ein Kommentar.

Die von der Dschihadistengruppe "Islamischer Staat" verschleppten 49 türkischen Geiseln sind wieder frei. Derweil flüchten Zehntausende Kurden über die nordsyrische Grenze in die Türkei.
Er hat 43 Mal mit einem Schraubenzieher auf seine Frau eingestochen. Aber in einer Live-Show im türkischen Fernsehen wurde Yakup Kara viel Verständnis entgegengebracht. Der Fall wirft ein bezeichnendes Licht auf den Umgang mit dem Thema häusliche Gewalt in der Türkei.

Unvorstellbar, diese Angst. Auf ihrer Flucht vor den IS-Schergen ließen die Jesiden alles im Irak zurück. Ihren Besitz, ihre Toten und manchmal sogar die Kinder. Ein Besuch im Flüchtlingscamp.

Neben Premier Recep Tayyip Erdogan treten bei der Präsidentenwahl am Sonntag ein frommer Muslim und ein liberaler Kurde an. Haben Ekmeleddin Ihsanoglu und Selahattin Demirtas ein Chance?

53 Millionen Türken sind zum ersten Mal in ihrer Geschichte zur Wahl eines Präsidenten aufgerufen. Es könnte ein Bruch im politischen System der Türkei bedeuten. Wie die Wahl funktioniert lesen Sie hier.

Die Auslandstürken können ab Donnerstag ihre Stimme für die Präsidentschaftswahl abgeben. Klarer Favorit ist Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Und der will offenbar alles unter seine Kontrolle bringen.

Der türkische Ministerpräsident wirft Israel Völkermord vor. Damit hilft Recep Tayyip Erdogan sich vielleicht selbst, der Türkei schadet er aber sicher. Sein Land isoliert sich weiter - und eine Rückkehr zu jener Rolle, die es im Nahen Osten eigentlich spielen will, wird verhindert.

Der türkische Premier Erdogan rechnete fest mit dem Ende von Syriens Diktator. Doch Assad denkt nicht daran abzutreten. Und die wachsende Zahl syrischer Flüchtlinge an ihren Grenzen wird für die Türkei zum Problem.

In der Türkei begann die Protestwelle um den Gezi-Park vor einem Jahr. Heute wollen Regierungsgegner deshalb demonstrieren. In Istanbul will die Polizei das mit einem Großaufgebot verhindern.

In der Türkei reißt die Kritik an Ministerpräsident Erdogan nicht ab. Die Tritte seines Beraters Yerkel gegen einen Bergarbeiter werden nun auch im Erdogan-Lager verurteilt – und von Selbstverteidigung kann nach neuesten Erkenntnissen wohl nicht die Rede sein.