
Sein Chef wollte schon mal Ehebruch verbieten, den türkischen Vizepremier Bülent Arinc stört es sogar, wenn Frauen lachen. Im Internet wird er jetzt als Sittenwächter beschimpft, eine Fernsehjournalistin rief zu Lach-Demos auf.

Sein Chef wollte schon mal Ehebruch verbieten, den türkischen Vizepremier Bülent Arinc stört es sogar, wenn Frauen lachen. Im Internet wird er jetzt als Sittenwächter beschimpft, eine Fernsehjournalistin rief zu Lach-Demos auf.

Erdogan schürt in der Türkei die Wut auf Israel – und schafft sich damit selbst Probleme. Anfang der Woche musste der Regierungschef den Volkszorn mäßigen, um türkische Juden zu schützen.

Die Türkei hat islamische Gelehrte nach Istanbul eingeladen. Das Treffen soll helfen, die Kluft zwischen Sunniten und Schiiten zu verringern.

Die türkische Badesaison schreckt konservative Muslime auf, die Bikinis und Musik verbieten möchten. Aber sie haben wenig Chancen. Die Ausländer sind in der Überzahl und kümmern sich wenig darum.

Die türkische Regierungspartei AKP ruft Recep Tayyip Erdogan zum Präsidentschaftskandidaten aus. Der 60-jährige Regierungschef strebt einen Wahlsieg im August an - und will faktisch ein Präsidialsystem errichten.

Die Türkei wird immer mehr zu einem Transitland für islamistische Kämpfer, die sich der Terrororganisation Isis anschließen wollen. Die Geheimdienste sind alarmiert.

Bisher hat die Türkei einen unabhängigen Kurdenstaat im Norden des Irak strikt abgelehnt. Doch jetzt erscheint ein solches Szenario plötzlich denkbar. Und Ankara steht vor einer außenpolitischen Kehrtwende.

Die Regierung Erdogan kämpft in Kneipen und Läden gegen den Alkohol – und neuerdings sogar in alten Filmen

Die Isil-Kämpfer wollen nun auch auf Bagdad vorrücken. Die USA kündigen an, die irakische Regierung im Kampf gegen die Dschihadisten zu unterstützen - auch Drohnenangriffe werden nicht ausgeschlossen.

Erdogan-Berater nimmt insbesondere "Bild" und "Spiegel" ins Visier. Ziel ist es, den Premier als Opfer eines Komplotts darzustellen

Erdogan-Berater nimmt insbesondere "Bild" und "Spiegel" ins Visier. Ziel ist es, den Premier als Opfer eines Komplotts darzustellen

Nur wegen des großen Polizeiaufgebots kam es in Istanbul am Jahrestag der Gezi-Unruhen nicht zu Massenprotesten. Der türkische Polizeichef spricht von einem "schönen Tag".

Nahe des Taksim-Platzes in Istanbul kam es am Samstagabend zu schweren Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Dabei hatte ein Aufgebot von 25.000 Polizisten Ausschreitungen verhindern sollen.

In der Türkei wie im Ausland wird der türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan ungläubig beobachtet: Was soll all die Kraftmeierei? Tatsächlich kommt Erdogan damit bei vielen Wählern an, er macht sich zum starken Mann des Landes. Doch der Egotrip hat seinen Preis.

Vor einem Jahr am 28. Mai 2013 begannen in Istanbul die Demonstrationen gegen die Baupläne der Regierung von Recep Tayyip Erdogan. Die Proteste haben die Türkei verändert.

In Köln haben Zehntausende Anhänger des türkischen Premiers seiner Rede zugehört. Auf der anderen Rheinseite demonstrierten Zehntausende Menschen gegen den umstrittenen Politiker.

Das Grubenunglück in Soma hat die Türkei vor zwei Wochen erschüttert. Premier Erdogan geriet unter Druck - auch weil sein enger Berater Yusuf Yerkel auf Demonstranten eintrat. Nun folgen Konsequenzen.

Am Samstag kommt der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan nach Köln. Vorher hat es in der Türkei wieder blutige Proteste gegeben. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

Nach dem Bergwerksunglück von Soma setzt Premier Erdogan unliebsame Medien unter Druck - aber auch Kritiker des Regierungschefs sind nicht wählerisch in der Argumentation.

Der türkische Regierungschef Erdogan hält an seinem umstrittenen Auftritt in Köln fest. Denn er braucht die Stimmen der in Deutschland lebenden Türken für ein klares Mandat bei der Wahl zum Präsidenten.

Die türkische Regierung sieht keinen Grund für eine Absage des Köln-Besuchs von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Wochenende. Ganz im Gegenteil: Der Ministerpräsident schaltet auf Attacke und geht auf seine Kritiker los.

Nach dem Grubenunglück und den tätlichen Angriffen auf Demonstranten steht Recep Tayyip Erdogan in der Türkei erneut stark unter Druck. Doch der Ministerpräsident verfügt über ein Geflecht aus Beziehungen und Loyalitäten, das ihn politisch fast unangreifbar macht.

Nach dem Grubenunglück in der Türkei scheinen die Nerven auch bei Erdogan blank zu liegen. Bei einem Besuch in Soma soll der Ministerpräsident Berichten zufolge zwei Menschen tätlich angegriffen haben. In Soma ist die Polizei unterdessen mit Tränengas gegen Demonstranten vorgegangen.

Erst nannte der türkische Premier das Grubenunglück von Soma unvermeidlich, jetzt trat auch noch einer seiner Berater auf einen Demonstranten ein. Die Angelegenheit entwickelt sich für Erdogan zum politischen Erdbeben.
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