Kabarettshow stürzt ab : "Ein Fall fürs All"? Kein Fall fürs ZDF

Das ZDF stellt die Kabarettshow mit Püschelmikrofonhalter Alfons und Urban Priol nach nur drei Ausgaben ein. Die All-Idee zündete nicht, die Quoten noch weniger

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Kein Fall fürs All. Emmanuel Peterfalvi als Alfons (links) und Urban Priol
Kein Fall fürs All. Emmanuel Peterfalvi als Alfons (links) und Urban PriolFoto: ZDF

Im ZDF wird mittlerweile so schnell gestorben wie sonst nur bei den Privatsendern. Nach nur drei Ausgaben beendet das ZDF seine Kabarett-Show "Ein Fall fürs All". Dies meldet der Mediendienst dwdl.de "Das ZDF, Urban Priol und Emmanuel Peterfalvi haben gemeinsam beschlossen, die Kabarettsendung 'Ein Fall fürs All' nicht weiter fortzuführen", erklärte der Sender. ZDF und Künstler seien mit der inhaltlichen Entwicklung des Formates nicht zufrieden." Beide Seiten gehen so entschlossen wie rigoros vor: Auch die ursprünglich für den 20. Januar geplante Ausgabe wird nicht mehr umgesetzt.

"Ein Fall fürs All" fußte auf der verqueren Idee, dass Urban Priol und Emmanuel Peterfalvi, besser bekannt als der mit Puschelmikrofron und französischem Akzent ausgerüstete Alfons, sich von der Erde verabschieden, im Orbit nach einer besseren Welt suchen und nur noch für satirische Stippvisiten auf die Erde zurückkehren. Dieses Konzept hielt nur drei Ausgaben, die Quoten waren bescheiden. Zuletzt schalteten zwei Millionen Zuschauer ein. Das ZDF betonte, mit Urban Priol und Alfons neue Projekte zu planen. Was Scherz und Satire angeht, ist das ZDF gut aufgestellt. Priols "Anstalts"-Nachfolger Max Uthoff und Claus von Wagner funktionieren, "Pelzig hält sich" im wahrsten Sinne des Wortes und die "heute-show" schwebt unverändert über allen Wassern.

Einen Auftritt wird Urban Priol in diesem Jahr übrigens noch haben: Für den 30. Dezember ist die Ausstrahlung seines satirischen Jahresrückblicks "Tilt! - Tschüssikowski 2014" geplant.

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