Meldungen über Twitter-Änderung : 140-Zeichen-Limit könnte bald fallen

Das Ende der 140-Zeichen-Grenze von Twitter ist möglicherweise nicht mehr weit entfernt. Bilder und Links sollen künftig nicht mehr zu Lasten der Textbotschaft gehen, heißt es in einem Bloomberg-Bericht.

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Bilder und Links in Tweets sollen künftig nicht mehr zu Lasten des 140-Zeichen-Limits gehen.
Bilder und Links in Tweets sollen künftig nicht mehr zu Lasten des 140-Zeichen-Limits gehen.Foto: REUTERS

Im Kampf um die Aufmerksamkeit der Twitter-Nutzer werden immer mehr Tweets um Fotos oder Links unter anderem zu Zeitungsartikeln ergänzt. Stefan Liebich, Bundestagsmitglied der Linken, weist mit einem Demonstrationsbild aus Istanbul zum Beispiel auf den Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie (IDAHOT) hin, der seit 2005 immer am 17. Mai stattfindet. An diesem Tag im Jahr 1990 hatte die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität von ihrer Liste der psychischen Krankheiten gestrichen. Bislang gingen solche Bildbotschaften, aber eben auch Internet-Links zu Lasten der auf 140 Zeichen beschränkten Textbotschaft beim Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. Das soll sich nun ändern, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag mit Verweis auf eine mit der Sache vertraute Quelle meldet.

Sollte die Meldung zutreffen, stünden den Twitter-Nutzern demnach künftig 23 Zeichen mehr bei der Verwendung eines Links und 24 Zeichen bei einem Foto mehr zur Verfügung als im Moment. Als Grund für die Änderung, die nach dem Bloomberg-Bericht bereits Ende des Monats in Kraft treten könnte, wird angegeben, dass die Nutzer ermutigt werden sollen, mehr Medieninhalte zu teilen.

Weder Bestätigung noch Dementi

Eine Bestätigung für die De-Facto-Aufhebung der 140-Zeichen-Grenze gibt es bislang nicht, aber eben auch kein Dementi. „Wir kommentieren keine Gerüchte und Spekulationen“, heißt es von Twitter. Bereits zuvor hatte es Spekulationen über das Ende des 140-Zeichen-Limits gegeben. Eine komplette Aufhebung wird jedoch von den Nutzern überwiegend abgelehnt, da damit der Charakter des Kurznachrichtendienstes verloren gehen würde. Das Unternehmen muss jedoch Anreize schaffen, um wirtschaftlich erfolgreich zu werden. Anders als Facebook und Google ist es Twitter bislang nicht gelungen, mittels Werbung oder anderer Finanzquellen schwarze Zahlen zu schreiben. Zudem beginnt das Nutzerwachstum zu stocken. sag

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