Neues Frauenmagazin "F Mag" : Politik, Sex, Lametta

„F Mag“ heißt ein neues Frauenmagazin aus der "Brigitte"-Gruppe. Die Macherinnen diskutieren, masturbieren gern. Und sie lassen sich gerne inspirieren

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Sie sind zwischen 25 und 30 – und sie sind alle Absolventinnen der Henri-Nannen-Journalistenschule: Sara Schurmann, Gina Nicolini, Wiebke Harms und Astrid Hansen. Mit „Brigitte“-Übermutter Brigitte Huber und „stern“-Übervater Andreas Petzold haben sie „F Mag“ für die „Brigitte“-Zeitschriftengruppe entwickelt. Heute, am Internationalen Frauentag, erscheint das Magazin zum ersten Mal – und zunächst einmalig.

Mit der Unterzeile „Politik, Sex und Lametta“ sind die Themenkomplexe genannt und die Herangehensweise benannt. Wie steht es im Editorial der „F Maggies“? „Wir diskutieren gern, wir masturbieren gern, und wir lassen uns gern inspirieren.“ Das klingt so aufgeräumt wie angestrengt.

Aber „F Mag“ ist mehr, es ist ein ambitioniertes Heft einer Generation für die eigene Generation. Schon die Titelgeschichte lässt die Leserinnen auf die Couchkante rutschen: „Wir sind die Generation, die richtig was verändern kann. Worauf warten wir?“ Das ist der Ton, das ist die Tonlage, mit der die 156 Seiten für 2,50 Euro daherkommen.

Was machen junge Abgeordnete?

Nach der Grundsatzerklärung fächern die Beiträge über die Komplexe „Politik“, „Sex“ und „Lametta“ aus. Politik heißt dann, dass die jüngsten Abgeordneten des Deutschen Bundestages Autorin Wiebke Harms davon berichten, was das Mandat mit ihnen gemacht hat und sie mit dem Mandat. Bei „Sex“ summieren sich Liebe, Körper und Psychologie. So hat Brigitte Schütz aufgeschrieben, dass keine Frau, jedenfalls keine „F Maggie“, mit den eigenen Sexfantasien hadern sollte. „Lametta“ steht für Mode, Kultur und Genuss. Wer will, der kann sich künftig an den Schminktipps der Dragqueens orientieren. Kann, muss sie nicht, „F Mag“ hat einen entschiedenen Sound, keinen diktatorischen. Nur kurz vor Schluss, bei der „Sexistischen Kackscheiß“, werden (Werbe-)Sprüche so richtig verhauen. Geht nicht anders, muss sein. Joachim Huber

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