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Upgrade-Angebot : Für ein paar Euro mehr

02.11.2012 08:46 Uhrvon und
Schneller Umstieg. Einigen Computerbesitzern kann es offenbar nicht schnell genug gehen, auf Windows 8 umzusteigen. Die günstigen Konditionen dürften das zusätzlich unterstützen. Bis Ende Januar 2013 gibt es das Upgradepaket auf Windows 8 Pro im Handel als DVD für 60 Euro und als Download für 30 Euro. Windows-7-Nutzer, die ihr System ab Juni gekauft haben, zahlen sogar nur 15 Euro.Bild vergrößern
Schneller Umstieg. Einigen Computerbesitzern kann es offenbar nicht schnell genug gehen, auf Windows 8 umzusteigen. Die günstigen Konditionen dürften das zusätzlich unterstützen.... - Foto: REUTERS

So günstig war noch kein neues Windows: Es läuft jedoch längst nicht auf jedem PC. Zudem verursacht der Wechsel weitere Kosten.

Der Preis ist heiß: Bis Ende Januar 2013 bietet Microsoft ein Upgradepaket von Windows 8 Pro für gerade einmal 30 Euro als Download an. Obendrauf packt der Softwareriese aus Redmond sogar noch das sonst kostenpflichtige Windows Media Center, ohne das DVDs im neuen Microsoft-System nicht mehr direkt abzuspielen sind. Von Februar an kostet die gleiche Windows-8-Version dann 280 Euro. Das Umsteigerangebot gilt nicht nur für Besitzer von Windows Vista oder Windows 7, selbst aus Windows-XP-Oldies soll man einen schönen, modernen Windows-8-Computer machen können.

Vier Millionen Upgradekopien wurden bereits verkauft, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer am Dienstag. Doch so einfach ist es leider nicht in jedem Fall, für wenig Geld einen Computer aufzufrischen, der dann schneller startet oder – bei Notebooks – den Akku schont und in puncto Updates auf dem neuesten Stand ist. Denn selbst wenn der Computer die nötigen Voraussetzungen mitbringt, fehlt für manches Peripheriegerät der Treiber, der mit dem Wechsel von Windows XP zu Windows Vista nötig wurde. Und auch einige lieb gewordene Programme laufen nur in der neuesten Version unter Windows 8.

KEINE TREIBER FÜR ALTGERÄTE

Also Achtung: Unbedenklich ist die Frischzellenkur nur für Computer mit Windows Vista oder Windows 7. Das heißt aber nicht, dass noch ältere PC-Bausteine keinesfalls mit Windows 8 laufen. Aber das ist letztlich Glückssache. Wir haben in der Mottenkiste gekramt und einen alten Canon-Scanner, die Logitech-Webcam aus Windows-98-Zeiten und ein betagtes Mal-Tablet von Wacom gefunden – die allesamt ihren Dienst verweigerten. Man sollte also auf der Website des Herstellers prüfen, ob für die eigenen Geräte Treiber für Vista, Windows 7 oder sogar Windows 8 angeboten werden. Bei vielen Produkten namhafter Hersteller ist das der Fall. Im Netz sind bisher auch noch keine Klagen zu finden über mangelnde Kompatibilität, doch das könnte sich mit der zunehmenden Verbreitung des neuen Windows ändern. Allerdings sagen auch Experten wie Axel Vahldiek vom Technikmagazin „c’t“: „Geräte, die mit Vista oder Windows 7 laufen, funktionieren auch unter Windows 8.“

Aber auch wenn die Voraussetzungen für das Auffrischen eines Systems gegeben sind, sollte man sich dennoch die Sinnfrage stellen. Denn Windows 8 spielt seine Stärken vor allem bei Rechnern mit berührungsempfindlichen Bildschirmen aus. Da lohnt es sich wirklich, wie unser kleiner Laborbericht zeigt.

Wir erstanden einen gebrauchten Wohnzimmer-PC mit 10-Zoll-großem Touchdisplay. Das nicht mehr lieferbare, einst sündhaft teure Gehäuse füllten wir mit einem nicht mehr ganz taufrischen Prozessor (Intel i7-950), ordentlichem Arbeitsspeicher (Kingston 8 Gigabyte) und – besonders wichtig beim Wohnzimmer-PC – einem lautlosen, aber leistungsfähigen Kühlsystem von Noctua (NH-U9B SE2). Als Datenspeicher setzten wir eine blitzschnelle Festplatte aus Flashbausteinen (Samsung SSD 830) ein.

Die Installation lief reibungslos – nur das Touchdisplay auf dem Gehäuse mochte kein Bild senden. Kein Signal – Windows 8 hat die Treiber für das in die Jahre gekommene Gerät nicht im Gepäck. Aber auf der Website des Herstellers waren sie zu finden: für Windows 7. Und siehe da, auch Windows 8 kommt damit gut klar. Jetzt kann die Software aus Redmond ihre Stärken ausspielen. Der Wohnzimmer-PC verwandelt den angeschlossenen Fernseher in eine Multimediazentrale mit kinderleichter Bedienung, denn ein sanftes Streicheln der Windows-8-Kacheln reicht, um wahlweise Fotosammlung, TV-Programm, Mediaplayer, Mailprogramm oder Internetbrowser zu starten. Erfreulich außerdem, Windows 8 ist noch einen Tick schneller als sein Vorgänger.

Das bewog uns auch, das neue System auf ein gut drei Jahre altes Netbook für den täglichen Einsatz aufzuspielen. Auch das klappte reibungslos, und der kleine Arbeitsesel profitiert von dem Energieschub des neuen Systems. Bezahlen muss man diesen aber mit einer nicht immer ganz durchsichtigen Bedienung. Denn der Slogan „ich bin zwei Öltanks“ gilt auch für Windows 8: zwei Systeme in einem. Kinderleicht nutzbar ist es nur, wenn man ausschließlich über die Kacheln wischt. Mit Maus und Tastatur springt man je nach Anwendung hin und her zwischen den beiden Systemen und ihren unterschiedlichen Oberflächen.

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