ZDF-Tierdoku : Auf den Spuren von Flipper

Im unermüdlichen Einsatz für bedrohte Tierarten: Hannes Jaenicke sorgt sich in seiner neuen ZDF-Doku um den Fortbestand der Delfine.

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Hannes Jaenicke Auge in Auge mit einem Orka. Das ZDF schickt den Schauspieler wieder zu einem Einsatz für bedrohte Tierarten.
Hannes Jaenicke Auge in Auge mit einem Orka. Das ZDF schickt den Schauspieler wieder zu einem Einsatz für bedrohte Tierarten.Foto: ZDF und Markus Strobel

Der Schauspieler Hannes Jaenicke setzt sich seit langem für den Schutz bedrohter Tierarten und der Umwelt ein. Das macht er als Mitglied von Greenpeace und auch vor der Kamera im Fernsehen. Für das ZDF war Hannes Jaenicke bereits mehrfach im Einsatz, mitunter sogar unter äußerst riskanten Bedingungen wie 2008, als er die Geschäfte skrupelloser Tierhändler mit Orang Utahs zeigte. An diesem Dienstag geht es um eine andere bedrohte Tierart: die Delfine.

Wie die meisten Deutschen, die über 45 Jahre alt sind und Westfernseh-Empfang hatten, ist auch Hannes Jaenicke quasi mit Flipper aufgewachsen, dem Namensgeber der amerikanischen TV-Serie. Die freundlich-neugierigen Säugetiere haben es den Menschen angetan, in ihrer Intelligenz und ihrem soziales Verhalten scheinen sie dem Menschen zu ähneln. Doch der Mensch und seine Lebensweise bedroht auch diese Tierart. 300 000 Delfine und Wale sterben in den Netzen der Fischereiflotten als Beifang, zudem beraubt ihnen die Überfischung ihren Lebensgrundlage. Der Dauerlärm durch den weltweiten Schiffsverkehr und die Offshore-Windparks bedeutet zusätzlichen Stress für die Meeressäuger, wie der Film von Eva Maria Gfirtner und Judith Adlhoch zeigt.

Herrliche Bilder von Delfinen im Roten Meer

Doch die Tierdoku mit all ihren herrlichen Bildern im Roten Meer vor Ägypten oder vor der Küste des US-Bundesstaates Washington im Nordwesten der USA macht zugleich die Grenzen solcher TV-Filme deutlich. Der Einfluss der Zuschauer auf die Lebensbedingungen der Delfine ist sehr gering. Anders als bei den Orang Utahs gibt es auch keine kriminelle Profitgier, die sich anprangern lässt. Wenn überhaupt lässt sich der Sinn und Unsinn von Delfinarien hinterfragen, was auch Jaenicke bei einem Besuch im Nürnberger Zoo macht. Mit einer Größe von 1900 Quadratmetern und vielen Rückzugsräumen haben die Tiere hier noch vergleichsweise viel Platz. Mit Ägypten sei dies dennoch nicht zu vergleichen, sagt Jaenicke zwar, doch als Beispiel für tierunwürdige Haltung taugt es nicht.
„Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Delfine“, ZDF, Dienstag, 22 Uhr 15

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