
Ein Protest der Abgeordneten gegen den Haushalt ist geboten. In der Sicherheitspolitik haben Union und SPD den Ernst der Lage erkannt, bei der Finanzierung sind sie weit davon entfernt.

Christoph von Marschall schreibt seit 1991 für den Tagesspiegel, vor allem über Außen- und Sicherheitspolitik. In seinem Buch „Der schwarze Dienstag. Warum ein Krieg mit Russland droht und wie die Bundesregierung ihn verhindern kann“, Verlag fotoTAPETA 2025, analysiert er die Herausforderungen an die deutsche Politik durch Donald Trumps zweite Amtszeit, Wladimir Putins Angriffskriege und die vielfältigen Krisen der EU. Er hat in Osteuropäischer Geschichte promoviert und unter vier Präsidenten (George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump, Joe Biden und erneut Trump) aus den USA berichtet.

Ein Protest der Abgeordneten gegen den Haushalt ist geboten. In der Sicherheitspolitik haben Union und SPD den Ernst der Lage erkannt, bei der Finanzierung sind sie weit davon entfernt.

Der 28-Punkte-Plan sollte Deutschland und Europa in Alarmstimmung versetzen. Er macht einen Angriff Putins auf europäische Nato-Staaten in naher Zukunft wahrscheinlicher.

Kaja Kallas glaubt, dass Europa den Rüstungswettlauf mit Russland gewinnen kann. Die Chefin der EU-Außen- und Sicherheitspolitik spricht im Interview über einen Kontinent im Unfrieden.

Nur ein Drittel der Polen äußert Sympathien für die Deutschen. Der Anteil der Abneigung ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr.

Der Unmut der Bürger zwingt die Republikaner zur Einigung im Budgetstreit, Demokraten gewinnen wieder Wahlen. Dennoch ist Trump mit Blick auf die Midterms 2026 im Vorteil.

Seit 33 Tagen leiden die US-Bürger unter dem stark eingeschränkten Service des Staats, der Rekord für den längsten Shutdown ist nah. Die machtpolitischen Folgen vor regionalen Wahlen aber überraschen.

Die Erpressungsversuche des US-Präsidenten gegenüber China haben wenig Erfolg. Dafür gibt es drei Gründe. Was können Deutschland und die EU aus dieser Erfahrung lernen?

Seit Jahren wählen die Bürger mehrheitlich Mitte-Rechts, bekommen dann aber eine Mitte-Links-Regierung. Der Ärger darüber lässt die AfD immer weiter wachsen. Das ließe sich ändern.

Europa und die Ukraine haben Glück, dass das Treffen in Budapest vorerst nicht stattfindet. Klar ist: Die gefährliche Einigung auf einen falschen Frieden scheitert weiter an Moskaus Forderungen.

Die verstörenden Szenen vom Wochenende unterstreichen die politische Spaltung der US-Gesellschaft. Und es ist noch lange nicht klar, welches Lager die Oberhand gewinnt.

Nach dem Ende des Gazakriegs möchte der US-Präsident einen weiteren Erfolg in der Ukraine. Doch da gibt es einen entscheidenden Unterschied: Trump lässt sich von Putin manipulieren.

Endet mit Trumps Initiative der Gazakrieg? Das ist unwahrscheinlich. Die Hamas wird dem Plan wohl kaum zustimmen. Aber Trump zwingt die Welt zu einem anderen Blick auf den Konflikt.

Um Deutschland wird es in der Nahost-Politik einsam. Wichtige Partner erkennen Palästina als Staat an, während die Bundesregierung darauf pocht, dies könne nur der abschließende Schritt sein.

Putin zeigt der Nato gnadenlos, wie gering er ihre Verteidigungskraft einschätzt. Und er gewinnt mit seinen Militäraktionen wertvolle Informationen für einen Angriff auf die Ostflanke der Allianz.

Macron steht innenpolitisch vor einem Scherbenhaufen. Ein Sieg der extremen Rechten bei der nächsten Präsidentenwahl: nicht ausgeschlossen. Experte Jacob Ross fordert deshalb ein Umdenken in der deutschen Politik.

Polens neuer Präsident Nawrocki kommt zum Antrittsbesuch: Er ist kein Wunschpartner für Kanzler Merz und Präsident Steinmeier. Wegen der Gefahrenlage in Europa haben sie jedoch allen Grund zur Kooperation.

Polens Präsident Karol Nawrocki kommt zum Antrittsbesuch nach Berlin. Die wichtigsten Themen dabei: Reparationen, die Luftabwehr gegen russische Drohnen, die Zukunft der Nato und der Umgang mit Trump.

Die Gesamtlage wirkt auf Russlands Präsidenten Putin wie eine Einladung, zu testen, wie weit er kommt. Das lässt sich verhindern: durch glaubwürdige Abschreckung, auch Deutschlands.

Bei Schuldenlast und Rentensystem ist Deutschland derzeit noch weit besser dran als der EU-Partner im Westen. Aber die Vorboten des Wegs in den Absturz sind unübersehbar.

Das Nachbarland ist unfähig zu Reformen, Präsident Macron wird zur „Lame Duck“. Die Chancen der Le-Pen-Partei auf Machtübernahme sind besser denn je.

Vor der Katastrophe hatte die Stadt 500.000 Einwohner, heute 362.000. Ganze Stadtviertel wurden nicht wiederaufgebaut. Aber das Motto „Let the good times roll“ zieht Touristen an wie eh und je.

Der DIW-Chef fordert einen Pflichtdienst für Senioren. Die Gen Z soll erst mal unbehelligt bleiben. Ist das gerecht?

Xi, Putin und Modi wollen die Dominanz des Westens brechen. Das reicht noch nicht, um eine alternative Weltordnung aufzubauen.

Deutschland und Frankreich sind schon lange nicht mehr der Motor für Europa. Die Bundesregierung braucht eine Doppelstrategie: mehr Kooperation und einen Plan B, falls Frankreich scheitert.
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