Berlin : Autonome zündeln für Lokführer Bekennerschreiben nach Anschlag auf Bahn-Auto

Die streikwillige Lokführergewerkschaft GdL bekommt nun Unterstützung aus der linksextremistischen Ecke. Eine bislang unbekannte Gruppe „GDL solidarische Anarchos“ bekannte sich zu dem Brandanschlag auf ein Fahrzeug der Deutschen Bahn. Der VW-Transporter ist am späten Donnerstagabend in der Holzmarktstraße in Friedrichshain angezündet worden. Der Feuerwehr gelang es, den Wagen recht schnell zu löschen, er wurde jedoch stark beschädigt. In der im Internet auf einer einschlägigen linken Seite veröffentlichten Selbstbezichtigung heißt es: „Generalstreik bis zum Systemsturz.“ Während die GdL nur gleichen Lohn für alle Lokführer fordert, fordern die Brandstifter mehr, nämlich „Gleichen Lohn für Alle.“ Zudem wird in dem Schreiben die Bahn als „Atomprofiteur“ bezeichnet.

Castor-Transporte waren in der Vergangenheit in der Regel die Begründung für Polit-Zündler. In den letzten Jahren sind Dutzende von Fahrzeugen der Bahn in Flammen aufgegangen. Zudem hatte es im Oktober 2010 in Neukölln einen Brandanschlag auf Signalanlagen gegeben, eine S-Bahn-Strecke war tagelang dadurch blockiert.

Insgesamt ist die Zahl der politisch motivierten Brandstiftungen nach dem Höhepunkt 2009 mit 191 Taten (davon 145 auf Autos) deutlich zurückgegangen. 2010 hatte es noch 69 Anschläge, davon 43 auf Autos, gegeben. In diesem Jahr wurden bislang neun Autos angesteckt. Ha

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